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	<title>Österreich Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<title>Österreich Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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		<title>Mehr Komfort – weniger Kosten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2022 18:04:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Arthur Krupp Ges.m.b.H., eine Tochter der Wien-Süd, hat in Theresienfeld in Niederösterreich die zukunftsweisende Wohnhausanlage „Viertel Hoch Zwei“ errichtet. Eine Bewohnerin lud stolz zum Lokalaugenschein. — GISELA GARY Das Thermometer zeigt 37 Grad an diesem Nachmittag im Juli und die Hitze flirrt buchstäblich in der Luft. Christine Schlögl öffnet die Wohnungstür und [&#8230;]</p>
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<p>Die gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Arthur Krupp Ges.m.b.H., eine Tochter der Wien-Süd, hat in Theresienfeld in Niederösterreich die zukunftsweisende Wohnhausanlage „Viertel Hoch Zwei“ errichtet. Eine Bewohnerin lud stolz zum Lokalaugenschein. <br>— GISELA GARY</p>



<p>Das Thermometer zeigt 37 Grad an diesem Nachmittag im Juli und die Hitze flirrt buchstäblich in der Luft. Christine Schlögl öffnet die Wohnungstür und strahlt entspannt – und gar nicht erhitzt. Das Geheimnis dahinter ist keine Klimaanlage, sondern ein ausgeklügeltes Energiesystem mit Bauteilaktivierung. Diese schafft selbst bei 37 Grad Außentemperatur, dass die Hitze nicht in den Innenraum gelangt – es hat angenehme 24 Grad. Christine Schlögl ist begeistert – mehr Wohnkomfort bei weniger Betriebskosten und eine Terrasse mit einem traumhaften Ausblick. </p>



<p>Die gebürtige Theresienfeldnerin zahlt für die 70 Quadratmeter große Wohnung rund 400 Euro Strom im Jahr, die Miete beträgt 540 Euro monatlich. Das war’s an Kosten – abgesehen von den 25.000 Euro Baukostenzuschuss. „Oft denke ich, was ich für ein Glück hatte – erstens, dass sich die Fertigstellung genau vor Corona ausging und zweitens, jetzt, durch den Krieg in der Ukraine und den Klimaschutzbemühungen: Heizen und Kühlen ohne fossile Energie“, lacht Christine Schlögl. Die Drei-Zimmer- Wohnung ist wie für sie extra geplant. Von ihrem Schlafzimmer sieht sie zu ihrem ehemaligen Haus hinüber, in dem jetzt eine ihrer Töchter wohnt. Im Wohnzimmer genießt sie einen Rundumblick auf das Alpenvorland. </p>



<p>Der Bauträger hat beim Lift gespart und auch beim Keller: „Für mich kein Problem, zwei Stockwerke gehen ist gesund und mein Abstellraum, für das Fahrrad und anderes Zeug, das ich nicht oft benötige, ist ebenerdig, gleich neben der Hauseingangstür“, so Schlögl. Zur Arbeit in den Gemeinderat radelt sie, zu ihrem zweiten Job, als Geschäftsführerin der SPÖ-Stadtorganisation Wiener Neustadt, fährt sie mit dem Auto. Ihr Lieblingsplatz ist auf dem Sofa – aber auch auf der Terrasse im Liegestuhl sitzt sie gern und genießt die Weite und die Uneinsehbarkeit.</p>



<h2>Gemeinsam mit Forschung</h2>



<p>Was ist das tollste an der Wohnung? „Alles, aber vor allem das Heizen und Kühlen, das System fasziniert mich, völlig lautlos ohne Zugluft, funktioniert das Kühlen an so Tagen wie heute, unglaublich.“ Jedes Zimmer kann sie extra zwischen 19 und 24 Grad temperieren. Die Technik dahinter kann sie gut erklären, die Luftwasserwärmepumpen sind auf den Dächern platziert und eine Fotovoltaikanlage hilft mit, den Strom für den Betrieb der Pumpen zu erzeugen. Strom wird auch durch eine Kooperation mit einem Windkraftbetreiber eingespeist. </p>



<p>In der Toilette ist die Technikzentrale der Anlage für ihre Wohnung, da sieht man in einem Rohr das Wasser fließen, das durch die Leitungen gepumpt wird – geheizt und gekühlt wird über die Decken. Das massiv gebaute Haus ist gut gedämmt und Schlögl vermutet, dass der Boden deshalb nie kalt ist, weil ja die beheizte Decke der Wohnung unter ihr ist. Warmwasser bezieht sie über einen Boiler, der mit einer Mikrowärmepumpe arbeitet. Pannen gab es bis dato keine, nur im ersten Jahr musste die Heizung mehrmals vom Bauträger nachjustiert werden.</p>



<p>Das Wohnhausprojekt umfasst insgesamt 28 Wohnungen, davon vier anpassbare Maisonettewohnungen, die geteilt werden können. Mit an Bord waren das Land Niederösterreich wie auch GGE Gebäudetechnik- und Energieplanung GmbH für die Gebäudetechnikplanung und mehrere Forschungspartner u. a. das Energieinstitut Vorarlberg. Die ersten Zahlen zeigen, das System funktioniert sehr stabil&#8230;</p>



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		<title>Die Akademie der Macher*innen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2022 15:01:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heuer feiert die Wohnen Plus Akademie, die auch mit dem Fachmagazin WohnenPlus eng kooperiert, ihr zehnjähriges Bestehen unter der Führung von Adelheid Wimmer. Neben den drei Säulen Bildung, Beratung und Dialog hat sie vor allem einen Ansporn: Sie will die Unternehmen der österreichischen Wohnungswirtschaft krisenresistenter und resilienter machen. — WOJCIECH CZAJA Sie spazieren durch den [&#8230;]</p>
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<p>Heuer feiert die Wohnen Plus Akademie, die auch mit dem Fachmagazin WohnenPlus eng kooperiert, ihr zehnjähriges Bestehen unter der Führung von Adelheid Wimmer. Neben den drei Säulen Bildung, Beratung und Dialog hat sie vor allem einen Ansporn: Sie will die Unternehmen der österreichischen Wohnungswirtschaft krisenresistenter und resilienter machen. <br>— WOJCIECH CZAJA</p>



