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	<title>Forschung Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<title>Forschung Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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		<title>Die klimagerechte Bestandsstadt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2020 00:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zukunft der Bestandsstadt liegt in ihrer sozialökologischen Transformation, die Stadt muss auf die Klimakrise reagieren und dafür werden neue Ansätze und Instrumente nötig sein. Es geht um eine Neukonstitution der Stadterneuerung – ausgerichtet auf Nachhaltigkeit.ROBERT TEMEL Das Wiener Projekt „Pocket Mannerhatten“ untersucht zentrale Mechanismen für diese Transformation ausgehend von der Idee des Teilens. Es [&#8230;]</p>
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<p>Die Zukunft der Bestandsstadt liegt in ihrer sozialökologischen Transformation, die Stadt muss auf die Klimakrise reagieren und dafür werden neue Ansätze und Instrumente nötig sein. Es geht um eine Neukonstitution der Stadterneuerung – ausgerichtet auf Nachhaltigkeit.<br>ROBERT TEMEL</p>



<p>Das Wiener Projekt „Pocket Mannerhatten“ untersucht zentrale Mechanismen für diese Transformation ausgehend von der Idee des Teilens. Es ist klar, dass die zukünftige, klimagerechte Stadt heute bereits großteils gebaut ist: Auch in wachsenden Städten wie Wien bildet der Neubau einen so kleinen Anteil am Gesamtbestand, dass man nicht auf einen Ersatz durch technisch am letzten Stand befindliche Bauten hoffen kann. Man muss es also schaffen, bestehende Bauten und Freiräume zu ertüchtigen. </p>



<p>Ebenso klar ist, dass es im Stadtumbau einen neuen Fokus braucht. Die Wiener Tradition der „sanften Stadterneuerung“ mit sozialgerechter Sanierung und Qualifizierung des öffentlichen Raums hat große Erfolge gebracht, muss aber nun erweitert werden: Die neue Zielrichtung heißt Klimaschutz und Klimaanpassung, und auch diese Ziele müssen sozial gerecht erreicht werden. </p>



<p>„Pocket Mannerhatten“ entstand aus der Diplomarbeit des Architekten Florian NiedworokNiedworok an der Universität Innsbruck, die zu einem Sondierungs- und einem Umsetzungsprojekt führte, gefördert vom Klima- und Energiefonds. Niedworoks Grundidee, wie er sie heute formuliert: </p>



<p>„Wie denkt man Nachhaltigkeit nicht mehr nur technisch, sondern organisatorisch-räumlich? Wie kann man in der bestehenden Stadt Raum teilen, räumlich vernetzen, und dadurch nachhaltiger werden?“ </p>



<p>Dabei wird in zwei Richtungen vom Standardelement der Gründerzeit abgewichen, der einzelnen Liegenschaft mit dem darauf befindlichen Zinshaus. Einerseits wurde ein Katalog von Möglichkeiten des Teilens erarbeitet, die aus teils sehr kleinen Implantaten bestehen, „Pockets“ quasi, wie der Projekttitel deutlich macht: etwa ein Gemeinschaftsraum, den sich Bewohner mehrerer Häuser teilen oder ein zugänglicher Innenhof. </p>



<p>Und andererseits geht es um größere Maßnahmen, die die Liegenschaften und damit Eigentumsgrenzen überschreiten und somit mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit bringen, etwa durch gemeinsame Energieproduktion, gemeinsames Parken oder gemeinsame Erschließung – oder durch grundstücksübergreifende innovative Wohntypologien.</p>



<h2>Bewertung für Gemeinwohlangebote</h2>



<p>Die dabei entstehenden vielfältigen Schwierigkeiten wurden untersucht. Das strikte Eigentumsrecht steht Potenzialen des Teilens entgegen, und viele kleinere und größere gemeinwohlorientierte Beiträge, von der Nachbarschaftsgarage bis zur Photovoltaik, von Zugänglichkeit bis zur Fassadenbegrünung, sind nur schwer vergleichbar und damit kaum tauschbar. </p>



<p>Gesa Witthöft vom Forschungsbereich Soziologie der TU Wien entwickelte als Projektpartnerin ein „Sieben-Säulen-Bewertungssystem“, um die gemeinwohlorientierten Beiträge auf einen Nenner zu bringen. Anhand bestehender Bewertungsmodelle wie die Social Development Goals der UNO oder die Ökokaufkriterien wurde versucht, alle tauschbaren Angebote, ob nun leicht oder schwer quantifizierbar, direkt vergleichbar zu machen, indem man ihren Gemeinwohleffekt bewertet. </p>



<p>Witthöft meint: „Es geht dabei auch um Entkapitalisierung von Räumen – wer nichts für die Stadtgesellschaft tut, soll dafür kein öffentliches Geld erhalten!“ Das Bewertungssystem wird so zum Stadterneuerungsinstrument: Wenn man Angebote von privaten Eigentümern vergleichen kann, lässt sich nicht nur eine Förderungssumme dafür quantifizieren,sondern man kann auch andere, weiche Abgeltungsformen entwickeln, und diesbezüglich ist das Projektteam im Austausch mit dem Wiener Magistrat. </p>



<p>Es wird diskutiert, wie man das Tauschen mit Förderungen verknüpfen&#8230;</p>



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		<title>Zusammen die „Smart City“ intelligenter gestalten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2020 19:29:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 2-2020]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Stadt Wien forciert eine eigenständige Interpretation des Begriffs „Smart City“. Dabei geht es nicht vorrangig um Techno- logie und Big Data, sondern um einen ganzheitlichen Blick auf die Stadt, um diese an die Herausforderungen der Klimakrise anzupassen und dabei die soziale Nachhaltigkeit im Fokus zu behalten.ROBERT TEMEL Richtschnur ist die „Smart-City-Wien- Rahmenstrategie“ mit den [&#8230;]</p>
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<p>Die Stadt Wien forciert eine eigenständige Interpretation des Begriffs „Smart City“. Dabei geht es nicht vorrangig um Techno- logie und Big Data, sondern um einen ganzheitlichen Blick auf die Stadt, um diese an die Herausforderungen der Klimakrise anzupassen und dabei die soziale Nachhaltigkeit im Fokus zu behalten.<br>ROBERT TEMEL</p>



