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	<title>Quartier Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<description>Fakten und Lösungen für Profis, Wohnungswirtschaft, Fachmagazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Jan 2023 16:59:41 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Quartier Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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		<title>Silvester-Krawalle – Populistische Forderungen aus der Politik lösen die Probleme nicht – Soziale Vermieter werden in den Quartieren zu oft allein gelassen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2023 11:45:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[heute.]]></category>
		<category><![CDATA[heute. Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Breitner]]></category>
		<category><![CDATA[heute. Ausgabe 172]]></category>
		<category><![CDATA[Integration]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die am Gemeinwohl orientierten Vermieter Norddeutschlands sehen in den Ausschreitungen an Silvester in deutschen Städten die Spitze des Eisbergs und sorgen sich um den sozialen Frieden in den norddeutschen Wohnquartieren. „Die Krawalle an Silvester sind lediglich die Spitze des Eisbergs“, sagt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Die sozialen Vermieter haben in Teilen [&#8230;]</p>
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<p>Die am Gemeinwohl orientierten Vermieter Norddeutschlands sehen in den Ausschreitungen an Silvester in deutschen Städten die Spitze des Eisbergs und sorgen sich um den sozialen Frieden in den norddeutschen Wohnquartieren.</p>



<p>„Die Krawalle an Silvester sind lediglich die Spitze des Eisbergs“, sagt <strong>Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW)</strong>. „Die sozialen Vermieter haben in Teilen ihrer Quartiere mit Armut, Ausgrenzung und sozialer Perspektivlosigkeit zu tun. Es bilden sich Parallelgesellschaften mit eigenen Treffpunkten, Supermärkten und Sportvereinen. Zudem treffen in unseren Wohnvierteln oftmals unterschiedliche Kulturen aufeinander, was zu mehr Konflikten führt. In unseren Quartieren sollen reich und arm, jung und alt, krank und gesund, deutsch und nicht deutsch friedlich zusammen leben. Das wird immer schwieriger. Leider werden soziale Vermieter zu oft mit diesen Problemen allein gelassen.“</p>



<p>VNW-Unternehmen steckten Jahr für Jahr vielen Millionen Euro in die Entwicklung ihrer Wohnquartiere und die Sozialarbeit vor Ort, so Andreas Breitner weiter. „Dennoch müssen sie erleben, dass ein kleiner Teil der Bewohner für Unfrieden sorgt. Darüber nicht sprechen zu wollen, erinnert mich an ein kleines Kind, das die Hände vor die Augen hält und glaubt, es wird nicht mehr gesehen.“</p>



<p>Die Forderung nach einem Böllerverbot oder Hetze gegen Ausländer würden die Probleme nicht lösen, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner weiter. „Es fliegen nicht nur Böller, sondern auch Steine. Es knallt, aber es brennt auch. Ja, die Gewaltexzessen sind Ausdruck fehlender Integration der Gewalttäter. Und ja: Wir erreichen einen Teil von ihnen nicht (mehr). Jetzt reflexartig zu fordern, dass der Staat mehr ‚harte Kante‘ zeigen müsse, ist die immer gleich Reaktion auf die immer gleichen Aktionen.“</p>



<h2>Pauschale Verdächtigungen haben die differenzierte Analyse abgelöst</h2>



<p>Besonders ärgerlich sei, dass populistische Politikerinnen und Politiker so tun, als hätte das alles kaum etwas mit ihnen zu tun, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „Längst haben pauschale Verdächtigungen und Behauptungen die differenzierte Analyse der gesellschaftlichen Probleme abgelöst. Polizistinnen und Polizisten wird eine rechte Gesinnung unterstellt, die Gewalt fördere. Migrantinnen und Migranten wiederum werden pauschal als kriminell eingeordnet. Beides entspricht nicht der Lebenswirklichkeit. Das sind Verunglimpfungen, die Vermieter kennen, wenn sie als ‚gierig‘ beschimpft werden.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote">
<p>„Besser wäre es, sie würden die bisherigen Integrationskonzepte auf den Prüfstand stellen. Was läuft schief? Warum läuft es schief? In welchen Ländern läuft es warum besser? Das sind jetzt die Fragen, die Politik sich stellen muss.“</p>
<cite>VNW-Direktor Andreas Breitner</cite></blockquote>



<p>Wer so etwas tue, der müsse sich nicht wundern, dass vor allem junge Menschen – und zwar unabhängig von ihrer Herkunft – sich von Staat und Politik abwendeten und sich unter ihnen die Überzeugung breit mache: „Hilf‘ die selbst, denn dich hört niemand.“ Die eigene Familie oder die soziale Bezugsgruppe werde so zur „entscheidenden Instanz“ bei der Bewertung von Verhalten – und dabei stehe die demonstrative Ablehnung von Staat und Gesellschaft in der Bewertungshierarchie ganz oben.</p>



<h2>Integrationskonzepte müssen auf den Prüfstand</h2>



<p>Nicht selten würden die Gewaltexzesse jetzt von Politikerinnen und Politiker beklagt, die seit vielen Jahren politische Verantwortung tragen würden, sagt Mehr von dem Alten bedeutet lediglich einen hohen gesellschaftlichen Preis zu zahlen.“</p>



<p>Zu dieser Analyse gehört nach den Worten von Andreas Breitner auch, sich von populistischen Forderungen im Bereich der Wohnungspolitik zu verabschieden. Eine schwammige neue Gemeinnützigkeit oder Enteignungsphantasien schafften nicht eine neue Wohnung und änderten nichts an den schwierigen Verhältnissen in Problemquartieren. „Wir brauchen keinen wohnungspolitischen Aktionismus, sondern wollen bezahlbare Mieten garantieren und uns um den sozialen Frieden in den Quartieren kümmern.“</p>



<p>„Wir brauchen keine Debatte über die Herkunft der Täter in der Berliner Silvesternacht. Die steht fest“, so Breitner weiter. „Wir brauchen eine ideologiefreie Debatte über eine friedliche Kultur der Verschiedenheit. Die bei uns lebenden Menschen werden in einer offenen Gesellschaft immer verschieden sein. Nur wie gelingt es, ein friedliches Miteinander zu gewähren? Dazu brauchen wir Antworten &#8211; und hier liefern die politisch Verantwortlichen viel zu wenig.“</p>



<p>„Wer sich mit diesem Thema überfordert fühlt, sollte es nicht als überflüssig von sich weisen“, sagt der VNW-Direktor. „Die norddeutschen Vermieter stellen sich der Debatte und stehen in ihren Quartieren für die Umsetzung bereit. Der Dialog darüber muss aber politisch gewollt sein.“</p>



<p><strong>Oliver Schirg</strong></p>



<p><a href="http://www.vnw.de">www.vnw.de</a></p>
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		<title>Farbpalette der Generationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2022 17:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Aspern]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrgenerationenwohnen]]></category>
		<category><![CDATA[PraxisCheck]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2022]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS Akademie]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Quartier Am Seebogen werden Alt und Jung ebenso gemischt wie Wohnen und Nicht-Wohnen. Nach manchen Startschwierigkeiten ist man nun auf einem guten Weg, zeigte ein Praxis-Check der Wohnen Plus Akademie. — MAIK NOVOTNY Auch an einem nebligen Herbsttag leuchten die Baufelder G12A, G12B und G13C in der Seestadt Aspern heraus. Lila, Grün, Cappucinobeige, dazwischen [&#8230;]</p>
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<p>Im Quartier Am Seebogen werden Alt und Jung ebenso gemischt wie Wohnen und Nicht-Wohnen. Nach manchen Startschwierigkeiten ist man nun auf einem guten Weg, zeigte ein Praxis-Check der Wohnen Plus Akademie. <br>— MAIK NOVOTNY</p>