<p>Sie spazieren durch den Garten, rein ins Stiegenhaus, rauf in den ersten Stock, dann brav die Schuhe ausziehen, einer nach dem anderen, wenig später steht die 20-köpfige Sockentruppe in einem privaten Wohnzimmer und fragt der Bewohnerin Löcher in den Bauch. Es riecht nach Holz, viele tiefe Atemzüge, alle streicheln die Wände. „Wie ist das so mit all dem Holz rundherum?“, „Spüren Sie einen Unterschied, was Klima, Geruch und Bauphysik betrifft?“, „Und ist die Anmietung der Wohnung in Bezug auf die Holzoberflächen an irgendwelche Auflagen gebunden?“ Die Mieterin des von der Vogewosi errichteten Holzwohnbaus in Mäder kann da nur lachen. Alles gut, ganz nach ihrem Geschmack, sie könne sich kaum etwas Besseres vorstellen. </p>



<p>Der Praxischeck in Vorarlberg, September 2017, ist einer von vielen Programmschwerpunkten der Wohnen Plus Akademie, die an ihrem Standort in der Wiener Schottenfeldgasse heuer ihr zehnjähriges Jubiläum feiert. Neben Exkursionen, wie etwa nach Vorarlberg, in die Steiermark, nach Hamburg, Kopenhagen, Zürich oder Paris, bei denen einstige Pionierwohnbauten im Alltagstest auf Herz und Nieren geprüft und auf ihre Skalierbarkeit hin untersucht werden, reicht das Spektrum der Wohnen Plus Akademie von Workshops und Weiterbildungsseminaren über Fachveranstaltungen und eigens entwickelte Formate für Führungskräfte – wie etwa die Freitag-Akademie – bis hin zu Organisationsberatungen und maßgeschneiderten Inhouse-Seminaren für Unternehmen, die in der Wohnungswirtschaft zu Hause sind. </p>



<p>„Als ich 1982 von Salzburg nach Wien gekommen bin und auf Wohnungssuche war, um hier mein Gerichtspraktikum zu machen, war ich wirklich schockiert, was für horrend hohe, gesetzeswidrige Ablösen damals gefordert wurden“, erinnert sich Adelheid Wimmer, ihres Zeichens ausgebildete Juristin und nunmehrige Leiterin der Wohnen Plus Akademie. „Es gab einen massiven Korrekturbedarf am Markt. Also habe ich beschlossen, hier tätig zu werden.“ Sie engagierte sich im Konsumentenrecht und in der Wohnrechtsberatung, war einige Jahre lang in der Volksanwaltschaft tätig und war als Mitarbeiterin der von Caspar Einem geleiteten kommunalpolitischen Abteilung der Arbeiterkammer Wien im wohnrechtlichen und wohnungspolitischen Verhandlungsteam im Parlament. Im Zusammenhang mit dem WEB-Bautreuhand-IMMAG-Skandal war sie beratendes Mitglied für WGGFragen im Untersuchungsausschuss zum Salzburger Landtag.</p>



<p>„Ich habe mir innerhalb von wenigen Jahren ein unglaublich großes Wissens- und Erfahrungsfundament auf diesem Gebiet aufbauen können“, sagt Wimmer, „und stand dann vor der Entscheidung: Soll ich in der Politik bleiben? Oder soll ich diese Erfahrungen als Trainerin und Beraterin in die Branche weitergeben?“ Die Wahl fiel auf Letzteres. Mit diversen Zertifizierungen in den Bereichen Moderation, Training, Supervision, Coaching, systemische Unternehmensführung und Organisationsentwicklung und sogar einer psychoanalytischen Ausbildung ist sie nun seit rund 30 Jahren als Trainerin für unterschiedliche Bedarfe der Wohnbauund Immobilienbranche tätig. 2012 übernahm sie die im Jahr 2000 gegründete Wohnen Plus Akademie gemeinsam mit ihrem Mann Gerhard Kamp. Neben ihrem Kernteam, in dem Lisa- Marie Vetter und Margot Mirtl mitwirken, umfasst die Akademie heute einen Pool mit rund 50 Expert*innen.</p>



<h2>Wohnungswirtschaftliche Dialoge</h2>



<p>„Wir sind das Plus für die Wohnungswirtschaft“, sagt Adelheid Wimmer, die meisten in der Branche kennen sie einfach nur als Heidi. „Wir sind eine gefragte Bildungs- und Beratungsstätte für den gemeinnützigen Bereich, immer häufiger aber auch für Kunden aus der gewerblichen und kommunalen Wohnungswirtschaft. Aber nachdem ich ein politisch denkender Kopf bin, ist mir das allein zu wenig. Daher verstehe ich mich auch als Veranstalterin und Bühnenmacherin für wohnungswirtschaftliche Dialoge. Denn: Wissen und Erfahrungsschatz sind das Einzige auf der Welt, das mehr wird, wenn man es teilt.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="701" height="530" src="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/10/Die-Akademie-der-MacherInnen-2.jpg" alt="" class="wp-image-39808" srcset="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/10/Die-Akademie-der-MacherInnen-2.jpg 701w, https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/10/Die-Akademie-der-MacherInnen-2-300x227.jpg 300w, https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/10/Die-Akademie-der-MacherInnen-2-595x450.jpg 595w" sizes="(max-width: 701px) 100vw, 701px" /><figcaption>Beim Praxischeck werden Wohnhausanlagen vor Ort auf Herz und Nieren geprüft – hier bei einem Rundgang im Sonnwendviertel</figcaption></figure>



<p>Wimmer, deren Büro und Seminarraum wahrscheinlich genauso klar und strukturiert sind wie ihre Gedanken und systemischen Werkzeuge, liebt es, über den Bildungsbereich zu sprechen – und zu verstehen, was Mitarbeitende unterschiedlicher Bereiche wie etwa Projektentwicklung, Hausverwaltung, Sanierung, Marketing, Vertrieb, Personalverrechnung sowie Finanz- und Rechnungswesen und im Bereich Führung brauchen, und dafür praxistaugliche Seminare zu entwickeln&#8230;</p>



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		<title>Tipps und Empfehlungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Jul 2022 14:27:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Führung Forum Am Seebogen, Eileen-Gray- Gasse 2, 1220 Wien 28. Juni 2022, 16.30 – 17.30 Uhr Anmeldung: https://www.iba-wien. at/veranstaltungen/uebersicht/pastevent- detail/event/forum-am-seebogen- fuehrung-herisalli St. Wolfganger Tage 2022 Vom 7. bis 9. September finden die „27. St. Wolfganger Tage“ am Wolfgangsee statt. Bei der Tagung der Arge Eigenheim treffen sich mehr als 200 Vertreter gemeinnütziger Bauträger aus ganz [&#8230;]</p>
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<h2>Führung</h2>