<p>Richtschnur ist die „Smart-City-Wien- Rahmenstrategie“ mit den Themen Ressourcenschonung, Innovation, Lebensqualität und Governance, die 2014 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Doch die ambitionierten Ziele dieser Strategie lassen sich nicht durch ein paar Pilotprojekte umsetzen, sie brauchen umfassende Eingriffe in die bestehende Stadt, und das bedeutet auch: Änderungen unseres Alltagsverhaltens. </p>



<p>Das ist zweifellos schwieriger, als in einem neu gebauten Stadtteil bei null zu beginnen. Das EU-geförderte Stadterneuerungsprojekt „Smarter Together – Gemeinsam g’scheiter“ ist ein Modell, um die Rahmenstrategie in die bestehende Stadtstruktur zu bringen. </p>



<p>Anwendungsfall ist ein Stadtteil in Simmering mit 21.000 EinwohnerInnen, bestehend aus Wohnbauten, Plätzen und Parks, Bahn- und Industriearealen, Schulen und Verkehrsknotenpunkten. Projektleiter Stephan Hartmann von der Magistratsabteilung 25 erklärt: „Es ging um ein typisches Quartier, in dem die verschiedenen Herausforderungen zusammenkommen: Gründerzeit-Häuser, Gemeindebau der Zwischenkriegszeit, Nachkriegsbauten und Schrebergärten.“</p>



<p>In diesem Gebiet sollen durch vielfältige Maßnahmen jährlich sechs Millionen Kilowattstunden Energie und 2.000 Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden – ein durchaus relevanter Anteil der Rahmenstrategie-Ziele. Das ist anspruchsvoll, also muss ganzheitlich an dieses Ziel herangegangen werden. Verbesserungen in Energieeffizienz und Energieversorgung, Mobilität und Datenmanagement sind notwendig. </p>



<p>Derartiges braucht jedenfalls intensive Kommunikation, das ist ein wichtiger Ansatz der Wiener Variante von „Smart City“: Es geht darum, gemeinsam smart zu sein, also um Gespräche, Kooperation und Beteiligung. Die Bevölkerung des Stadtteils muss mitentscheiden, sie muss ihren Beitrag zur Ausrichtung des Projekts leisten, sie muss die Beeinträchtigungen während der Bauzeit akzeptieren – und sie muss mitmachen, um die angestrebten Einsparungsziele erreichen zu können.</p>



<h2>Energie sparen und erzeugen</h2>



<p>Im Rahmen von „Smarter Together“ wurden 40 Einzelprojekte umgesetzt. Dazu zählen die energetische Sanierung einer Genossenschaftsanlage der BWSG aus den 1980er Jahren in der Hauffgasse und zweier Gemeindebauten aus den 1960er und 1920er Jahren, letzterer unter Denkmalschutz – also das ganze Spektrum der Herausforderungen für die Sanierung. Es wurden jeweils Fassaden saniert, Photovoltaik-Anlagen errichtet und zusätzliche Wohnungen aufgestockt. Ergänzend gab es Verbesserungen im Freiraum und in der Erschließung der Wohngebäude. </p>



<p>So konnte durch Druckbelüftung der Hochhaus-Stiegenhäuser verhindert werden, dass man für eine neue Feuerwehrzufahrt einige der schönen Bäume zwischen den Wohnhäusern fällen muss.</p>



<p>Für die Sanierung der beiden Schulen am Enkplatz fand ein Architekturwettbewerb statt. Resultat war der Neubau von vier Nullenergie-Turnsälen und 16 neuen Klassen, der Einsatz von PV, Solarthermie und Geothermie und eine große, bunte Sportfläche im Freien. Parallel dazu entstand ein Bildungsgrätzl, und in Schulworkshops wurden Energie und Mobilität zum Thema.</p>



<h2>Mobilität neu lernen</h2>



<p>Die Sanierung in der Hauffgasse wurde mit einem neuen e-Carsharing-Angebot verknüpft, um das sich eine Mieter-Aktivgruppe kümmert. Wie Daniela Fiedler von wohnbund:consult feststellt: „Für ein solches Mobilitätsangebot im Wohnbau braucht es eine Gruppe vor Ort, die betreut, vermittelt und das Angebot in den Alltag integriert. </p>



<p>Die Aktivgruppe hat beispielsweise in der Coronazeit Erledigungen mit den E-Cars angeboten.“ Bei der U-Bahnstation Simmering installierten Wiener Linien als Prototyp eine WienMobil-Station mit multimodalen Mobilitätsangeboten: Es gibt sechs e-Bikes, ein e-Lastenrad, eine Ladestation für E-Cars, eine Carsharing-Station. </p>



<p>Ähnliche Stationen werden in den nächsten Jahren in ganz Wien entstehen, zwei weitere gibt es bereits. Die Post und Siemens stellten ihre lokale Betriebslogistik auf E-Gabelstapler und E-Zustellfahrzeuge um&#8230;</p>



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		<title>Wie entstehen lebendige Quartiere?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 22:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Elemente lebendige neue Stadtquartiere ausmachen, ist weitgehend klar: Nutzungsmischung und hochwertige Erdgeschoß-Nutzungen mit Gewerbe, eine Kombination von Wohnen und Arbeiten, soziale und kulturelle Angebote und nutzbare Freiräume. Auch Kleinteiligkeit ist Voraussetzung für Vielfalt.ROBERT TEMEL Ein großer Entwickler, der ein ganzes Gebiet auf einmal bearbeitet, kann keine Vielfalt erreichen. Man braucht Vielfalt der Nutzer – [&#8230;]</p>
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<p>Welche Elemente lebendige neue Stadtquartiere ausmachen, ist weitgehend klar: Nutzungsmischung und hochwertige Erdgeschoß-Nutzungen mit Gewerbe, eine Kombination von Wohnen und Arbeiten, soziale und kulturelle Angebote und nutzbare Freiräume. Auch Kleinteiligkeit ist Voraussetzung für Vielfalt.<br><strong>ROBERT TEMEL</strong></p>



<p>Ein großer Entwickler, der ein ganzes Gebiet auf einmal bearbeitet,<br> kann keine Vielfalt erreichen. Man braucht Vielfalt der Nutzer – beim Wohnen, beim Arbeiten, im Gewerbe. Weitere Voraussetzung ist die Vielfalt der Bauträger. Notwendig sind leistbares Wohnen ohne Segregation und vielfältige Wohntypologien. </p>