<p>Auch an einem nebligen Herbsttag leuchten die Baufelder G12A, G12B und G13C in der Seestadt Aspern heraus. Lila, Grün, Cappucinobeige, dazwischen als froschgrüne Linie die Trasse der U2. Nicht nur farblich sind die in den vergangenen zwei Jahren bezogenen Bauten besonders, auch in der Programmatik: Sie kombinieren konventionelle mit gemeinschaftlichen Wohnformen und mit anderen Nutzungen. Farbauftakt: Lila. Hier ist der Verein Kolokation am Seebogen, kurz: kolok:as, zu Hause. Er ist die zweite Umsetzung einer Idee der Architektin Freya Brandl und ihres Kollegen Peter Bleier. 2013 hatten sie den Verein kolokation- gemeinsam urban wohnen im Sonnwendviertel gegründet. </p>



<p>„Die Idee von Kolokation ist: Man versucht, die Alten aus ihren großen Wohnungen herauszulocken und in kleineren Wohnungen in der Nähe unterzubringen. Man hat dadurch nicht eine so große Veränderung, dass man die vertraute Umgebung und die Freunde verliert. Ich selbst bin aus einem Reihenhaus in Mauer in das Projekt im Sonnwendviertel gezogen, von 120 auf 54 Quadratmeter. Wenn ich in die alte Gegend zurückfahre, wird’s mir warm ums Herz, das war Heimat. Wenn ich zurückkomme in die kleine Zweizimmerwohnung, ist die eingerichtet und schaut aus wie vorher. Ich habe da also auch meine Heimat. Wenn ich rausschaue: Stadtentwicklungsgebiet. Das ist für mich aufregend. Es gibt die Zukunft, die mich herausfordert, aber ich habe auch einen Rückzugsbereich“, lacht Freya Brandl. </p>



<p>Stadtentwicklung soweit das Auge reicht: Die Baufelder am Seebogen im Westen und Norden werden gerade planiert und warten auf den Anschluss der Stadtstraße. Im Osten hat sich der Elinor- Ostrom-Park und der Motorikpark unter der froschgrün angemalten Betontrasse der U2 vom ersten Moment an zur Lebensader des Quartiers entwickelt. Es wird gespielt, geturnt, gerannt, geklettert. Alles von 0 bis 90 ist hier zu Hause. Auch ein Signal, dass man versucht, nicht dieselben Fehler wie viele neue Wohnsiedlungen der Vergangenheit zu machen: Eine homogene Gruppe Erstbewohner, alles junge Familien, die im Gleichschritt altern. Spätestens, wenn dann die Kinder erwachsen werden und ausziehen, kippt die Quartiers-Demografie Richtung Seniorenheim.</p>



<h2>Profit für alle</h2>



<p>Dabei können von einer Mischung der Generationen alle nur profitieren, ist Freya Brandl überzeugt: „Viele Ältere haben Zeit, sie reparieren gerne, helfen bei kleinen Jobs, geben Hinweise. Es gibt so viele Möglichkeiten, diese Potenziale für die Stadt zu nutzen. Man darf ihnen eben nicht Knüppel zwischen die Füße werfen!“</p>



<p>Denn die Realisierung der zweiten Kolokation war trotz des Erfolgs der ersten keineswegs einfach. Das Viererteam aus Freya Brandl, Peter Bleier, Erich Kolenaty und Architekt Christian Kronaus, welches sowohl die Gruppe, Mischung, die Kommunikation mit Bauträger Schwarzatal und die Finanzierung koordinierte, wurde weitgehend unbezahlt und mit hohem Risiko zum „Kümmerer“ für alles. </p>



<p>Insgesamt 42 Wohneinheiten wurden schließlich realisiert, davon 22 Wohneinheiten für Personen ab 50, vier für Alleinerziehende und 16 zur Vergabe über die Wohnberatung Wien; im Erdgeschoß die Tagesstätte von „Jugend am Werk“ inklusive Café. Eine Herausforderung, die viele Wohngruppen meistern müssen, ist die Integration von Bewohnern, die über den Wohnservice zugeteilt werden.</p>



<h2>Strikte Regelwerke</h2>



<p>„Der Wohnservice leistet eine wichtige Arbeit, aber das Regelwerk von Anmeldung und Auswahl ist sehr strikt“, klagt Freya Brandl. „Wir haben gesagt, wir machen ein Festl und reden mit den Neu-Bewohnern, damit sie sich informieren. Das hat dann aufgrund der Pandemie nicht funktioniert, also haben die Leute ein Schreiben bekommen, wo einfach drinstand, dass das ein Gemeinschaftsprojekt ist. Alle waren engagiert, aber das strikte Regelwerk bremst das aus. Man hätte die Leute früher zu uns schicken können.“ </p>



<p>Heute lebt man, nach den besonderen Schwierigkeiten des gegenseitigen Kennenlernens während der Pandemie, über ein Jahr im lila Haus zusammen. Glücklich, aber nicht ohne Probleme, wie kolok:as-Leiterin Ruth Bartussek erzählt. „Der Gemeinschaftsraum hier im Dachgeschoß, für den wir alle zahlen, ist zwar toll, aber wird wenig genutzt. Vermieten dürfen wir ihn nicht, daher ist das eine große finanzielle Belastung.“ </p>



<p>Die Gruppe selbst ist zusammengewachsen, doch auch diese persönliche Nähe hat Konsequenzen: „Es entstehen enge Bindungen, und es wird manchmal sogar fast zu viel“, sagt Freya Brandl. „Gut, dass eine erfahrene Person wie Ruth hier im kolok:as zuständig ist, die das schaffen kann. Wir hatten leider schon Todesfälle in der Bewohnergruppe. Das ist eine schwere Last, es ist wie in einer Familie. Das ist dann nicht mehr Wohnen. Das ist Leben.“</p>



<h2>Unternehmerisches Risiko</h2>



<p>Dass das Persönliche zu viel Auf und Ab führt, hat man auch beim grünen Nachbarn, dem Wohnprojekt Leuchtturm Seestadt (Bauträger: Schwarzatal, Architektur: einszueins architekten), erfahren. Hier gab es aus finanziellen, förderrechtlichen und privaten Gründen, wie Micha Schober von realitylab resümiert, im Prozess eine solche Fluktuation, dass letztendlich niemand von der Pioniergruppe eingezogen ist&#8230;</p>