<p>Forum Am Seebogen, Eileen-Gray- Gasse 2, 1220 Wien 28. Juni 2022, 16.30 – 17.30 Uhr Anmeldung: <br><a href="https://www.iba-wien. at/veranstaltungen/uebersicht/pastevent- detail/event/forum-am-seebogen- fuehrung-herisalli">https://www.iba-wien. at/veranstaltungen/uebersicht/pastevent- detail/event/forum-am-seebogen- fuehrung-herisalli</a></p>



<h2>St. Wolfganger Tage 2022</h2>



<p>Vom 7. bis 9. September finden die „27. St. Wolfganger Tage“ am Wolfgangsee statt. Bei der Tagung der Arge Eigenheim treffen sich mehr als 200 Vertreter gemeinnütziger Bauträger aus ganz Österreich, um sich über brandaktuelle Themen im sozialen Wohnbau zu informieren und mit Experten zu diskutieren. </p>



<p>Info und Anmeldung: <br><a href="https://argeeigenheim.at">https://argeeigenheim.at</a></p>



<h2>Ausstellung: Begrünungswettbewerb</h2>



<p>Die Begrünungsmaßnahmen laufen in der ganzen Stadt auf Hochtouren, die besten Ideen aus dem Ideenwettbewerb wie auch die Siegerprojekte des europaweiten Fachwettbewerbs „StadtGrün“ sind nun virtuell ausgestellt. <br><a href="https://wienwirdwow.at/ideenwettbewerb- wienbegruenen/">https://wienwirdwow.at/ideenwettbewerb- wienbegruenen/</a></p>



<h2>Frauenpreis für Baukultur</h2>



<p>Der Frauenanteil unter den Baukulturschaffenden in Österreich liegt weit unter dem europäischen Durchschnitt. Nur sehr wenige Ziviltechnikerinnen führen große, lukrative Büros, und wenn, meist in Kooperation mit männlichen Kollegen. Es fehlt an weiblichen Vorbildern in der Branche. Bis 30. Juni 2022 können Frauen mit einer österreichischen ZiviltechnikerInnenbefugnis für den anotHERVIEWture Award in vier Kategorien einreichen. In der Kategorie „International“ kön- Tipps und Empfehlungen nen Frauen mit einer vergleichbaren ausländischen Befugnis einreichen. </p>



<p>Die Jury besteht aus 15 namhaften europäischen Expertinnen. <br><a href="https://www.anotherviewture.at/">www.anotherviewture.at</a></p>



<h2>Videoinstallation: Theaster Gates: Public Notice</h2>



<p>Termin: 18. Juni bis 1. Oktober 2022 Ort: Friedrich Kiesler Stiftung, Mariahilfer Str. 1B, 1060 Wien&#8230;</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/07/Tipps-und-Empfehlungen-AG-2022.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/07/Tipps-und-Empfehlungen-AG-2022.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
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		<item>
		<title>Entdeckung des Orts als integraler Bestandteil des Entwurfs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 18:49:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lina Streeruwitz und Bernd Vlay prägen mit städtebaulichen Leitbildern und Wohnbauten nicht nur das wachsende Wien, sondern sind längst auch außerhalb der Landesgrenzen erfolgreich. Ein Einblick in ihre aktuellen Projekte und die Bedeutung des Genius Loci für ihre Entwürfe in ihrem neuen Büro im Atelierhaus C21 im Wiener Sonnwendviertel.FRANZISKA LEEB Ihr habt beide im akademischen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lina Streeruwitz und Bernd Vlay prägen mit städtebaulichen Leitbildern und Wohnbauten nicht nur das wachsende Wien, sondern sind längst auch außerhalb der Landesgrenzen erfolgreich. Ein Einblick in ihre aktuellen Projekte und die Bedeutung des Genius Loci für ihre Entwürfe in ihrem neuen Büro im Atelierhaus C21 im Wiener Sonnwendviertel.<br>FRANZISKA LEEB</p>



<p><em>Ihr habt beide im akademischen Kontext in Lehre und Forschung gearbeitet, seid international gut vernetzt und habt euch in unterschiedlichen Konstellationen an Wettbewerben beteiligt, ehe ihr mit dem eigenen Büro eine angesehene Position im Wohn- und Städtebau erreichen konntet. Inwiefern hat euch der akademische und internationale Diskurs Selbstvertrauen und Routine für eure aktuellen Realisierungen gegeben?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Das Diskursive macht nie sicher. Erst recht nicht, sobald man mit Realitäten konfrontiert ist, die viel banaler, härter und pragmatischer sind als die Theorie. Wenn man aber all die Gedanken mit sich herumträgt, entsteht eine Reibung mit der Wirklichkeit. Das ist es, was uns produktiv hält.</p><cite>Lina Streeruwitz</cite></blockquote>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Enric Miralles hat vor etwa 30 Jahren bei einem Vortrag im HdA Graz die Frage nach seiner Entwurfsmethode damit beantwortet, dass es seine Methode sei, bei jedem Projekt von null zu beginnen. So bleibt man wach und offen.</p><cite>Bernd Vlay</cite></blockquote>



<p><em>Mit eurem Wettbewerbsbeitrag für das städtebauliche Leitbild am Wiener Nordbahnhof-Areal habt ihr 2014 mit dem Konzept der Freien Mitte ein Projekt vorgelegt, das sich über vieles hinwegsetzte, was die Ausschreibung vorgab und habt gewonnen. Wie konnte es gelingen, das Leitbild gut über die Jahre zu bringen?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Daran, dass die Freie Mitte überhaupt gebaut wurde, haben die vielen begleitenden Veranstaltungen in der Nordbahnhalle großen Anteil. Die Bauträger der umliegenden Baufelder waren eingebunden, erkannten den Wert dieser großen freien Fläche und konnten deren Stärken auch den Verantwortlichen in der Stadt vermitteln. </p><p>Das Genossenschaftsprojekt HausWirtschaft oder unser nutzungsoffener Loft-Flügel sind Projekte, die sich aus dem Genius Loci der Nordbahnhalle entwickeln konnten.</p><cite>Streeruwitz</cite></blockquote>