<p>Dafür besitzen wir in Österreich mit dem gemeinnützigen Wohnbau eine hervorragende Grundlage. Vielfältige Wohntypologien bedeutet verschiedene Wohnungsgrößen, verschiedene Lebensformen, Altersstufen, eine Mischung von gefördert und freifinanziert, aber auch Sonderformen wie gemeinschaftliche Wohnprojekte. Man braucht außerdem hochwertigen, nutzbaren öffentlichen Raum – das hängt mit Nutzungsmischung und mit Mobilität zusammen. </p>



<p>Wenn die Bewohner in der Tiefgarage in ihr Auto steigen und in ein anderes Viertel fahren, um dort ebenso wieder in der Tiefgarage auszusteigen, dann gibt es keinen öffentlichen Raum. Es braucht zeitgemäße Mobilitätsangebote: Man kann den Leuten nicht nur sagen, fahrt weniger Auto, sondern muss ihnen Alternativen bieten, das heißt öffentlichen Verkehr, Rad- und Fußgänger-infrastruktur. Man benötigt Energieeffizienz und Energieproduktion. </p>



<p>Und man braucht schließlich, nicht zuletzt, hochwertige Architektur und vielfältigen Städtebau – das ist die Klammer, ohne die das Genannte nur halb funktionieren kann. Architektonische und städtebauliche Gestaltung ist keine rein theoretische, ästhetische Sache, sondern eine Sache der Lebensqualität, der Baukultur. Vieles davon ist in der Theorie allgemein akzeptiert, aber in der Praxis wird es nur selten erreicht. Doch ein lebendiges Quartier braucht all das, nicht nur einzelne Aspekte der Gestaltung.</p>



<h2>Kooperative Planungsverfahren</h2>



<p>Dabei helfen kooperative Planungsverfahren, eine alternative Methode für städtebauliche Planungen. In einem solchen Verfahren werden nicht – wie beim städtebaulichen Wettbewerb – mehrere Projekte parallel entwickelt, um dann eines davon auszuwählen. </p>



<p>Stattdessen gibt es eine Dreierkonstellation aus beteiligten Planern und Fachplanern, die gemeinsam an ihren Entwürfen arbeiten; aus einer Begleitgruppe (analog zur Jury eines Wettbewerbs), die die Entwürfe mit den Planern diskutiert und Empfehlungen abgibt; sowie aus der Verfahrensorganisation. Im kooperativen Planungsverfahren sind möglichst alle wichtigen Stakeholder beteiligt, das heißt Eigentümer, </p>



<p>Bauträger, Verwaltung, Politik, Bevölkerung, Planung etc. Im Unterschied zum traditionellen Masterplan wird nicht zu einem frühen Zeitpunkt im Entwicklungsprozess möglichst viel fixiert, sondern es werden erste strategische Festlegungen gemacht und ein schrittweiser Qualifizierungsprozess definiert. Das kooperative Verfahren ist ein lernendes Verfahren, das integral plant, mit Rückkopplungen arbeitet und größere Planungsspielräume bietet. Es trägt zu einer besseren Verankerung der Resultate bei den Stakeholdern und damit zu einer besseren Umsetzung bei.</p>



<h2>Konzeptverfahren bringt Vielfalt</h2>



<p>Ein ebenso wichtiges Werkzeug ist das Konzeptverfahren – eine Methode, um Grundstücke nicht zum Höchstpreis, sondern nach Qualitätskriterien zu verkaufen. Dafür wird der Verkaufspreis meist fixiert, die Entscheidung darüber, wer kaufen kann, wird anhand der Qualitäten eines vorgeschlagenen Konzepts gefällt. Diese Methode wird seit einigen Jahren zunehmend in vielen deutschen Städten angewandt. </p>



<p>Die längste Tradition dafür gibt es in Tübingen, aber mittlerweile haben auch Städte wie München und Hamburg festgelegt, dass sie alle Grundstücke für Wohnbau nur mehr so verkaufen. Konzeptverfahren helfen dabei, Vielfalt zu erzeugen, die Kreativität und Innovationskraft von vielen zu nutzen, innovative Akteure zu beteiligen und zusammenzubringen, Nutzungen nicht von hohen Grundstückspreisen bestimmten zu lassen, hohe Qualitäten zu verlangen und zu erhalten sowie die Öffentlichkeit zu interessieren, zu aktivieren, zu beteiligen&#8230;</p>



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		<title>Ein Blick zurück &#8211; und nach vorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 21:10:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[bezahlbares Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[sozialer Wohnungsbau]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2019]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die „Soziale Nachhaltigkeit“ als vierte Beurteilungssäule im geförderten Wiener Wohnbau hat heuer Zehn-Jahres-Jubiläum. Wie sieht die Bilanz aus? Ein kritischer Blick zurück – und nach vorn auf Erfolge, innovative Ansätze und künftige Herausforderungen.RAIMUND GUTMANN Das „Vier-Säulen-Modell“zur Quali- tätssicherung im geförderten Wiener Wohnbau – Architektur, Ökonomie, Ökologie und Soziale Nachhaltigkeit – ist in Österreich einzigartig. Viele [&#8230;]</p>
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<p>Die „Soziale Nachhaltigkeit“ als vierte Beurteilungssäule im geförderten Wiener Wohnbau hat heuer Zehn-Jahres-Jubiläum. Wie sieht die Bilanz aus? Ein kritischer Blick zurück – und nach vorn auf Erfolge, innovative Ansätze und künftige Herausforderungen.<br>RAIMUND GUTMANN</p>



<p>Das „Vier-Säulen-Modell“zur Quali- tätssicherung im geförderten Wiener Wohnbau – Architektur, Ökonomie, Ökologie und Soziale Nachhaltigkeit – ist in Österreich einzigartig. Viele europäische Großstädte beneiden die Stadt Wien um dieses Beurteilungsformat im kommunalen und geförderten Wohnbau. Neben den drei Kernkriterien wie Architektur, Ökonomie und Ökologie war „das Soziale“ bis zur Einführung der „Sozialen Nachhaltigkeit“ als eigenständige Säule der Qualitätssicherung im Jahre 2009 lediglich „mitgedacht“ worden. </p>



<p>Auch danach war Soziales eher nur ein geforderter Anhang zu den drei klassischen Säulen bei Projektfindungs-Wettbewerben. Der größere Teil der Bauträger setzte sich jedoch ernsthaft mit den neuen Kriterien auseinander und holte sich dazu auch externen soziologischen Rat. Als gleichberechtigtes „Qualitätskriterium“ sollte die soziale Nachhaltigkeit – so die Erwartungshaltung der Wohnreformer von 2009 – den gesellschaftlichen Wandel in die Produktion geförderten, sozialen Wohnens „nachhaltig“ einbringen. Im Mittelpunkt stehen dabei die ausgelobten Bauträger-Wettbewerbe, wo inzwischen die soziologische Betrachtung einen fixen Bestandteil der meisten teilnehmenden Teams darstellt.</p>