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		<item>
		<title>Klimaschutz, Klimaanpassung, Mobilität und Wohnraumversorgung im Quartier &#8211; „Ramersdorf Süd“ in München wird bis 2035 klimaneutral</title>
		<link>https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/klimaschutz-klimaanpassung-mobilitaet-und-wohnraumversorgung-im-quartier-ramersdorf-sued-in-muenchen-wird-bis-2035-klimaneutral/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=klimaschutz-klimaanpassung-mobilitaet-und-wohnraumversorgung-im-quartier-ramersdorf-sued-in-muenchen-wird-bis-2035-klimaneutral</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2022 15:49:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[heute.]]></category>
		<category><![CDATA[AG168]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In einem zukunftsweisenden Projekt wollen die GEWOFAG und die Stadt München die Siedlung „Ramersdorf Süd“ zu einem klimaneutralen Quartier weiterentwickeln. Mieter*innen profitieren von der geplanten Stärkung der Quartiersmitte und attraktiven Freiflächen. Auch flexible Mobilitätsangebote sollen den Alltag der Anwohnenden bereichern. Die GEWOFAG-Siedlung „Ramersdorf Süd“ zwischen Rosenheimer Straße, Wageneggerstraße, Wilramstraße, Laibacher Straße und Claudius-Keller-Straße entstand in [&#8230;]</p>
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<p>In einem zukunftsweisenden Projekt wollen die GEWOFAG und die Stadt München die Siedlung „Ramersdorf Süd“ zu einem klimaneutralen Quartier weiterentwickeln. Mieter*innen profitieren von der geplanten Stärkung der Quartiersmitte und attraktiven Freiflächen. Auch flexible Mobilitätsangebote sollen den Alltag der Anwohnenden bereichern.</p>



<p>Die GEWOFAG-Siedlung „Ramersdorf Süd“ zwischen Rosenheimer Straße, Wageneggerstraße, Wilramstraße, Laibacher Straße und Claudius-Keller-Straße entstand in den Jahren 1949 bis 1965. Das Quartier mit seinen 916 Wohneinheiten hat großes energetisches Modernisierungspotenzial. Gerade im Hinblick auf die Erreichung der Klimaziele der Landeshauptstadt München besteht deshalb Handlungsbedarf.</p>



<p>Ein interdisziplinäres Team aus Expert*innen der Energieplanung, Stadtplanung und Architektur, Landschaftsarchitektur sowie der Mobilitäts- und Verkehrsplanung erstellt momentan ein integriertes Quartierskonzept. Dieses soll konkret aufzeigen, wie die Siedlung zu einem klimaneutralen und klimaresilienten Quartier mit Vorbildcharakter entwickelt werden kann. Im Fokus stehen hier etwa die Nutzung regenerativer Energien, Artenschutz, Wassermanagement und ein ganzheitliches Verkehrs- und Mobilitätskonzept.</p>



<h2>Klimabewusste Optimierungen</h2>



<p>„Mit diesem Pilotprojekt leistet die GEWOFAG nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035. Insbesondere sollen die Entwicklungsmaßnahmen unseren Mieterinnen und Mietern vor Ort zugutekommen. Deren Wohnqualität wird sich durch die klimabewussten Optimierungen enorm steigern“, betont Dr. Klaus-Michael Dengler, Sprecher der GEWOFAG-Geschäftsführung.</p>



<h2>KfW Förderprogramm 432</h2>



<p>Eine Besonderheit des innovativen Gemeinschaftsprojekts: Ramersdorf Süd ist stadtweit die erste Siedlung, für die Gelder unter den neuen Förderbedingungen des Förderprogramms der KfW 432 für Klimaschutz, Klimaanpassung, Mobilität und Wohnraumversorgung im Quartier über die Landeshauptstadt München bewilligt wurden. Auch die Landeshauptstadt selbst bezuschusst das Quartierskonzept&#8230;</p>



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		<item>
		<title>Komplexes Grün</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 18:16:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Begrünung]]></category>
		<category><![CDATA[Fassadenbegrünung]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Urban farming]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 2-2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Begrünungsmarkt boomt und das Halbwissen ist groß. Planer, Bauträger oder Hausverwalter sind auf der einen Seite angehalten und auch bereit, klimasensibel zu agieren. Andererseits ist die Gefahr groß, der Verlockung einfacher Rezepte zu erliegen, was in einer vielschichtigen Materie auch zu Kollateralschäden führen kann.FRANZISKA LEEB Balkontröge und Hochbeete sind aus den Ausstattungsprogrammen des (geförderten) [&#8230;]</p>
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<p>Der Begrünungsmarkt boomt und das Halbwissen ist groß. Planer, Bauträger oder Hausverwalter sind auf der einen Seite angehalten und auch bereit, klimasensibel zu agieren. Andererseits ist die Gefahr groß, der Verlockung einfacher Rezepte zu erliegen, was in einer vielschichtigen Materie auch zu Kollateralschäden führen kann.<br>FRANZISKA LEEB</p>



<p>Balkontröge und Hochbeete sind aus den Ausstattungsprogrammen des (geförderten) Wohnbaus nicht mehr wegzudenken und oft reicht das Angebot noch viel weiter. Wie zum Beispiel in der Siedlung „Erlaaer Flur“ am Helene- Thimig-Weg in Wien Liesing, wo neben einem großen Gemeinschaftsgarten in jeder der fünf Wohnanlagen reichlich Möglichkeit zur gärtnerischen Betätigung besteht. „Urban Gardening zählt ob des hohen gemeinschaftlichen Charakters zu jenen Angeboten, die sehr gut von der Bewohnerschaft angenommen werden“, weiß Lukas Oberhuemer von wohnbund:consult, der dort der Hausgemeinschaft der wabe23 (Bauträger BWSG, Arch. </p>



<p>Treberspurg &amp; Partner, Landschaft: Green4Cities, Plansinn) u.a. Starthilfe beim gemeinsamen Gärtnern leistete. Die Freizeitgestaltung inklusive Nachbarschaftspflege sei eher ein Motiv zum Garteln als die Selbstversorgung oder die Weltverbesserung. „Wenn sich Zeit genommen wird, Strukturen langsam aufzubauen, hat das gärtnerische Engagement länger Bestand und dann ist es auch möglich, der Bewohnerschaft Verantwortung für das gemeinsame Grün zu übertragen.“ </p>



<p>Viel hänge auch am Konzept und dem Herzblut, das darin steckt, wie sehr die Bauträger über das Angebot informieren und wie attraktiv der Freiraum im Allgemeinen sei. Oftmals werde auf den letzten paar Metern an Sitzgelegenheiten und Aufenthaltsplätzen gespart, Details, die für das tägliche Wohnen einen enormen Unterschied machen. </p>



<p>Vorbildhaft ist die Wohnhausanlage MGG22 am Mühlgrundweg (Bauträger Neues Leben und M2plus, Architekten Charamza, Sophie und Peter Thalbauer, Thaler Thaler, Freiraum: Rajek Barosch), wo sich das Thema „Essbare Stadt“ über sämtliche Freiflächen zieht und der vom Verein „Stadtgemüse ²²“ betriebene 2.500 Quadratmeter große Gemeinschaftsgarten auch der Nachbarschaft außerhalb der Anlage zur Verfügung steht. „Urban Gardening ist ein Trend, der Gutes bewirkt und eine einfache Maßnahme, um sozialen Mehrwert zu erzeugen“, so Oberhuemer. Damit es ein ernstzunehmender Beitrag gegen die Überhitzung wird, müsse aber noch mehr passieren, da stecke unter anderem noch viel Potenzial in der vertikalen Begrünung oder in Biodiversitätsflächen. </p>