<p><em>In vielen Stadtentwicklungsgebieten wird die Geschichte oft negiert. Wäre die Arbeit mit dem, was vorhanden ist oder war, nicht wichtig, um einem Quartier Identität zu geben?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Ja, das ist ein wichtiges Thema. Es ist immer ein Abenteuer, als Archäologen der möglichen Zukunft des Orts den Genius Loci zu entdecken. Es geht nicht darum, den Ort in seiner Erscheinung zu erhalten. Uns interessiert es, in die Tiefen der Lesekunst zu gehen, um zu erkennen, was man aus dem Bestand herausholen kann. Die Entdeckung des Orts ist integraler Bestandteil des Entwurfs und mindestens so spannend wie das Entwerfen selbst.</p><cite>Vlay</cite></blockquote>



<p><em>Mittlerweile lassen sich Politiker gern in der Freie Mitte ablichten. Das tut doch gut, wenn ein Projekt die Akzeptanz findet?</em> &#8230;</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/03/Entdeckung-des-Orts-als-integraler-Bestandteil-des-Entwurfs.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2022/03/Entdeckung-des-Orts-als-integraler-Bestandteil-des-Entwurfs.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
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		<title>Das Grätzl wird super</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 18:37:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Barcelona]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Landschaftsarchitekt Florian Lorenz forscht seit vielen Jahren zu Themen wie Mobilität, Energie und Innovation – er will mit seiner Arbeit einen Beitrag zur Transformation hin zu einer postfossilen Gesellschaft und Stadt leisten. Aktuell erkundet er das Projekt Supergrätzl Favoriten.ROBERT TEMEL Etwa ein Drittel der Energie, die ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich verbraucht, wird für [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/das-graetzl-wird-super/">Das Grätzl wird super</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft-dev</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der Landschaftsarchitekt Florian Lorenz forscht seit vielen Jahren zu Themen wie Mobilität, Energie und Innovation – er will mit seiner Arbeit einen Beitrag zur Transformation hin zu einer postfossilen Gesellschaft und Stadt leisten. Aktuell erkundet er das Projekt Supergrätzl Favoriten.<br>ROBERT TEMEL</p>



<p>Etwa ein Drittel der Energie, die ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich verbraucht, wird für Mobilität aufgewendet. Hier gibt es demnach enormes Potenzial für Einsparungen, wenn man es schafft, den Menschen die nachhaltige Mobilität zu erleichtern – und das geht in der Stadt einfacher als am Land, wo die Besiedlungsformen so geringe Dichte haben, dass sie nicht gut durch öffentlichen Verkehr zu erschließen sind. </p>



<p>Barcelona startete vor wenigen Jahren mit dem neuen Konzept des sogenannten Superblocks, um städtische „Inseln“ im Stadtgefüge zu schaffen, in denen der motorisierte Verkehr radikal reduziert wird, sodass der öffentliche Raum besser nutzbar wird. Lorenz’ „studio Laut“ forscht seit einigen Jahren gemeinsam mit Architekt Georg Wieser zum Thema und wurde von der Stadt Wien zusammen mit dem Verkehrsplanungsbüro Rosinak beauftragt, die Entwicklungsplanung eines solchen Konzepts für ein Areal im gründerzeitlichen Teil des Bezirks Favoriten zu erstellen. </p>



<p>„Das Thema ist enorm komplex: Es geht darum, wie man im Rahmen der rechtlichen, budgetären, aber auch kulturellen Gegebenheiten in Wien das Modell aus Barcelona realistisch umsetzen kann“, so Florian Lorenz. Der Begriff Supergrätzl für die Wiener Ausführung des katalanischen Vorbilds lag nahe. Die Umsetzung soll durch einen Mix von bereits existierenden verkehrsplanerischen Elementen gelingen: Fahrbahnanhebungen, „Ohrwascheln“, Diagonalfilter und Fußgängerzonen sind in Wien bekannt und üblich. Durch die Kombination dieser Elemente soll das Wiener Supergrätzl Realität werden. „</p>



<p>Wir wollen in einem kleinen Stadtgebiet den motorisierten Durchzugsverkehr so weitgehend wie möglich beruhigen. An den Rändern des Supergrätzls liegen Stationen des öffentlichen Verkehrs und es kann wie üblich mit dem Auto gefahren werden. Hineinfahren kann man, um etwas zu liefern, Stellplätze zu nutzen, in die Garage zu fahren, jemanden mit eingeschränkter Mobilität zu bringen/abzuholen oder einen Notfalleinsatz durchzuführen. Die Durchquerung des Gebiets ist für Pkw unmöglich, für Fußgänger und Radfahrer dafür angenehmer.“ Die Größe des Stadtteils bemisst sich aus der maximalen Gehweite bis zur Bus-, Straßenbahn- oder U-Bahn-Station: 250 Meter bzw. drei Minuten zu Fuß.</p>



<h2>Beteiligung für neue Nutzungen</h2>



<p>Das Wiener Modell des Supergrätzls geht dabei von der Beteiligung der lokalen Bevölkerung aus: Bewohner, die Schule vor Ort, Gewerbetreibende. „Wir wollen alternative Nutzungen des freiwerdenden Straßenraums als Möglichkeiten anbieten, und damit das räumliche Konzept für die tatsächliche Umsetzung erproben und ausverhandeln. Deshalb gibt es eine Pilotphase, in der wir die neue Verkehrsorganisation für das Supergrätzl nur mit Straßenmarkierungen und Verkehrszeichen ausführen. </p>



<p>In dieser Zeit machen wir den Raum frei und probieren mit den Menschen vor Ort aus, was möglich ist.“ Auf Basis dieser Erkenntnisse wird dann die endgültige Ausführung mit dauerhaften baulichen Maßnahmen umgesetzt.</p>



<p>„Wir arbeiten zuerst mit Pollern, Betonleitwänden und Markierungen – das funktioniert nach dem Prinzip des tactical urbanism: Man setzt mit geringen Eingriffen schnell um und probiert aus. Was sich bewährt, kann dann bleiben.“ Dabei sollen auch Stellplätze an der Oberfläche reduziert werden. Für diese Beteiligungsphase und die Ableitung von Schlüssen ist das studio Laut verantwortlich.</p>



<h2>Anders als Barcelona</h2>



<p>Während im Barcelona des 19. Jahrhunderts durch den gleichförmigen Straßenraster des Stadtplaners Ildefons Cerdà eine flächendeckende Umsetzung von Superblocks zumindest möglich erscheint, ist die urbane Struktur Wiens viel heterogener. Bereits jetzt gibt es eine Hierarchie von stärker und schwächer befahrenen Straßen, was sich aber durch Navigationssysteme zunehmend ändert: Der Verkehr wird immer häufiger auch durch Wohngebiete geleitet.</p>