<p>Wettbewerbe im Rahmen des geförderten Wohnbaus kann man in Wien nicht mehr ohne die kreative, nachgewiesene Einlösung der Anforderungen der sozialen Nachhaltigkeit gewinnen. Eine wachsende Zahl von engagierten Büros und Konsulenten bringen zudem viel sozialplanerische und wissenschaftliche Expertise in die Planung und Umsetzung der großen Wohnbauprojekte ein&#8230;</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2019/12/Ein-Blick-zurück-und-nach-vorn.pdf">zur vollständigen Artikel als PDF</a><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2019/12/Ein-Blick-zurück-und-nach-vorn.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
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		<title>Temporär und modular</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2019 20:34:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Modulares Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[serielles Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 3-2019]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Serielles Bauen und Vorfertigung stehen im Fokus der IBA Wien 2022, die hier mehrere Pilotprojekte im Programm hat. Die Vorzeigebeispiele sollen weitere Projekte initiieren.MAIK NOVOTNY Temporäres Wohnen mittels System- Leichtbauweise: Dies war das Ziel des Sofortprogramms der Stadt Wien 2016. Damit sollten auch auf Grundstücken, die eigentlich nicht für Wohnnutzung vorgesehen waren, für einen befristeten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Serielles Bauen und Vorfertigung stehen im Fokus der IBA Wien 2022, die hier mehrere Pilotprojekte im Programm hat. Die Vorzeigebeispiele sollen weitere Projekte initiieren.<br>MAIK NOVOTNY</p>



<p>Temporäres Wohnen mittels System- Leichtbauweise: Dies war das Ziel des Sofortprogramms der Stadt Wien 2016. Damit sollten auch auf Grundstücken, die eigentlich nicht für Wohnnutzung vorgesehen waren, für einen befristeten Zeitraum geförderte Wohnungen ermöglicht werden. Nur zwei Mal wurde dies bisher baulich umgesetzt, doch beide Pilotprojekte sind aufgrund ihrer Besonderheit ins Programm der IBA_Wien 2022 aufgenommen worden. </p>



<p>In der Podhagskygasse im 22. Wiener Gemeindebezirk errichtete die Siedlungsunion 100 Wohnungen mit insgesamt 6.600 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, die Übergabe erfolgte in zwei Etappen im Dezember 2017 und Juni 2018. Die Wohnungen wurden auf einem Grundstück mit Bausperre nach „§ 8(1) W-BO“ errichtet, die Bewilligung erfolgte demnach auf maximal zehn Jahre befristet. Da die Förderung den Bestand der Wohnungen von mindestens 15 Jahren vorsah, wurde ein komplett demontierbares System entwickelt, dass es ermöglicht, die Wohnungen auf einem anderen Grundstück wieder zu errichten – bis zu zweimal, bei einer kalkulierten Gesamtlebensdauer von 40 Jahren. </p>



<p>Das entwickelte Konzept besteht aus industriell vorgefertigten Raumzellen, die fertig installiert geliefert und vor Ort „gestapelt“ werden. Dabei wurde darauf geachtet, die Größe der Module so zu limitieren, dass sie ohne Sondergenehmigung transportierbar waren. Die Konstruktion erfolgt in einer Kombination von Holzplatten- und Holzrahmenbauweise. „Die Siedlungsunion hat das Sofortbauprogramm wirklich sehr ernst genommen und sich mit dem Qualitätsanspruch bei der Vorfertigung auseinandergesetzt“, meint IBA-Koordinator Kurt Hofstetter. </p>



<p>„Denn auch temporäre Wohnbauten wie im Sofortbauprogramm brauchen Qualität von der Stunde Null an.“</p>



<h2>Spätere Umnutzung</h2>



<p>Mit Konzepten des temporären Wohnens – auf derzeit nicht dafür vorgesehenen, aber grundsätzlich nutzbaren Flächen – soll ein wichtiger Beitrag zur Wohnraumbereitstellung in einer wachsenden Stadt geleistet werden, vor allem in Hinblick auf die knapper werdenden Bodenressourcen und die steigenden Grundstückspreise.</p>



<p>Bereits IBA-Kandidat ist das zweite Pilotprojekt aus dem Sofortbauprogramm, dass vom Bauträger Kallinger Projekte errichtete Home21. Hier waren die Voraussetzungen etwas anders: Das Grundstück war weder für Wohnnutzung vorgesehen, noch liegt es in einem Wohngebiet. Hier wurde daher nicht auf spätere Demontage, sondern auf spätere Umnutzung hin geplant. Nach zehn Jahren soll es möglichst ohne großen Aufwand zu einem Gewerbebau umfunktioniert werden. Errichtet wurde Home 21 mit dem von Winfried Kallinger patentierten Slim-Building-System, das einen hohen Vorfertigungsgrad und eine kurze Bauzeit garantiert. </p>



<p>Die Planung erfolgte durch die Architekten trans_city, die 256 Wohneinheiten wurden zu zwei Drittel durch das Wohnservice Wien und zu einem Drittel durch den Fonds Soziales Wien vergeben. Die Übergabe erfolgte im Frühjahr 2018. „Dieses Projekt ist gerade wegen seiner Nutzungsoffenheit interessant“, so Hofstetter. Eine prozessbegleitende Forschungsarbeit durch die FH Campus Wien läuft zurzeit und wird Ende 2019 abgeschlossen sein.</p>



<p>Doch das Sofortbauprogramm ist nicht die einzige Anwendung des seriellen Bauens, die im Fokus der IBA steht&#8230;</p>



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		<title>Die Idee der Solidarität und Wohnen heute?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2019 20:22:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Solidarität]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 3-2019]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Derzeit stehen die Zeichen der Zeit nicht gerade auf „Solidarität“. Hat die große Idee der Solidarität auch in der Wohnungspolitik, für Wohnbaugenossenschaften und für das Gemeinwesen allgemein noch Relevanz? Gedankensplitter vor dem Hintergrund aktueller Diskurse.RAIMUND GUTMANN Das Modell vom „Wohnraum für alle“ mit dem hehren Ziel einer gerechten Ressourcenverteilung gerät durch die neoliberalen und rechtspopulistischen [&#8230;]</p>
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<p>Derzeit stehen die Zeichen der Zeit nicht gerade auf „Solidarität“. Hat die große Idee der Solidarität auch in der Wohnungspolitik, für Wohnbaugenossenschaften und für das Gemeinwesen allgemein noch Relevanz? Gedankensplitter vor dem Hintergrund aktueller Diskurse.<br>RAIMUND GUTMANN</p>