<p>Ein Versuch, mehr zu tun, ist es, Maßnahmen aufeinander abzustimmen und zum Beispiel extensiv begrünte Retentionsdächer, ober- und unterirdische Pflanzbeete, offene Rinnensysteme und Sickermulden der Überhitzung und Austrocknung der Stadt entgegenzuwirken. Erstmals im Wiener geförderten Wohnbau durchgeführt wurde dies 2016 beim Wohnpark Süßenbrunner Straße der Siedlungsunion.</p>



<h2>Grüne Fassaden</h2>



<p>Als probates Mittel gegen städtische Hitzeinseln gelten neben Dachbegrünungen zunehmend Fassadenbegrünungen, für die einige Städte kostenlose Beratung und finanzielle Zuschüsse bereitstellen. Wien macht dafür maximal 5.200 Euro locker, Linz bis zu 15.000 Euro. Bis Gebäudeklasse 3 sei es relativ einfach, vertikal zu begrünen, sofern man bestimmte Voraussetzungen beachtet, meint Architekt Gerhard Huber, dessen Büro Rataplan sich mit einer Reihe an Vertikalbegrünungen an Bestandsbauten eine große Expertise erarbeitet hat. </p>



<p>Soll das Grün höher ranken, werde es kompliziert, nicht zuletzt aus Brandschutzgründen. In jedem Fall gelte es, zunächst die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen zu klären. Die statischen Aspekte werden oft unterschätzt und an Windlasten könne einiges zusammenkommen. Der Außenwandaufbau ist zu berücksichtigen und auch Platz, um den Pflanzen ausreichend Wurzelraum zu geben, damit sie wachsen können&#8230;</p>



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		<title>Klimagerechte Qualitätsentwicklung? Ja, das geht: Am Kempelenpark!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 15:23:28 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 2-2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Alle reden von mehr Begrünung – aber noch passiert viel zu wenig. Die Begrünung einzelner Projekte geht zu wenig weit, um nachhaltige Wirkungen für Klima und Bewohner zu erzielen, muss ganzheitlich gedacht werden! Das Projekt „lieBeKlima“ zielt auf die Umsetzung eines liegenschafts- und systemübergreifenden Begrünungskonzeptes für das Quartier „Am Kempelenpark“ in Favoriten, Wien ab. Dabei [&#8230;]</p>
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<p>Alle reden von mehr Begrünung – aber noch passiert viel zu wenig. Die Begrünung einzelner Projekte geht zu wenig weit, um nachhaltige Wirkungen für Klima und Bewohner zu erzielen, muss ganzheitlich gedacht werden! Das Projekt „lieBeKlima“ zielt auf die Umsetzung eines liegenschafts- und systemübergreifenden Begrünungskonzeptes für das Quartier „Am Kempelenpark“ in Favoriten, Wien ab. Dabei kommt ein neuartiger, identitätsstiftender Partizipationsprozess und eine umfassende Qualitätssicherung zur Anwendung. </p>



<p>Der Fokus liegt auf einem integralen Begrünungskonzept, das mit einem übergeordneten Wassermanagement und einem Plus-Energie- Konzept verschränkt wird. Es werden konkrete und messbare Qualitätsziele sowohl bauplatzübergreifend als auch für die einzelnen Baufelder definiert. Diese Angaben sollen in die Auslobungsunterlagen der Architekturwettbewerbe eingepflegt werden und im anschließenden Qualitätsbeirat des wohnfonds_wien zur Qualitätssicherung beitragen. </p>



<p>Die Entwicklung neuer Stadtquartiere erfordert die Integration unterschiedlicher Systemebenen: Neben dem sichtbaren, gebauten Raum sind auch die Aspekte Grün-und Freiräume, Energieversorgung, Kühlung und Wärme, Wasser und Abwasserversorgung, soziokulturelles Leben, die lokale Wirtschaft und nicht zuletzt auch die CO2-Produktion und klimatische Effekte von großer Bedeutung. Um der Komplexität der Aufgabe gerecht zu werden, kommen im Projekt „Am Kempelenpark“ nachstehende Methoden und Prozesse zur Anwendung. </p>



<p><strong>Qualitätssicherung</strong>: Der entscheidende Faktor für das Gelingen eines neuen Stadtquartiers ist, dass die zentralen Qualitäten frühzeitig, verbindlich und baufeldübergreifend festgelegt werden und zum Rahmen für die weitere Quartiersentwicklung werden. Am Kempelenpark erfolgte diese Rahmensetzung durch den städtebaulichen Vertrag und die Flächenwidmung, die zur Grundlage eines Qualitätssicherungsprozesses werden, wobei im Falle dieses Projekts der neu geschaffene Qualitätsbeirat des wohnfonds_wien zum Einsatz kommt. Der Prozess verspricht nicht nur die Hebung von urbanen Qualitäten in der Quartiersentwicklung, die insbesondere den zukünftigen Bewohnern zugutekommen. Durch die Koordination der Dienststellen und Fachplaner sollen die Abstimmungen zudem rascher und „integraler“ durchgeführt werden und Behördenverfahren schneller abgewickelt werden können. (siehe <a href="http://www.wohnfonds. wien.at/qsb">http://www.wohnfonds. wien.at/qsb</a>) </p>



<p><strong>Integrale Planung</strong> bedeutet, dass unterschiedliche Systeme und Planungsdomänen zusammen betrachtet und koordiniert werden, um übergeordnete Ziele zu erreichen. Im Falle des Projekts LieBeKlima beim Projekt „Am Kempelenpark“ sind dies die Systemebenen „Begrünung von Freiräumen und Bauwerken“, „Regen- und Grauwasser“ und „Energie“. Die übergeordneten Ziele sind u. a.: CO2-Reduktion, Schutz vor sommerlicher Überhitzung, sorgsamer Umgang mit Wasser und die Schaffung eines Plus-Energie-Quartiers.</p>



<p>Noch vor dem Architekturwettbewerb werden die Wechselbeziehungen zwischen den genannten Systemen untersucht, um daraus Anforderungen für die einzelnen Gebäude und Freiflächen abzuleiten. (z. B. Wo werden Sonden für Geothermie gesetzt? Wo wird das Wasser für die Fassadenbegrünung gewonnen bzw. gesammelt? Wo wird Wärme (rück-)gewonnen und wie wird sie im Quartier transportiert?)&#8230;</p>



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		<title>Neue Ideen, neues Bauland &#8211; Kaiserslautern: Fritz-Walter- Stadion wurde Mittelpunkt eines Stadtquartiers</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 May 2022 21:14:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[technik.]]></category>
		<category><![CDATA[Kaiserslautern]]></category>
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		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
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		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Technik AG121]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lässt nicht nur das Fußballherz höherschlagen: In Kaiserslautern könnte das Fritz-Walter-Stadion schon bald den Mittelpunkt eines neuen Stadtquartiers bilden. Denn Teile der Flächen in und um die Sportarena können auch außerhalb der Spielzeiten gut genutzt werden – etwa zum Wohnen, Einkaufen und Arbeiten. Das deutschlandweit einzigartige Konzept ist für Vereine, Kommunen und Investoren äußerst verlockend. [&#8230;]</p>
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<p>Lässt nicht nur das Fußballherz höherschlagen: In Kaiserslautern könnte das Fritz-Walter-Stadion schon bald den Mittelpunkt eines neuen Stadtquartiers bilden. Denn Teile der Flächen in und um die Sportarena können auch außerhalb der Spielzeiten gut genutzt werden – etwa zum Wohnen, Einkaufen und Arbeiten. Das deutschlandweit einzigartige Konzept ist für Vereine, Kommunen und Investoren äußerst verlockend. </p>