<p>Eine Stadt aus lauter Supergrätzln wird in Wien somit schwierig umsetzbar sein, doch Lorenz meint, das sei gar nicht nötig: „Schon wenn man in jedem Bezirk ein oder zwei solche Gebiete einrichtet, wird der Effekt spürbar sein, weil man so quer durch den Bezirk laufende Einbahnen für den Durchzugsverkehr ausschaltet.“ Auch die großen Kreuzungsplätze, die in Barcelona durch abgeschrägte Blockecken entstehen, gibt es in Wien nicht: „Im Supergrätzl werden dafür eher kleine Fußgängerzonen Platz finden. In den Kreuzungen sollen durch Ohrwascheln und Baumpflanzungen nutzbare Mikrofreiräume entstehen, und so eine Verlangsamung des Kfz-Verkehrs erreicht werden.“</p>



<h2>Trial and Error</h2>



<p>„Ziele des Supergrätzl-Konzepts in Wien sind Aufenthaltsqualität, Verkehrssicherheit, Verbesserungen für den Fuß- und Radverkehr sowie Klimawandelanpassung, das heißt Begrünung und Kühlung“, so Lorenz. Bereits in der Pilotphase wird es deshalb Sitzgelegenheiten und unaufwendige Begrünung geben. Mithilfe verschiedener Beteiligungsformate soll die Ausrichtung für die finale Ausführung ausverhandelt werden&#8230;</p>



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		<title>Hoch hinaus statt auf der grünen Wiese</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 18:17:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In Österreich wird zu viel Boden versiegelt. Dabei sollte der Fokus in Zeiten der Klimakatastrophe auf der Nachverdichtung des Bestands liegen. Positivbeispiele gibt es zu Genüge, oft wird es Bauträgern aber schwer gemacht.THORBEN POLLERHOF Eisenstadt wird verbraucht. Und das jedes Jahr. Nein, der burgenländischen Landeshauptstadt geht es gut. Die Größe Eisenstadts wird nur gerne als [&#8230;]</p>
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<p>In Österreich wird zu viel Boden versiegelt. Dabei sollte der Fokus in Zeiten der Klimakatastrophe auf der Nachverdichtung des Bestands liegen. Positivbeispiele gibt es zu Genüge, oft wird es Bauträgern aber schwer gemacht.<br>THORBEN POLLERHOF</p>



<p>Eisenstadt wird verbraucht. Und das jedes Jahr. Nein, der burgenländischen Landeshauptstadt geht es gut. Die Größe Eisenstadts wird nur gerne als Maßstab für den Flächenverbrauch in Österreich genommen. Laut Umweltbundesamt entsprach nämlich der Drei-Jahresmittelwert der jährlich verbrauchten Fläche an produktivem Boden 2020 42 Quadratkilometer – also der Fläche von Eisenstadt.</p>



<p>Das ist auf mehreren Ebenen ein Problem. Zum einen verliert versiegelter Boden an biologischer Vielfalt und Funktionen, zudem steigt das Hochwasserrisiko und versiegelte Flächen heizen sich schneller auf. Zum anderen sinken damit die landwirtschaftlich- nutzbaren Flächen und der Bedarf an Lebensmittelimporten steigt. Klar ist also: So kann es nicht weitergehen. Anstatt auf der grünen Wiese zu bauen, gibt es eine Alternative: Nachverdichtung. Sprich, Bestand zu nutzen und zu verbessern, um Wohnungsproblemen an den Kragen zu gehen. </p>



<p>Die Vorteile liegen dabei auf der Hand: Wo schon einmal ein Gebäude stand, dort ist auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden. Gas, Wasser, Strom, aber auch die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln – in der Regel alles da. Das ist auch in Sachen Kosten ein wichtiges Argument. Gilt der Neubau als günstiger, vergisst man dabei oft die Nachfolgekosten im Zuge der Infrastrukturaufbereitung.</p>



<h2>Angst um Aussicht</h2>



<p>Doch in vielen Teilen Österreichs schwingt auch die Angst mit. Eine Nachverdichtung, beispielsweise im Zuge einer Sanierung samt Dachausbau eines Gründerzeithauses, birgt auch Probleme: Eine mehrjährige Baustelle innerhalb des Hauses und die Nachbarn haben Angst um ihre schöne Aussicht. So geschehen in Wien, beim Projekt Tivoligasse von Palmers Immobilen und Freimüller Söllinger Architektur. Hier sollten oberhalb eines Supermarkts 96 Klein- und Mittelwohnungen entstehen. Normalerweise ein Paradebeispiel für Nachverdichtung: Eine bereits versiegelte Fläche kann effizienter genutzt werden. Bereits zu Projektbeginn gab es aber eine Petition gegen das Projekt. Die wichtigsten Argumente der Anrainer: zu hoch, zu viel, zu wenig Stellplätze. Nach einer Mediationsveranstaltung wird nun aber gebaut, das Projekt soll noch dieses Jahr fertig werden. </p>



<p>Diese Situationen kennt auch Bauträger Hans Jörg Ulreich, der sich auf die Sanierung von Gründerzeithäusern spezialisiert hat: „Wenn man so etwas vorhat, muss man erst einmal alle Anrainer mit ins Boot holen. Diese Arbeit ist wichtig, wollen sich aber die wenigsten machen.“ </p>



<p>Unter anderem ein Grund, warum in Wien das Potenzial der Nachverdichtung immer noch ungenutzt bleibt. Eine Broschüre der Arbeiterkammer aus dem Jahre 2018 berechnet: „Das durch die Nachverdichtung im Gemeindewohnbaubestand insgesamt erzielbare Potenzial beläuft sich theoretisch auf etwa 130.000 Wohneinheiten.“ Dabei geht es längst nicht nur um Dachausbauten. </p>



<p>Gemeint ist damit auch die horizontale Erweiterung, beispielsweise durch die Überbauung von Stellplätzen oder Garagen. Wie beim Beispiel der Tivoligasse: bereits versiegelte Flächen besser nutzen. Stattdessen gibt es auch in der Bundeshauptstadt den Hang zum Bau von Stadtentwicklungsgebieten auf grünen Wiesen am Stadtrand, wie die Beispiele Seestadt und Wildgarten zeigen.</p>