<p>Das Modell vom „Wohnraum für alle“ mit dem hehren Ziel einer gerechten Ressourcenverteilung gerät durch die neoliberalen und rechtspopulistischen Politiken zunehmend unter Druck. Angesichts der wachsenden gesellschaftlichen Spaltungen, der globalen Krisen und massenhaften sozialen Ausgrenzungen ist daher ein allgemein gesellschaftlicher Diskurs zum Thema soziale Gerechtigkeit und „Solidarität“ in allen Lebenssphären mehr als fällig. Einiges tut sich bereits: Die AK-Wien initiierte ein Forschungsprojekt zum Thema „Gerechte Stadt muss sein“, das Kreiskyforum bildete einen Schwerpunkt „Solidarische Stadt“ und soeben wurde in Wien eine universitäre Forschungsgruppe für zeitgenössische Solidaritätsstudien gegründet. </p>



<p>Gerade ist auch ein Buch eines deutschen Soziologen mit dem Titel „Solidarität. Die Zukunft einer großen Idee“ erschienen, das die Chancen und Widersprüche von Solidarität heute klar und mitleidlos benennt. Stehen wir also vor einer Renaissance dieses scheinbar schon entsorgten Begriffs ‚Solidarität‘, der einmal eine große Idee war? </p>



<p>Durch die soziodemografischen Herausforderungen, die wachsende soziale Ungleichheit und die vielfältigen Wohnungsnöte tritt der Lebensbereich des Wohnens immer mehr in den Mittelpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. „Housing for All“ ist zu einem europaweiten Slogan geworden. Sollen die Verarmungs- und Ausgrenzungsprozesse gestoppt werden, müssen die heutigen Möglichkeiten von Solidarität wieder bewusst gemacht werden.</p>



<h2>Solidarität kultivieren</h2>



<p>Allgemein gilt Solidarität als eine Sammelbezeichnung für menschliche Freundlichkeit, Nachbarschaftshilfe, Empathie, allgemeines Wohlwollen und sozialstaatliche Fürsorge. Eine definitive Begriffsbestimmung von Solidarität ist schwierig, weil er immer ein WIR voraussetzt und dieses oft zu Exklusion statt Inklusion führt. Solidarisch ist u.E., wem der Zustand des Gemeinwesens nicht gleichgültig ist und wer in seinem Handeln auch eine Verpflichtung fürs Ganze sieht. Historisch betrachtet war Solidarität immer eine Richtschnur für sozialreformerische Bewegungen, die sich auch im alten Genossenschaftswesen positiv niederschlug. Der Wohlfahrtsstaat stellt als Gemeinschaft der Beitragszahlenden eine Form institutionalisierter Solidarität dar, in dem niemand mit Versorgungsbedürftigkeit seinem Schicksal überlassen wird. Dabei ist jedoch der Staat allein der Gerechtigkeit verpflichtet, d.h. der Zuweisung legitimer Anrechte. Die Zivilgesellschaft kann dagegen Solidarität kultivieren, wobei diese jedoch den Sozialstaat nicht neoliberal ersetzen darf. </p>



<p>Solidarität braucht Strukturen, damit solidarisches Handeln nicht zufällig und willkürlich erfolgt, sondern auch längerfristig und sozial nachhaltig wirken kann. Solidarität ist die Antwort auf die Frage: Wie kommen wir miteinander weiter? </p>



<p>Ein Grundsatz von Solidarität ist auch, dass es ohne Eigennutzen keinen Gemeinnutzen gibt. Obwohl alle Bürger ein objektiv gemeinsames Interesse daran haben, einen kollektiven Gewinn wie z. B. durch ein allgemeines Recht auf leistbaren Wohnraum zu erlangen, haben sie als Einzelne doch kein gemeinsames Interesse daran, die Kosten für die Beschaffung und die Pflege dieses Kollektivgutes zu tragen.</p>



<h2>Wohnsozialisation notwendig</h2>



<p>D. h. es muss für den Einzelnen auch ein wahrnehmbarer Nutzen herausschauen. Heute muss sich das Motiv ‚Solidarität‘ nach Meinung der Fachleute auch aus dem ICH und ohne vorgegebenes Kollektiv entwickeln, denn Klassen oder Berufsstände wie früher gibt es nicht mehr&#8230;</p>