<p>Das Frankfurter Team des auf Bau und Immobilen spezialisierten Beratungsunternehmens Drees &amp; Sommer SE mit Hauptsitz in Stuttgart erarbeitete einen Masterplan für das neue Viertel am Betzenberg. Die weitere Quartiersentwicklung erfolgt unter anderem über Workshops und Veranstaltungen für Bürger:innen.</p>



<p>Mit den umgestalteten Nutzungsmöglichkeiten des Fritz-Walter-Stadions könnte bald ein multifunktionaler Stadtteil auf dem Betzenberg entstehen, der die Spielstätte in jeder Hinsicht bereichert. „Tradition braucht Zukunft. Mit der erweiterten Nutzung des Stadionareals könnten wir einen Platz schaffen, an dem nicht nur der FCK, sondern auch das Leben spielt“, sagt Dr. Klaus Weichel, Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern. Nach den vorläufigen Plänen der Stadt enthält der Bereich rund um das Stadion Wohnanlagen mit Einrichtungen für Senioren, eine Kindertagestätte und ein Ärztehaus. Bewegung spielt weiterhin eine wichtige Rolle: Ein „Haus des Sports“ soll Raum für Physiotherapie, Sportschulen, Vereine, eine Sport- Akademie sowie Veranstaltungen bieten. </p>



<p>Auch ein Rehazentrum oder eine Yogaschule sind in der Einrichtung möglich. Gegenüber dem Stadion sind Veranstaltungsflächen, ein Hotel und ein Spa geplant. Genauso sind Büroräume, Hochgaragen und Gastronomien im neuen Viertel vorgesehen. Geschosswohnungen und Stadtvillen sollen Wohnraum am Quartiersrand bieten. Moderne Co-Working-Spaces und Start-up-Locations könnten in der Südtribüne oder im Logenturm direkt am Stadion realisiert werden. Zusätzliche Containermodule ermöglichen eine kurzfristige und günstigere Nutzung.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="750" height="415" src="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/05/Wowi-technik-ag-121-karlsruhe-neues-bauland-2.jpg" alt="" class="wp-image-38938" srcset="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/05/Wowi-technik-ag-121-karlsruhe-neues-bauland-2.jpg 750w, https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/05/Wowi-technik-ag-121-karlsruhe-neues-bauland-2-300x166.jpg 300w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px" /><figcaption>Platz für kreative Ideen: Mit dem Umbau entstehen Räume für Start-ups direkt am Stadion. ©Drees &amp; Sommer SE</figcaption></figure>



<p>„Das Fritz-Walter-Stadion bietet viele ungenutzte Räume und Flächen, vor allem in der Ost- und Südtribüne, die auch den Spielbetrieb und die Zuschauerränge in keiner Weise tangieren“, bemerkt der Oberbürgermeister. Dr. Stefan Weiler, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Stadt und Landkreis Kaiserslautern (WFK), erklärt: „Wenn wir die Zukunft nach Kaiserslautern holen wollen, dann brauchen wir attraktive Räume für kreative Ideen. Deshalb ist das Stadion das optimale Zuhause für junge Unternehmen und das Areal bietet Möglichkeiten für Wohnraum. Ein Stadion ist kein Gebäude wie jedes andere. Mit diesem Umbaukonzept positioniert sich die Stadt als echter Innovationsträger.“</p>



<h2>Lebhafte Quartiere kurbeln die Wirtschaft an</h2>



<p>Die vorgesehenen Stadtentwicklungsmaßnahmen in und um das Stadion beleben nach deren Umsetzung den Betzenberg nicht nur, sondern stellen auch die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit des Stadions sicher und entlasten die Kommune finanziell. Thomas Hengen, Geschäftsführer Sport beim 1. FC Kaiserslautern, sagt: „Allein Corona hat gezeigt, dass eine zu große wirtschaftliche Abhängigkeit von den Zuschauerzahlen im Stadion die Vereine wirtschaftlich unter Druck setzen kann&#8230;</p>



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		<title>In Grätzln denken ist die Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 19:07:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Raumplanung]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 1-2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war schon einmal „in“ – und es ist wieder „in“: in Grätzln denken, weg von Einzelprojekten hin zu Stadtteilquartieren, die mehr als nur Wohnraum bieten. Für den Bauträger Wien-Süd ist das Denken in Grätzln ein ganz normaler Planungsansatz.GISELA GARY Wohnbauforscher predigen es schon lange: Für die soziale Durchmischung in einem neuen Stadtteil ist ein [&#8230;]</p>
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<p>Es war schon einmal „in“ – und es ist wieder „in“: in Grätzln denken, weg von Einzelprojekten hin zu Stadtteilquartieren, die mehr als nur Wohnraum bieten. Für den Bauträger Wien-Süd ist das Denken in Grätzln ein ganz normaler Planungsansatz.<br>GISELA GARY</p>



<p>Wohnbauforscher predigen es schon lange: Für die soziale Durchmischung in einem neuen Stadtteil ist ein möglichst breites und ausgewogenes Angebot an Wohnungen und Infrastruktur erforderlich. Das bedeutet einen Mix an leistbaren Wohnungen, Sonderwohnformen wie begleitetes Wohnen, Wohngemeinschaften, Studentenwohnungen, Kurzzeitwohnungen und Eigentumswohnungen. Die Wohnform reicht im Idealfall vom Reihenhaus bis zum „Penthouse“. Auch in der Vertragsausbildung ist eine Diversität von Miete und Eigentum sowie gefördert und frei finanziert erforderlich. </p>



<p>Ganz entscheidend ist auch, dass die Infrastruktur passt – also soziale und kulturelle Einrichtungen für Jung und Alt, Nahversorgung, Gewerbe und ein attraktives Freiflächenangebot. Ein Grätzl erfüllt im Idealfall all diese Aspekte. „Aufgrund des langen Zeithorizonts einer Stadtentwicklung ist eine fundierte Grundlagenaufbereitung und eine sensible, vorausschauende Analyse der zukünftigen Bedürfnisse und Entwicklungen gefragt“, meint Christof Anderle von der Projektentwicklung der Wien-Süd.</p>



<h2>Qualitätsvorsprung geschafft</h2>



<p>Die „Wien-Süd“ zählt zu jenen Bauträgern, die in puncto Stadtteil-Denken eine Vorreiterrolle hat. Bereits sehr früh wurde umfassend gedacht, geplant und umgesetzt. Entscheidend für diesen Qualitätsvorsprung waren u. a. die Kooperation mit Institutionen wie dem „Fraunhofer Institut für Bauphysik“ Anfang der 1990er-Jahre. Die Zusammenarbeit mit der „Universität für Bodenkultur Wien“, der „Technischen Universität Wien“ oder der „Donauuniversität Krems“ hielten die Planer der Wien-Süd technisch und soziologisch am Laufenden und so spürte der Bauträger Trends auf, bevor sie als solche breit erkannt wurden. </p>