<h2>Abreißen und neu bauen</h2>



<p>Ein weiteres Beispiel für Nachverdichtung ist das Reconstructing-Project der Neuen Heimat in Ried im Innkreis. Der Bestand beherbergt insgesamt 44 Wohneinheiten und ist bereits in die Jahre gekommen. Der Plan: Etappenweise abtragen und einen Neubau mit heutigem Wohnstandard und insgesamt 83 Wohneinheiten errichten. Auch hier ist der Vorteil, dass die vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann und bereits versiegelte Böden effizienter genutzt werden&#8230;</p>



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		<title>Auf der Suche nach dem g’scheiten Grätzl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 12:37:48 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Westlich der Grazer Bahngleise wird gerade die Smart City aus dem Erdboden gestampft. Der Stadtteil wirbt mit neuen Technologien, smarten Verkehrslösungen und gemütlicher Nachbarschaft. Doch wie sieht die Realität aus? Ein Lokalaugenschein mit Christine Braunersreuther, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Stadtplanung.WOJCIECH CZAJA Alle sieben Minuten fährt die Straßenbahn durch die Waagner-Biro-Straße. Mal sitzen zwei [&#8230;]</p>
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<p>Westlich der Grazer Bahngleise wird gerade die Smart City aus dem Erdboden gestampft. Der Stadtteil wirbt mit neuen Technologien, smarten Verkehrslösungen und gemütlicher Nachbarschaft. Doch wie sieht die Realität aus? Ein Lokalaugenschein mit Christine Braunersreuther, Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Stadtplanung.<br>WOJCIECH CZAJA</p>



<p>Alle sieben Minuten fährt die Straßenbahn durch die Waagner-Biro-Straße. Mal sitzen zwei Personen drin, mal eine, mal keine. „Rundherum wird gebaut, es wohnen noch relativ wenig Leute hier“, sagt Christine Braunersreuther. „Aber in der Früh, wenn die Kinder ins Leopoldinum fahren, oder am Nachmittag, wenn die Schule dann aus ist, sieht die Sache schon anders aus. In ein, zwei Jahren, da bin ich mir sicher, wird das eine ziemlich gut frequentierte Strecke sein.“ Die Straßenbahn, um die es sich handelt, ist die Verlängerung der Linie 6, die vom Hauptbahnhof um sechs Stationen verlängert wurde, ehe sie in der neuen Smart City ihre finale Gleisschleife um die Baustelle des sogenannten Smart Quadrats legt. </p>



<p>Und wieder eine leere Bim. Braunersreuther, Clubobfrau der regierenden Grazer KPÖ und Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Stadtplanung, verfolgt die Pläne zur Smart City schon seit geraumer Zeit, steht dem 8,2 Hektar großen Stadtentwicklungsgebiet aber mit einer, wie sie meint, „gesunden Distanz“ gegenüber. Das Areal westlich und nordwestlich des Grazer Hauptbahnhofs war einst ein klassisches Industriegebiet mit Lager- und Logistikhallen. Manche alteingesessenen Betriebe wie etwa PJ Messtechnik oder Stahlgroßhandel F. Eberhardt zeugen auch heute noch davon. Erste Ideen, die Hallen zu schleifen und die zentrumsnahen Baulandreserven einzustädtern, reichen bis in die 1980erund 1990er-Jahre zurück. </p>



<p>„Aber erst 2013 hat es das Projekt erstmals in den Gemeinderat geschafft“, sagt Braunersreuther. Mit einer EU-Förderung, Smart-City-Kriterien und der Absicht, hier vor allem auf die Karte städtebaulicher Verträge zu setzen und die Bauträger und Investoren in die öffentliche Pflicht zu nehmen, sollte ein innovatives, zukunftsfähiges Exempel statuiert werden. „Zu den smarten Auflagen zählte von Anfang an, dass nachhaltige Technologien zum Einsatz kommen und dass schon vor Besiedelung des Quartiers die Grünflächen, Parkanlagen und öffentlichen Verkehrsmittel fertiggestellt und in Betrieb sind.“</p>



<p>Christine Braunersreuther steht vor einem riesigen Schuttberg. Neben ihr Erdbrocken und Bruchstücke eines alten, gemauerten Mauerbogens, im Hintergrund Kräne und Bagger. „Ich stehe hier im zukünftigen Nikolaus-Harnoncourt- Park, der eigentlich schon längst hätte fertig sein sollen, in dem die Bäume schon längst wachsen sollten. Diese Auflage ist leider nicht erfüllt.“</p>



<h2>Zentralisierte Haustechnik</h2>



<p>Man brauche die Fläche für Logistik und Zwischenlagerung, heißt es offiziell seitens der Bauträger. Auch die Straßenbahn nahm ihre Jungfernfahrt, nachdem die Volksschule Leopoldinum schon ein Semester lang in Betrieb war, mit einiger Verspätung erst im Jänner 2022 auf. Etwas smarter immerhin ist die zum überwiegenden Teil zentralisierte Haustechnik. Unter dem AVLBürogebäude, das schon vor einigen Monaten besiedelt wurde, befindet sich mit rund 2,5 Megawatt Leistung das größte Grundwasser-Projekt der Steiermark. </p>



<p>„Aufgrund der guten Grundwasserreserven haben wir im Baufeld Mitte ein zentrales Energiesystem“, erklärt Oliver Vallant, Geschäftsführer der Smart City Mitte Holding GmbH. „Aus 40 Meter Tiefe saugen wir zwölf Grad warmes Grundwasser an, das wir im Winter in Wärme verwandeln und im Sommer fürs Kühlen nutzen.“ Die beim Kühlen anfallende Abwärme wird zudem für die Warmwasseraufbereitung verwendet. Im Endausbau soll die Anlage rund 310 Wohnungen und 21.000 Quadratmeter Büro- und Geschäftsfläche versorgen. Als Back-up fungiert eine Fernwärmeleitung, die kurzfristig in Betrieb genommen werden kann.</p>



<p>„Die klimafreundliche Energie ist für einen Stadtteil, der den Namen Smart City trägt, meines Erachtens eine Selbstverständlichkeit“, sagt Braunersreuther. Im Hintergrund pirscht sich wieder eine Straßenbahngarnitur an. „Viele andere Aspekte aber, die ebenso selbstverständlich sein sollten, wurden verabsäumt. Die autofahrerfreundlichen Vorgängerregierungen haben den Ausbau des öffentlichen Verkehrs immer wieder auf Eis gelegt. Das ist wirklich ärgerlich.“</p>