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		<title>Mehrwert für Bewohner schaffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jun 2019 21:46:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[bezahlbares Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Sanierung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnbau]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 2-2019]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sanieren und Weiterbauen sind in Österreich – zumindest theoretisch – Programm. Die Revitalisierung von Häusern kann einen Mehrwert für Bewohner schaffen und den Anspruch, mehr Wohnraum zur Verfügung zu stellen, durchaus erfüllen. Beispiele dazu aus einer Ausstellung und der aktuellen AK-Studie. ERNST GRUBER, RAIMUND GUTMANN Laut österreichischem Regierungsprogramm sollen „Investitionsanreize für Neubau und Sanierung“ gesetzt [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sanieren und Weiterbauen sind in Österreich – zumindest theoretisch – Programm. Die Revitalisierung von Häusern kann einen Mehrwert für Bewohner schaffen und den Anspruch, mehr Wohnraum zur Verfügung zu stellen, durchaus erfüllen. Beispiele dazu aus einer Ausstellung und der aktuellen AK-Studie.<br />
<strong>ERNST GRUBER,<br />
RAIMUND GUTMANN</strong></p>
<p>Laut österreichischem Regierungsprogramm sollen „Investitionsanreize für Neubau und Sanierung“ gesetzt werden: „Nachverdichtung und Überbauung haben Vorrang vor Versiegelung grüner Wiesen“. Dem entsprechen auch die baukulturellen Leitlinien des Bundes, die „zu einer sparsamen und möglichst kompakten Siedlungsentwicklung“ auffordern. Vor der Nachverdichtung kommt in der Regel die Frage nach der Bestandserneuerung. Ein Blick über die Grenzen – zwei spannende Beispiele mit viel Mehrwert für Bewohner – zeigt das Potential der Sanierung.</p>
<p>Die Großsiedlung „Quartier du Grand Parc“ aus den 1960er-Jahren liegt im Norden des Stadtzentrums von Bordeaux in Frankreich. Sie steht im Eigentum der sozialen Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Bordeaux und verfügt über mehr als 4.000 Wohnungen. Gegenüber Strategien zur Nachverdichtung in Österreich besteht in Frankreich die Tendenz zu einer Reduktion von Dichte in derartigen Wohnvierteln, wie sie durch die Anru (L’Agence nationale pour la rénovation urbaine) verfolgt wird. Gegenüber Förderungen für Nachverdichtungsprojekte wird oft eher dem Abriss und dem Wiederaufbau kleinerer Gebäude der Vorzug gegeben. Die Wohnbauten in Bordeaux wurden jedoch von der Unesco als erhaltenswertes baukulturelles Erbe eingestuft. </p>
<p>2010 wurde eine Sanierung für drei dieser Bauten mit 530 Wohnungen in zehn- bzw. 15-geschossigen Blöcken beschlossen. Den Wettbewerb dazu gewann das Büro Lacaton &#038; Vassal. Ihr Konzept steht im Zeichen wirtschaftlicher, sozialer und energetischer Nachhaltigkeit. Anstelle kleiner Loggien wurde eine Zone aus attraktiven Wintergärten und Balkonen vorgesetzt. Dadurch erhalten die Wohnungen mehr Luft, Licht und eine größere Flexibilität, ohne den Grundriss zu verändern, was einen spürbaren Mehrwert darstellt. Die Beibehaltung der bestehenden Wohnstandards ermöglicht eine höhere Flexibilität der Wohnungstypologien als bei einem Neubau. Die bisherigen Mieter blieben in ihren Wohnungen. Zusätzlich wurden die Bauten mit kleinen Wohnungen aufgestockt. </p>
<p>Die Erweiterung kostete gegenüber einer reinen energetischen Sanierung etwa das Doppelte, mit rund 50.000 Euro pro Wohnung ist dies aber immer noch wesentlich günstiger als ein Neubau. Da für die Deckung der Kosten Rücklagen aus dem abbezahlten Gebäude herangezogen werden konnten, kam es auch zu keiner Mieterhöhung. Der Nachteil der Strategie liegt in der Belastung der Mieter durch die Sanierung und den Zubau bei Vollbetrieb.</p>
<h5>Keep it raw</h5>
<p>Die Wohnsiedlung „Park Hill“ in Sheffield war in die Jahre gekommen: heruntergekommene Fassaden, schlechte Isolierung und die schummrige Beleuchtung der Gänge trugen seit den 1980ern zu einem derart schlechten Image bei, dass Park Hill mit seinen knapp 1.000 Wohnungen zu einem Synonym für einen Ort sozialen Abstiegs wurde. Dennoch hielt Sheffield anders als Städte mit vergleichbarem Wohnungsbestand an „ihrer“ Problemsiedlung fest und stellte sie 1998 sogar unter Denkmalschutz, denn die Baustruktur erwies sich nach wie vor als qualitativ gut und tragfähig. </p>
<p>Die Strategie, dadurch Investoren anzulocken, ging schlussendlich auch auf. Urban Splash, ein britisches Immobilienunternehmen, das sich auf die Umnutzung und Revitalisierung von Gebäuden mit Schwerpunkt auf Wohnen spezialisiert hatte, begann 2009 mit einem lang angelegten und umfassenden Revitalisierungsvorhaben, das noch bis 2022 läuft. Eines ihrer zehn Prinzipien war es, die Rohheit des im Stil des Brutalismus stehenden Gebäudeensembles in Sheffield beizubehalten („Keep it raw“). </p>
<p>Im Zuge der Totalsanierung bleibt nur das Betonskelett erhalten, nicht notwendige Trennwände wurden zu Gunsten großzügiger und offener Grundrisse entfernt. Wesentliche Mehrwerte finden sich für die Bewohner nun im Erdgeschoss, das durch neue Nutzungen wie eine Kinderkrippe, Büros, ein Pub, ein Restaurant und kleinere Geschäfte reaktiviert wurde. Ein weiterer Mehrwert ist die Aufhebung der ehemaligen Monofunktionalität des (sozialen) Wohnens durch eine Mischung aus Eigentumswohnungen, Sozialwohnungen, Büro- und Arbeitsplätzen sowie Studentenwohnungen.</p>
<h5>Ganzheitliche Maßnahmen</h5>
<p>Die Beispiele zeigen die Bedeutung der Auseinandersetzung sowohl in Form der spezifischen architektonischen Qualitäten der Bestandsgebäude als auch mit der Kritik an ihnen. Bei Park Hill wurde auf die fehlende räumliche Beziehung zwischen Wohnungen und Erschließung durch die Erweiterung der Wohnungszugänge eingegangen. Beim Quartier du Grand Parc stand die Förderung der Aneignungsfähigkeit durch die nutzungsoffenen Wintergärten im Zentrum&#8230;</p>
<p><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2019/06/Mehrwert-fuer-Bewohner-schaffen.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a></p>
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		<title>Community aus der Steckdose – (E-)Carsharing im Wohnbau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2019 20:14:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Carsharing]]></category>