<p>Ein Erfolgsbeispiel ist die Umsetzung der „Biotope City Wienerberg“. Ein neuer Stadtteil, der sich selbst als Gartenstadt des 21. Jahrhunderts versteht und mit einem umfassenden Begrünungskonzept, einer Nutzungsvielfalt und einem Freiflächenangebot auf die zunehmende Verstädterung und den Klimawandel reagiert. „Das vielfältige Angebot an Freiflächen und Infrastruktur wird von einem Quartiersmanagement begleitet und soll die Bildung einer ‚Neighbourhood‘ nachhaltig unterstützen“, erläutert Anderle. Das IBA-Projekt Biotope City Wienerberg gilt als Vorbild für die Entwicklung von Stadtquartieren.</p>



<p>Das Gebiet „In der Wiesen“ im 23. Bezirk mit seinen teilweise noch immer brachliegenden Arealen bot schon bisher ausreichend Platz für die nachhaltige Stadtentwicklung. Auch hier punktet die Wien-Süd mit ihren Projekten. </p>



<p>Ein mehrfacher Gewinn, wie Anderle meint: „In einem infrastrukturell sehr gut aufgeschlossenen Bereich der Stadt, mit hohem Naherholungswert, werden Flächen für das erforderliche Wachstum der Stadt in einer für das Umfeld verträglichen Geschwindigkeit mobilisiert. Begonnen entlang der Anton- Baumgartner-Straße über ,In der Wiesen Süd‘ und ,In der Wiesen Ost‘ bis zur Rösslergasse – und das Potenzial für die Zukunft in diesem Grätzl ist noch enorm.“</p>



<h2>Verdichtung als Ansatz</h2>



<p>Anderle bricht eine Lanze für Verdichtung: „Das ist aus meiner Sicht der beste Weg, um den Flächenverbrauch einzudämmen. Dazu zählt die Umnutzung von Gewerbe- und Industriebrachen ebenso wie die Nachverdichtung bestehender Strukturen durch Mobilisierung ungenutzter Bauplätze, die Aufstockung oder der Dachbodenausbau. Jede Wohnung, die in einer funktionierenden Infrastruktur zusätzlich errichtet wird, stärkt und belebt das bestehende Grätzl und die regionale Wirtschaft und reduziert den Flächenverbrauch in neu zu erschließenden Gebieten und das damit verbundene Mobilitätsbedürfnis.“ &#8230;</p>



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		<title>Das Quartier als Schlüssel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 19:01:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[IBA]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 1-2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine wesentliche Erkenntnis der IBA im Präsentationsjahr 2022: Die Mischung von Nutzungen und die Kommunikation der Beteiligten untereinander sind elementar für eine nachhaltige Quartiersbildung.MAIK NOVOTNY Der Lockdown am Beginn der Corona- Pandemie machte nicht nur schlagartig die Bedürfnisse und Mängel in Bezug auf den Wohnraum deutlich, sondern auch die prekäre Lage von Kleinunternehmern. „Zum ersten [&#8230;]</p>
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<p>Eine wesentliche Erkenntnis der IBA im Präsentationsjahr 2022: Die Mischung von Nutzungen und die Kommunikation der Beteiligten untereinander sind elementar für eine nachhaltige Quartiersbildung.<br>MAIK NOVOTNY</p>



<p>Der Lockdown am Beginn der Corona- Pandemie machte nicht nur schlagartig die Bedürfnisse und Mängel in Bezug auf den Wohnraum deutlich, sondern auch die prekäre Lage von Kleinunternehmern. „Zum ersten Mal bekam auch die breitere Öffentlichkeit in Wien eine Vorstellung davon, wie es wäre, wenn es keine Nahversorgung im Umfeld gibt“, schreiben Mirjam Mieschendahl, Beatrice Stude und Lena Schartmüller in ihrer 2020 veröffentlichten Studie „Mehr Gemeinschaft für vielfältige und zukunftsfähige Quartiere wagen“, die in der Reihe „Beiträge zur IBA_Wien 2022“ erschienen ist. </p>



<p>Auch die langjährige Arbeit des Teams von imGrätzl.at, auf die die Studie zurückgreift, mündete im Bewusstsein, wie fragil die kleinteilige lokale Wirtschaft ist. Schon im April 2020 wurde im Zuge der Forschung eine Umfrage unter Selbstständigen gestartet, mit besonderem Fokus auf Frauen. Gerade die Kleinunternehmer erwiesen sich als Schlüssel zur Lebendigkeit und Krisenfestigkeit von Stadtquartieren. Ihr Kampf ums wirtschaftliche Überleben hatte daher unmittelbare Auswirkungen auf das Umfeld. „Man darf nicht vergessen, dass das Aktivieren einer Gewerbefläche besonders für die Einzelunternehmen ein immenser Kraftakt ist“, heißt es in der Studie.</p>



<h2>Lernen von Baugruppen</h2>



<p>Einen Gewerberaum, den man mit eigenen Rücklagen finanziert und ausgestattet hat, gibt man nicht ohne Weiteres zugunsten des Homeoffice auf – zumal dies auch oft gar nicht mit der Art des Gewerbes korrespondiert. Die erste Umfrage im April ergab, dass 87 Prozent der Teilnehmer ihrer Tätigkeit nicht im Homeoffice nachgehen können. Lernen, so die Autorinnen, lässt sich hier vom Wohnbau, genauer gesagt von der Solidarität und Organisation von Baugruppen – oder, wie es die Studie nennt, vom „Baugruppen- Spirit“. </p>



<p>„Wir haben gemerkt, dass sich viele Hausverwaltungen in der Corona- Krise sehr schwergetan haben, während mit den Baugruppen das Programm relativ normal weitergelaufen ist“, resümierte Gernot Tscherteu von realitylab im Juli 2020. Weitere Empfehlungen der Studie: Flexiblere Mietmodelle anbieten, Untermiete ermöglichen, Mehrfachnutzung mitdenken und sich in bestimmten Stadtteilen für passende Nutzergruppen profilieren. </p>



<p>Konkrete Hilfestellung, wie sich kleinteilige Nutzungsmischung umsetzen lässt, bietet eine weitere Studie im Rahmen der IBA_Wien 2022. Unter dem Titel „Raumteiler Hubs: Innovative Gewerbeflächen für Selbstständige und MacherInnen“ (erschienen 2021) zeigen Silvia Forlati, Julian Junker und Mirjam Mieschendahl in zwölf Schritten, wie sich solche Hubs initiieren lassen: Ziele definieren, Potenzial identifizieren, Flächenbedarf prüfen, „Raumgerüst“ definieren, Organisation, Ausstattung und Mietmodus klären; schließlich Außenauftritt und Verträge bestimmen und zuletzt die Nutzer finden, Kerngruppen aufbauen und die Nutzungsphase intern managen. </p>



<p>Eine fundierte Analyse von aktuellen Wiener Prototypen ergänzt die Studie: Das Mix-it-Pilotprojekt Innovation Stadtsockel (2018–19), der Flexpace Bruno-Marek-Allee (2019) und die HausWirtschaft (2016–23), alle am Nordbahnhofareal, das MIO im Sonnwendviertel, die sChanze im IBA-Quartier An der Schanze und das J13&amp;Mischa in der Seestadt Aspern. Fazit: „Der Mehrwert, der produziert werden kann, liegt in der Schaffung von belebten Stadtteilen und Erdgeschoßzonen, in der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Nähe von Wohnungen und in der Möglichkeit, eine Antwort auf die Bedürfnisse der neuen Post-Corona-Arbeitswelten zu geben.“</p>