<h2>Komposition aus „Blockrandbebauung“</h2>



<p>Auf der Mängelliste der Clubobfrau und Stadtplanungsexpertin stehen außerdem fehlende fußläufige Querungen in die Osthälfte des Lend-Bezirks sowie eine attraktive Schließung und Verdichtung des Radwegnetzes. Der Ärger ist nachvollziehbar. Zwischen den beiden Unterführungen Peter-Tunner- Gasse im Norden und Eggenberger Straße im Süden liegen 1,5 Kilometer Luftlinie&#8230;</p>



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		<title>Game-Changer im Anmarsch</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 21:24:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bis 2030 will Österreich CO₂-Neutralität erreichen. Die einen sagen, dass eine so schnelle Umstellung mathematisch und wohnrechtlich fast unmöglich ist, die anderen sehen in der bevorstehenden EU-Taxonomie eine Jahrhundertchance, die den Immobilienmarkt komplett umkrempeln könnte.WOJCIECH CZAJA Im 18. Jahrhundert gab es in Österreich eine Dachsteuer. Je größer die Dachfläche, desto mehr monetäre Abgabe hatte der [&#8230;]</p>
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<p>Bis 2030 will Österreich CO₂-Neutralität erreichen. Die einen sagen, dass eine so schnelle Umstellung mathematisch und wohnrechtlich fast unmöglich ist, die anderen sehen in der bevorstehenden EU-Taxonomie eine Jahrhundertchance, die den Immobilienmarkt komplett umkrempeln könnte.<br>WOJCIECH CZAJA</p>



<p>Im 18. Jahrhundert gab es in Österreich eine Dachsteuer. Je größer die Dachfläche, desto mehr monetäre Abgabe hatte der Hauseigentümer zu leisten. Im 19. Jahrhundert wurde in vielen europäischen Ländern eine Fenstersteuer eingeführt. Das fiskalische Soll stieg mit der Anzahl der Maueröffnungen. Und kurz nachdem 1912 nach Plänen von Ernst Gotthilf und Alexander Neumann das Bankvereinshaus am Schottentor errichtet wurde, trat in Wien die sogenannte Stiegensteuer in Kraft, woraufhin eines der insgesamt fünf Stiegenhäuser wieder abgerissen und mit Eisenbeton-Deckenplatten etagenweise geschlossen wurde. </p>



<p>„Die Steuergestaltung war immer schon aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen unterworfen“, sagt Michael Haugeneder, Geschäftsleiter von ATP Sustain, einer Forschungs- und Sonderplanungsgesellschaft innerhalb der ATPGruppe. „Daher halte ich die Einführung der CO²-Steuer, über die heute nachgedacht wird, für eine prinzipiell gute Sache. Und ich denke, gemeinsam mit der neuen EU-Taxonomie, die Unternehmen und Finanzinstitute ab 2022 anwenden werden müssen, wird das zu einem absoluten Game-Changer innerhalb der gesamten Bau- und Immobilienbranche werden.“ </p>



<p>Zu einem Game-Changer? Ja, für Haugeneder könnte die Kombination aus österreichischen und europäischen Zielsetzungen die bisherige Immobilien- und Finanzierungsgesellschaft komplett auf den Kopf stellen. Er sieht in der Taxonomie- Einführung ein enormes Potenzial. „Bislang haben die Ökonomen die Entscheidung, ob ein Projekt finanziert wird oder nicht, ausschließlich aus finanziellen Überlegungen getroffen.</p>



<p>Ab nun werden auch andere Qualitäten wie etwa Einhaltung des Klimaschutzes, Klimawandelresilienz oder Umweltverschmutzung als ökonomische Kriterien verpflichtend berücksichtigt. Ab nun hat Nicht-Klimaschutz einen hohen Preis. Und ich gehe davon aus, dass seriöse Ökonomen in Zukunft nur noch taxonomiekonforme Immobilien finanzieren werden.“</p>



<h2>Speicherfähige Masse</h2>



<p>Zum Beispiel wie die 2226-Häuser von Baumschlager Eberle, die komplett ohne Heizung, Kühlung und Lüftung auskommen. Nachdem 2013 in Lustenau der vielfach preisgekrönte Prototyp in Form eines Bürohauses fertiggestellt wurde, folgten nun ein Therapiezentrum in Lingenau, Vorarlberg, das Wohnhaus „2226 Emmenweid“ im schweizerischen Emmen sowie das „2226 Graf“ in Dornbirn, das dank seiner fast 80 Zentimeter (!) dicken Außenwände superträge ist und superviel speicherfähige Masse aufweist. Zu den wenigen Tech-Maßnahmen zählen eine Fotovoltaikanlage zur Warmwasseraufbereitung sowie Infrarot- Paneele als Back-up, falls es mal doch zu kalt ist. Weitere 2226-Projekte sind bereits in Planung.</p>



<p>Auch die Wohnbauselbsthilfe engagiert sich in puncto CO²-neutral. Für den Wohnbau in Wolfurt mit 33 Wohneinheiten erhielt der Bauträger klimaaktive Gold. Der klimaaktiv Gebäudestandard ist österreichweit das bekannteste Bewertungssystem für die Nachhaltigkeit von Gebäuden mit besonderem Fokus auf Energieeffizienz, Klimaschutz und Ressourceneffizienz. Gebäude in klimaaktiv Qualität garantieren die Einhaltung hochwertiger Standards in den Bereichen niedriger Energieverbrauch, mehr Behaglichkeit, Raumluftqualität und Gesundheit sowie Ausführung und Wirtschaftlichkeit. </p>



<p>Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Beim Monitoring werden Energiebedarf und Luftqualität laufend kontrolliert. Zudem werden auch CO²-, Feuchtehaushalt und Temperatursituation berücksichtigt. So können die Wohnungen hinsichtlich Behaglichkeit und Raumluftqualität weiter optimiert werden. „Bei dem Projekt haben wir das Studiendesign möglichst umfassend gestaltet, um den größtmöglichen Erkenntnisgewinn und damit Nutzen für die Bewohner zu erzielen“, erläutert Martin Ploss vom Energieinstitut Vorarlberg.</p>



<h2>Unzählige Zertifizierungsfragen</h2>



<p>„Ich rechne damit, dass sich durch die EU-Taxonomie die Bau- und Immobilienbranche komplett verändern wird und in zwei, spätestens drei Jahren die ersten Veränderungen spürbar sein werden“, sagt Doris Wirth, Taxonomie-Auditorin, Geschäftsführerin von Bluesave und Vizepräsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft, kurz ÖGNI&#8230;</p>