		<category><![CDATA[Elektroauto]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnbau]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 1-2019]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Elektromobilität gehört die nähere Zukunft. Wollen wir die für 2030 angepeilten Klimaziele in Österreich erreichen, muss bis dahin die Hälfte der Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb ausgestattet sein. DANIELA FIEDLER, RAIMUND GUTMANN, LUKAS OBERHUEMER* Selbst wenn es 2030 die vom Umweltbundesamt errechneten zwei Millionen Elektroautos auf unseren Straßen geben sollte, würden die Klimaziele verfehlt – [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Elektromobilität gehört die nähere Zukunft. Wollen wir die für 2030 angepeilten Klimaziele in Österreich erreichen, muss bis dahin die Hälfte der Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb ausgestattet sein.<br />
DANIELA FIEDLER,<br />
RAIMUND GUTMANN,<br />
LUKAS OBERHUEMER*</p>
<p>Selbst wenn es 2030 die vom Umweltbundesamt errechneten zwei Millionen Elektroautos auf unseren Straßen geben sollte, würden die Klimaziele verfehlt – so die Verkehrsforschung. Daher stehen neben der Lösung technischer und ökonomischer Herausforderungen wie Batterieleistung und damit Reichweite, Ladestellplätze und Kaufpreis, vor allem auch weitreichende Veränderungen beim Nutzerverhalten selbst und soziale Aspekte im Vordergrund. E-Carsharing stellt dabei einen zukunftsorientierten Baustein dar, insbesondere wenn ein „Community“-Ansatz die Basis bildet. </p>
<p>Ein zukunftsorientiertes und bedarfsgerechtes Carsharing-Angebot in einer Wohnanlage können sich viele noch nicht wirklich vorstellen. Auch Bauträger sind noch eher skeptisch. Erfahrungen mit organisiertem (Elektro-)Carsharing gibt es jedoch in Österreich bereits genug – wie z. B. in der „Autofreien Mustersiedlung“ in Wien oder Projekte des Anbieters „caruso“ in Vorarlberg zeigen. Die Projekte werden sehr unterschiedlich bewertet. Ein Selbstläufer ist das (E-)Carsharing in Wohnanlagen jedenfalls noch nicht. </p>
<p>Mehrgeschossige Wohnanlagen stellen ein großes Potenzial für die Umsetzung von veränderungsstimulierenden Mobilitätsmaßnahmen dar. Allein im Besitz gemeinnütziger Bauvereinigungen stehen in Österreich über 70.000 Gebäude mit weit über einer halben Million Wohnungen. Als Zielgruppe bzw. Multiplikatoren müssen daher die Wohnbauträger und ihre Hausverwaltungen angesprochen werden. Diese müssen für die Potenziale und Möglichkeiten von E-Carsharing in ihren Wohnhausanlagen sensibilisiert werden. Umgekehrt ist es das Ziel, dieses Feld an potenziellen Kunden für Anbieter von E-Mobilität zu öffnen und damit weitere Mobilitätsangebote zu schaffen. </p>
<p>Das ambitionierte Ziel muss daher sein, dass Elektromobilität generell und E-Carsharing zu Standardbausteinen in allen Wohnanlagen werden. Mittelfristig könnte das über den Trend des „Sharing“ von Elektrofahrzeugen erreicht werden, wenn es zugleich gelingt, auch das Nutzerverhalten zu ändern. Das bedeutet, öffentliche Verkehrsmittel zu forcieren und auf ein eigenes (Zweit-)Auto soweit möglich, zu verzichten.</p>
<h5>Plattform „Veränderung bewegen“</h5>
<p>„Elektromobilität in der Praxis 2018“ lautet eine Ausschreibung des Klima- und Energiefonds. Ziel des laufenden Programms ist die Förderung der Elektromobilität als Beitrag zur Umsetzung der Klima- und Energiestrategie 2030. Schwerpunkte sind Bewusstseinsbildung und Maßnahmen zur Beschleunigung der Marktdurchdringung von E-Autos. wohnbund:consult in Kooperation mit ÖGUT und VCÖ setzt 2019 ein Projekt des Programms um: „Veränderung bewegen. E-Carsharing in Wohnhausanlagen bringen“. Im Rahmen einer B2B-Kommunikationsstrategie sollen vor allem Wohnbaugesellschaften auf mehreren Ebenen für die Potenziale von E-Carsharing sensibilisiert und zu einer Umsetzung motiviert werden. Der besondere Schwerpunkt liegt auf Wohnanlagen mit bevorstehenden Veränderungen wie Sanierungen und/oder Nachverdichtungen sowie auf Neubauvorhaben. E-Carsharing als zukunftssicheres, alternatives Mobilitätsangebot soll den Menschen direkt im unmittelbaren Wohnumfeld angeboten werden.</p>
<h5>„Community“ als Schlüssel</h5>
<p>Dort, wo Veränderungsprozesse bereits in Gang sind und Neues entsteht, wird von der Forschung großes Potenzial gesehen. Als Beispiele können Sanierung und Nachverdichtung von Wohnanlagen, aber auch die Entwicklung und soziale Programmierung von Neubau genannt werden. Für den Erfolg von Mobilitätsmaßnahmen, insbesondere von Carsharing, sind jedoch die Akzeptanz der Zielgruppe und das Nutzerverhalten entscheidend, und das sind die Bewohner einer Hausgemeinschaft bzw. Community. </p>
<p>Ein community-basiertes Mobilitäts- projekt wie das (E-)Carsharing kann zu einer besseren Nachbarschaft und zu einer höheren Wohnzufriedenheit beitragen. „Neue Mobilität“ kann auch nur dann nachhaltig sein, wenn Maßnahmen und Investitionen vermieden werden, die nicht angenommen oder eigentlich gar nicht benötigt werden. Bei einem community-basierten Mobilitätsangebot sollten die Nutzer proaktiv in das Projekt eingebunden werden: sie können Fahrzeugpatenschaften übernehmen, Einschulungen für Interessierte vornehmen oder durch Kontakte in der Nachbarschaft und im Grätzel die „Werbetrommel rühren“.</p>
<h5>Pilotprojekt „Zukunft Wohnen“</h5>
<p>Im Jahr 2017 wurde in der Großwohnanlage des Bauträgers BWSG in der Hauffgasse 37-47 in Wien-Simmering mit 500 Mietwohnungen ein community-basiertes E-Carsharing gestartet. Hintergrund ist zum einen die umfassende Sanierung mit Aufstockung und zum anderen eine EU-Förderung im Rahmen des Programms „Smarter together – Gemeinsam g’scheiter“&#8230;</p>
<p><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2019/03/Community-aus-der-Steckdose-E-Carsharing-im-Wohnbau.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a></p>
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		<title>Gemeinschaftliche Wohnmodelle als Chance</title>
		<link>https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/gemeinschaftliche-wohnmodelle-als-chance/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=gemeinschaftliche-wohnmodelle-als-chance</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2018 20:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2018]]></category>