<h2>Zentrales Thema</h2>



<p>Der Quartiersmaßstab ist nicht nur in Bezug auf kleinteilige Nutzungsmischung ein wesentlicher Faktor, sondern hat sich auch zu einem zentralen Thema der IBA_Wien entwickelt, berichtet IBA-Koordinator Kurt Hof-stetter. „Im IBA-Memorandum zu Beginn unserer Arbeit standen die drei Themen neue soziale Quartiere, neue soziale Qualitäten und neue soziale Verantwortung noch gleichwertig nebeneinander. Im Laufe der Jahre hat sich dann die Quartiersentwicklung als der Schlüssel herausgestellt, mit dem sich auch die Umsetzung aller anderen Ziele erschließt&#8230;</p>



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		<title>Das Grätzl wird super</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 18:37:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Barcelona]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Superblock]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 1-2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Landschaftsarchitekt Florian Lorenz forscht seit vielen Jahren zu Themen wie Mobilität, Energie und Innovation – er will mit seiner Arbeit einen Beitrag zur Transformation hin zu einer postfossilen Gesellschaft und Stadt leisten. Aktuell erkundet er das Projekt Supergrätzl Favoriten.ROBERT TEMEL Etwa ein Drittel der Energie, die ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich verbraucht, wird für [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Landschaftsarchitekt Florian Lorenz forscht seit vielen Jahren zu Themen wie Mobilität, Energie und Innovation – er will mit seiner Arbeit einen Beitrag zur Transformation hin zu einer postfossilen Gesellschaft und Stadt leisten. Aktuell erkundet er das Projekt Supergrätzl Favoriten.<br>ROBERT TEMEL</p>



<p>Etwa ein Drittel der Energie, die ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich verbraucht, wird für Mobilität aufgewendet. Hier gibt es demnach enormes Potenzial für Einsparungen, wenn man es schafft, den Menschen die nachhaltige Mobilität zu erleichtern – und das geht in der Stadt einfacher als am Land, wo die Besiedlungsformen so geringe Dichte haben, dass sie nicht gut durch öffentlichen Verkehr zu erschließen sind. </p>



<p>Barcelona startete vor wenigen Jahren mit dem neuen Konzept des sogenannten Superblocks, um städtische „Inseln“ im Stadtgefüge zu schaffen, in denen der motorisierte Verkehr radikal reduziert wird, sodass der öffentliche Raum besser nutzbar wird. Lorenz’ „studio Laut“ forscht seit einigen Jahren gemeinsam mit Architekt Georg Wieser zum Thema und wurde von der Stadt Wien zusammen mit dem Verkehrsplanungsbüro Rosinak beauftragt, die Entwicklungsplanung eines solchen Konzepts für ein Areal im gründerzeitlichen Teil des Bezirks Favoriten zu erstellen. </p>



<p>„Das Thema ist enorm komplex: Es geht darum, wie man im Rahmen der rechtlichen, budgetären, aber auch kulturellen Gegebenheiten in Wien das Modell aus Barcelona realistisch umsetzen kann“, so Florian Lorenz. Der Begriff Supergrätzl für die Wiener Ausführung des katalanischen Vorbilds lag nahe. Die Umsetzung soll durch einen Mix von bereits existierenden verkehrsplanerischen Elementen gelingen: Fahrbahnanhebungen, „Ohrwascheln“, Diagonalfilter und Fußgängerzonen sind in Wien bekannt und üblich. Durch die Kombination dieser Elemente soll das Wiener Supergrätzl Realität werden. „</p>



<p>Wir wollen in einem kleinen Stadtgebiet den motorisierten Durchzugsverkehr so weitgehend wie möglich beruhigen. An den Rändern des Supergrätzls liegen Stationen des öffentlichen Verkehrs und es kann wie üblich mit dem Auto gefahren werden. Hineinfahren kann man, um etwas zu liefern, Stellplätze zu nutzen, in die Garage zu fahren, jemanden mit eingeschränkter Mobilität zu bringen/abzuholen oder einen Notfalleinsatz durchzuführen. Die Durchquerung des Gebiets ist für Pkw unmöglich, für Fußgänger und Radfahrer dafür angenehmer.“ Die Größe des Stadtteils bemisst sich aus der maximalen Gehweite bis zur Bus-, Straßenbahn- oder U-Bahn-Station: 250 Meter bzw. drei Minuten zu Fuß.</p>



<h2>Beteiligung für neue Nutzungen</h2>



<p>Das Wiener Modell des Supergrätzls geht dabei von der Beteiligung der lokalen Bevölkerung aus: Bewohner, die Schule vor Ort, Gewerbetreibende. „Wir wollen alternative Nutzungen des freiwerdenden Straßenraums als Möglichkeiten anbieten, und damit das räumliche Konzept für die tatsächliche Umsetzung erproben und ausverhandeln. Deshalb gibt es eine Pilotphase, in der wir die neue Verkehrsorganisation für das Supergrätzl nur mit Straßenmarkierungen und Verkehrszeichen ausführen. </p>



<p>In dieser Zeit machen wir den Raum frei und probieren mit den Menschen vor Ort aus, was möglich ist.“ Auf Basis dieser Erkenntnisse wird dann die endgültige Ausführung mit dauerhaften baulichen Maßnahmen umgesetzt.</p>



<p>„Wir arbeiten zuerst mit Pollern, Betonleitwänden und Markierungen – das funktioniert nach dem Prinzip des tactical urbanism: Man setzt mit geringen Eingriffen schnell um und probiert aus. Was sich bewährt, kann dann bleiben.“ Dabei sollen auch Stellplätze an der Oberfläche reduziert werden. Für diese Beteiligungsphase und die Ableitung von Schlüssen ist das studio Laut verantwortlich.</p>



<h2>Anders als Barcelona</h2>



<p>Während im Barcelona des 19. Jahrhunderts durch den gleichförmigen Straßenraster des Stadtplaners Ildefons Cerdà eine flächendeckende Umsetzung von Superblocks zumindest möglich erscheint, ist die urbane Struktur Wiens viel heterogener. Bereits jetzt gibt es eine Hierarchie von stärker und schwächer befahrenen Straßen, was sich aber durch Navigationssysteme zunehmend ändert: Der Verkehr wird immer häufiger auch durch Wohngebiete geleitet.</p>



<p>Eine Stadt aus lauter Supergrätzln wird in Wien somit schwierig umsetzbar sein, doch Lorenz meint, das sei gar nicht nötig: „Schon wenn man in jedem Bezirk ein oder zwei solche Gebiete einrichtet, wird der Effekt spürbar sein, weil man so quer durch den Bezirk laufende Einbahnen für den Durchzugsverkehr ausschaltet.“ Auch die großen Kreuzungsplätze, die in Barcelona durch abgeschrägte Blockecken entstehen, gibt es in Wien nicht: „Im Supergrätzl werden dafür eher kleine Fußgängerzonen Platz finden. In den Kreuzungen sollen durch Ohrwascheln und Baumpflanzungen nutzbare Mikrofreiräume entstehen, und so eine Verlangsamung des Kfz-Verkehrs erreicht werden.“</p>



<h2>Trial and Error</h2>



<p>„Ziele des Supergrätzl-Konzepts in Wien sind Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit, Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr sowie Klimawandelanpassung, das heißt Begrünung und Kühlung“, so Lorenz. Bereits in der Pilotphase wird es deshalb Sitzgelegenheiten und unaufwendige Begrünung geben. Mithilfe verschiedener Beteiligungsformate soll die Ausrichtung für die finale Ausführung ausverhandelt werden&#8230;</p>



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		<title>Die Praxis urbanen Flutschens, eine Gebrauchsanweisung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 13:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Quartier]]></category>
		<category><![CDATA[Raumplanung]]></category>
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		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 1-2022]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Entwicklung eines Quartiers ist ein langer Prozess. Eine Bürgerbeteiligung bremst Projekte häufig, aber dafür entstehen bedarfsorientierte Konzepte. Erste Erfahrungen zeigen, in partizipativ entwickelten Projekten steigen sowohl Identifikation als auch soziale und urbane Resilienz.WOJCIECH CZAJA „Natürlich hat die Gstätten so nicht bleiben können“, sagt Lina Streeruwitz, „und natürlich braucht es einen Veränderungsprozess, um den Freiraum [&#8230;]</p>
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<p>Die Entwicklung eines Quartiers ist ein langer Prozess. Eine Bürgerbeteiligung bremst Projekte häufig, aber dafür entstehen bedarfsorientierte Konzepte. Erste Erfahrungen zeigen, in partizipativ entwickelten Projekten steigen sowohl Identifikation als auch soziale und urbane Resilienz.<br>WOJCIECH CZAJA</p>



<p>„Natürlich hat die Gstätten so nicht bleiben können“, sagt Lina Streeruwitz, „und natürlich braucht es einen Veränderungsprozess, um den Freiraum nach Bauvorschrift und geltender Norm zu planen. Dennoch war unser Ziel von Anfang an, möglichst viel Wildnis zu erhalten.“ Der erste Teil der sogenannten „Freien Mitte“ auf dem Areal des aufgelassenen Wiener Nordbahnhofs ist bereits fertiggestellt – mit Trockenwiesen, schütteren Staudenflächen und jeder Menge Silberpappeln. </p>



<p>Mit einer Fläche von 93.000 Quadratmetern – rund die anderthalbfache Fläche des Wiener Stadtparks – entsteht hier in den kommenden Jahren nicht nur Wiens größter Neubaupark, sondern auch ein nahezu naturbelassenes Habitat für Mensch, Fauna und Flora. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, ist einer offenen Bürgerbeteiligung zu verdanken. In Zusammenarbeit mit Land in Sicht und Agence Ter führte das Studio Vlay Streeruwitz ab Herbst 2013 einen monatelangen Partizipationsprozess durch und lud Menschen aus der Umgebung dazu ein, in Workshops die städtebauliche Konfiguration der Freien Mitte zu planen. </p>



<p>Künftige und bestehende Mieter sowie Gewerbetreibende aus den umliegenden Grätzln konnten ihre Wünsche äußern und die Gebäudemassen und Freiflächen nach eigenen Vorstellungen verteilen. Am Ende siegte eine Art demokratisch sinnvollste Schnittmenge aus Natur, Mobilität und immobilienwirtschaftlichem Verwertungsdruck.</p>



<p>„In so einem Beteiligungsprozess poppen immer wieder auch Ideen auf, die unrealistisch oder nicht wirklich relevant sind“, meint Streeruwitz. „Aber dafür gibt es auch viele Impulse und Planungsvorgaben, die wir als Ortsfremde in dieser Art und Intensität wahrscheinlich nicht am Radar gehabt hätten.“ Als Beispiel nennt die Stadtplanerin die Anlegung von begrünten Vorgärten in der namentlich ohnedies schon aussagekräftigen Vorgartenstraße. Die Ideen der Bewohner wurden verfolgt und umgesetzt. Bis 2028 soll die Stadtwildnis am Nordbahnhof-Areal fertiggestellt werden.</p>



<h2>Neue Wohnformen</h2>



<p>„Den Ursprung von Bürgerbeteiligungsprozessen auf urbaner Ebene“, sagt Raimund Gutmann, Senior-Partner wohnbund consult „findet man in Wien in den Siebzigerjahren – und zwar im Planquadrat im 4. Bezirk. Die ersten Gespräche dazu fanden 1973 statt, die Umsetzung in Form von Hofzusammenlegungen zu einer 5.000 Quadratmeter großen Parklandschaft erfolgte 1977.“ Gutmann selbst ließ sich von diesem Projekt inspirieren: Sein erster urbaner Partizipationsprozess, erinnert er sich, war kurz darauf die Wohnhaus anlage Forellenweg in Salzburg, ein vom damaligen Bautenministerium in Auftrag gegebenes Forschungsprojekt inmitten von 350 Wohnungen. </p>



<p>„Viel euphorische Aufbruchstimmung, viel Aufwand über drei Jahre, hunderte Beteiligte“, sagt Gutmann. „Aber es hat sich ausgezahlt. Wir haben nicht nur neue Wohnformen definiert, sondern auch wertvolle Infrastrukturen für den ganzen Stadtteil geschaffen.“ Ähnliche Erfahrungen machte er Jahre später auch in der solarCity Linz und im Stadtwerk Lehen in Salzburg. „Partizipation bedeutet Dialog, Wahrnehmung von Sichtweisen und im Idealfall Berücksichtigung unterschiedlicher Milieus – und mit alledem ist die Einbindung von Bürgern immer auch ein Mittel zur Identifikation und somit ein wichtiges Element sozialer und urbaner Resilienz.“ </p>



<p>An genau diesem Begriff aber stoßen sich heute viele Experten. „Ich halte das Wort Bürgerbeteiligung für sehr problematisch, weil es viel voraussetzt“, sagt Sonja Gruber, die früher bei PlanSinn gearbeitet hat und heute als selbstständige Konsulentin vor allem für Beteiligungsarbeit und soziale Nachhaltigkeit im Wohnbau tätig ist. „Umso wichtiger sind für mich daher die Meinungen und Bedürfnisse jener Menschen, die eben nicht wählen dürfen oder die keinen offiziellen Status besitzen. Sie bringen oft wichtige Erfahrungen mit ein.“</p>



<h2>Sozialräumliche Analyse</h2>



<p>Dass sich der Einfluss von sozial schwächeren Gruppen in einem Prozess niederschlagen und zu mitunter unerwarteten Ergebnissen führen kann, beweist das Projekt „Reumädchenplatz“ am Reumannplatz in Wien-Favoriten. Auf Basis einer sozialräumlichen Analyse, bei der auch Mädchen, Jugendliche und Migrantinnen einbezogen wurden, entstand ein sehr feines, sensibles, emanzipiertes Projekt, das die Gebietsbetreuung in Zusammenarbeit mit der lokalen Agenda 21 realisierte: Der gesamte Platz wurde umgebaut, gleich neben dem famosen Eissalon Tichy entstand eine mit Bänken eingefasste „Mädchenbühne“, die mit jungen Frauen geplant und gebaut wurde und von einem ganzjährigen Bespielungsprogramm begleitet wird&#8230;</p>



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