		<category><![CDATA[Wohngemeinschaften]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemeinschaftliches Wohnen gewinnt in Europa wieder an Interesse. Wien spielt eine internationale Vorreiterrolle, wo Baugemeinschaften zu einem zentralen Bestandteil von Stadtentwicklungsstrategien geworden sind. RICHARD LANG ei den gemeinschaftlichen Wohnmodellen geht es um den Aufbau enger nachbarschaftlicher Kontakte im Alltag sowie mehr Mitbestimmung in Planung und Nutzung des Wohnprojekts. Eine aktuelle Studie zeigt die Chancen und [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinschaftliches Wohnen gewinnt in Europa wieder an Interesse. Wien spielt eine internationale Vorreiterrolle, wo Baugemeinschaften zu einem zentralen Bestandteil von Stadtentwicklungsstrategien geworden sind.<br />
<strong>RICHARD LANG</strong></p>
<p>ei den gemeinschaftlichen Wohnmodellen geht es um den Aufbau enger nachbarschaftlicher Kontakte im Alltag sowie mehr Mitbestimmung in Planung und Nutzung des Wohnprojekts. Eine aktuelle Studie zeigt die Chancen und Potenziale für gemeinnützige Bauträger auf. Dabei kristallisieren sich drei idealtypische Modelle zur Realisierung eines gemeinschaftlichen Wohnbauprojektes heraus.<br />
Beim „Bottom-Up-Modell“ steuert eine Bewohnergruppe, oft unterstützt durch Architekten, die Planung und Realisierung des gemeinschaftlichen Wohnprojekts weitgehend selbst. Die Tradition dieses Modells geht bis in die 1970er Jahre zurück. Außerhalb von Wien werden selbstorganisierte Gemeinschaftsprojekte meist im Wohnungseigentum realisiert. Aber auch in der Hauptstadt finden sich aktuelle Eigentumsprojekte, wie „Grätzelmixer“ am Hauptbahnhof und „Seeparq“ in der Seestadt Aspern. Die Bewohner bilden eine solidarische Wertegemeinschaft, die sich bewusst nicht gegenüber der unmittelbaren Nachbarschaft abgrenzen möchte. Zudem ist ihnen volle Selbstverwaltung ein wichtiges Anliegen. Jedoch stellen Bottom-Up-Projekte durch hohe zeitliche Ressourcen und finanzielles Risiko überdurchschnittlich hohe Anforderungen an alle Beteiligten.</p>
<p>Diese Erkenntnis hat zur Gründung erster Trägerverbände für selbstorganisierte Wohnprojekte geführt wie die „Wohnprojekte-Genossenschaft (Die WoGen)“ oder den stärker ideologisch ausgerichteten „Dachverband habiTAT”, welcher durch Crowdlending – Kredit von Privat an Privat – lokale Projektgruppen unterstützt. Die schwierige Anfangsphase in selbstorganisierten Wohnprojekten führt weiters dazu, dass Gruppen sich den etablierten gemeinnützigen Bauträgern zuwenden, um das finanzielle Risiko zu minimieren und den Ablauf des Gesamtprojekts zu professionalisieren.</p>
<h5>Das Partnerschaftsmodell</h5>
<p>Bei diesem Modell plant und realisiert eine Gruppe, oft als Bewohnerverein organisiert, das gemeinschaftliche Wohnprojekt gemeinsam mit einem gemeinnützigen Bauträger. Dieser finanziert die Baukosten, bleibt meist Eigentümer des Wohnobjekts und vermietet es mit Kaufoption an die Bewohner. Wie beim Baugruppen-Projekt „Pegasus” in der Seestadt Aspern ermöglicht die Zusammenarbeit mit dem Bauträger den Zugang zum Grundstück und Wohnbaufördermitteln, was sich positiv auf die Leistbarkeit und soziale Durchmischung des Projekts auswirkt. Die Gemeinde Wien hat durch den Fokus auf soziale Nachhaltigkeit in Bauträgerwettbewerben Anreize für Gemeinnützige geschaffen, sich im Markt des gemeinschaftlichen Wohnens zu engagieren. Andererseits nimmt die Gemeinde als Fördergeber Einfluss auf die Zusammensetzung der Bewohnerschaft.</p>
<p>Dies kann zu Problemen führen, wenn bereits eine kohäsive Bewohnergruppe besteht, die durch gleiche Werte verbunden ist. Wie die Cohousing-Projekte „Pomali“ und „Lebensraum“ in Niederösterreich zeigen, kommt es beim Partnerschaftsmodell auf eine tragfähige persönliche Beziehung zwischen dem Bauträger und der Bewohnergruppe an. Letztere agiert bei der Auswahl von Nachmietern weitgehend autonom, damit das Gemeinschaftsprojekt sein Potential entfalten kann. Wesentliche Verwaltungsaufgaben können von den Bewohnern selbst organisiert werden, die sich stark mit ihrem Wohnprojekt identifizieren. Daher ist ihnen ein guter Erhaltungszustand wichtig und der Bauträger hat verlässliche Mieter. Ein Wiederverwertungsrisiko für Wohnungen in Gemeinschaftsprojekten konnte bisher empirisch nicht belegt werden. Ganz im Gegenteil gibt es bei den bisher untersuchten Projekten in Österreich meist längere Wartelisten.</p>
<h5>Wohnen als Komplettangebot</h5>
<p>Bei diesen Top-down-Projekten des gemeinschaftlichen Wohnens wird das Projekt vom gemeinnützigen Bauträger in Zusammenarbeit mit Experten für dieses Marktsegment konzipiert und realisiert. Es bietet Bewohnern, die nach Gemeinschaft und verlässlicher Nachbarschaft suchen, ein Mehr an frühzeitigen Möglichkeiten zur Partizipation in einem vorgegebenen Rahmen als dies üblicherweise von Bauträgern im sozialen Wohnbau angeboten wird. Aktuelle Beispiele sind das Projekt „so.vie.so“ beim Hauptbahnhof in Wien oder das Generationenwohnen in der „Rosa Zukunft“ in der Stadt Salzburg. Beide Projekte sind in Programme zur Quartiersentwicklung eingebettet und haben jeweils über 100 Wohneinheiten, sowie unterschiedliche Gemeinschaftsräume.</p>
<h5>Chancen für die Zukunft</h5>
<p>Bei diesen Top-down-Projekten kommt es umso mehr auf das Know-how von externen Dienstleistern für Moderation und Schnittstellenkommunikation an, die zu einer ökonomischen Abwicklung beitragen können. Ziel der Begleitung ist, dass die Bewohner eine gewisse Eigenverantwortung übernehmen und so auch Probleme selbst lösen.</p>
<p>Mit gemeinschaftlichen Wohnmodellen können vielfältige Aspekte des Sozialen im Wohnbau stärker betont werden – von der funktionierenden Nachbarschaft bis hin zu integrativen Leistungen für ältere Menschen und sozial Benachteiligte. Die Bewohner öffnen Gemeinschaftsflächen für Externe und so entsteht neue soziale Infrastruktur im Ort oder Grätzel&#8230;</p>
<p><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2018/12/Gemeinschaftliche-Wohnmodelle-als-Chance.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a></p>
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