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		<title>Von (fast) allen guten Geistern verlassen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 21:04:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Smart Living bezieht sich in Österreich vor allem auf Flächenverzicht und seltener auf die Implementierung neuer digitaler Technologien. Doch es gibt Ausnahmen. Ein Überblick über Tablets, Smart-Locks und sympathisch dreinschauende Avatare.WOJCIECH CZAJA Er ist hellblau, sein fünfeckiger Kopf hat die Form eines prototypischen Giebelhauses, und dank den großen Augen, die irgendwo auf der Fassade herumkullern, [&#8230;]</p>
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<p>Smart Living bezieht sich in Österreich vor allem auf Flächenverzicht und seltener auf die Implementierung neuer digitaler Technologien. Doch es gibt Ausnahmen. Ein Überblick über Tablets, Smart-Locks und sympathisch dreinschauende Avatare.<br>WOJCIECH CZAJA</p>



<p>Er ist hellblau, sein fünfeckiger Kopf hat die Form eines prototypischen Giebelhauses, und dank den großen Augen, die irgendwo auf der Fassade herumkullern, kann man gar nicht anders als den stilisierten Avatar einfach nur süß zu finden. Puck, der gute Hausgeist, ist eine Entwicklung von JP Immobilien und erblickte Anfang 2018 das Licht der digitalen Welt. „Wir haben die App entwickelt, um die Kommunikation zwischen Eigentümer, Hausverwalter und Mieter zu optimieren“, erläutert JPI- Geschäftsführer Daniel Jelitzka. „Zudem ist Puck mit seinen Sprech-Bubbles immer freundlich. Damit ist er dem klassischen Hausverwalter gegenüber, der in der Regel kein so gutes Images hat, klar im Vorteil.“</p>



<p>Puck ist nichts anderes als eine App und besteht aus vier Grundmodulen: Puck- App, Puck-Board, Puck-Box und Puck- Door. Die App ist klassisch am Smartphone installiert. Das Puck-Board ist eine Art digitales schwarzes Brett – mit Infos zum Haus, zum Grätzl, zum Wetter, aber auch mit Hinweisen zu Veranstaltungen und Shopping-Aktionen in der Gegend. Puck- Box ist eine systemoffenes Storage-Anlage, in der man mittels QR-Code ein Packerl für einen Bewohner hinterlassen kann. Und mittels Puck-Door kann man die Gegensprechanlage auch von unterwegs bedienen und muss dazu nicht zu Hause sein. Das sei nicht nur komfortabel, sondern auch ein wertvoller psychologischer Einbruchschutz, so Puck-Papa Jelitzka. </p>



<p>Mittlerweile ist Puck nach Auskunft von JPI in rund 100.000 Wohnungen von insgesamt 900.000 Wiener Haushalten im Einsatz – wie man sich angesichts der extrem hohen Marktdurchdringung von rund elf Prozent unschwer vorstellen kann, nicht nur in JPI-Häusern, sondern auch als Lizenzprodukt bei anderen Bauträgern und Hausverwaltungen. Auch im Facility-Management ist Puck in Verwendung – was etwa Reinigung, Gartenbewässerung oder den Austausch schadhafter Leuchtmittel betrifft.</p>



<p>„Im Idealfall sind die Häuser, Gärten und technischen Einrichtungen mit Sensoren ausgestattet“, so Jelitzka. „Der Facility- Manager bekommt eine Info und braucht die Immobilie nur im Bedarfsfall anzufahren. Damit ist die Digitalisierung nicht zuletzt auch ein Beitrag zur Einsparung von CO² &#8211; und somit zur dringenden Ökologisierung.“ Aktuell gibt es ein Kooperationsprojekt mit Magenta und Saubermacher, bei dem in ausgewählten Liegenschaften in Echtzeit Daten zur Trennqualität des Restmülls gesammelt und übermittelt werden. </p>



<p>Anfänglich wurde Puck ausschließlich im Neubau eingesetzt. Die Altbauten werden, wo dies technisch möglich ist, mehr und mehr nachgerüstet. In der Zwischenzeit umfasst die App viele unterschiedliche Service-Anwendungen wie etwa Öffi- Infos, Community-Management und Buchung von Waschküchen, E-Ladestationen und Gemeinschaftsräumen. In wenigen Jahren soll sich die „Investition im niedrigen einstelligen Millionenbereich“, so Jelitzka, amortisiert haben. Die Basiskosten belaufen sich auf 50 Eurocent pro Wohnung und Monat. Weitere Einnahmequellen sind Werbung und Provisionen, sofern Produkte und Dienstleistungen über die App verkauft werden.</p>



<h2>Smart-Lock in der Tasche</h2>



<p>Während in Deutschland bereits erste Wohnbaupiloten mit smarten Technologien ausgestattet werden (siehe Textkasten) und in Helsinki-Kalasatama sogar ein als Baugruppe entwickeltes Seniorenwohnhaus mit Tablets ausgestattet und komplett durchdigitalisiert wurde, steckt die Entwicklung hierzulande noch in den Kinderschuhen. Denn wenn in Österreich das Wort „Smart“ in den Mund genommen wird, dann verheißt das in der Regel nichts Fortschrittliches, sondern bloß was Winziges&#8230;</p>



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		<title>EINFACH AUSGEZEICHNET</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 21:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Obdachlose]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Konzeption her ist es das Schönste, nicht nur im ästhetischen Sinn, was es auf dem Gebiet der Obdachlosenbetreuung gibt“, zeigt sich Pfarrer Wolfgang Pucher glücklich über das VinziDorf in Wien-Hetzendorf. Denn hier gehe es in erster Linie darum, was der Einzelne braucht. Mehr als zehn Jahre kämpfte der Grazer Pater Seite an Seite [&#8230;]</p>
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<p>Von der Konzeption her ist es das Schönste, nicht nur im ästhetischen Sinn, was es auf dem Gebiet der Obdachlosenbetreuung gibt“, zeigt sich Pfarrer Wolfgang Pucher glücklich über das VinziDorf in Wien-Hetzendorf. Denn hier gehe es in erster Linie darum, was der Einzelne braucht. Mehr als zehn Jahre kämpfte der Grazer Pater Seite an Seite mit Alexander Hagner und Ulrike Schartner vom Architekturbüro gaupenraub +/- gegen kleinliche Einwände, die darauf abzielten, die Einrichtung für alkoholkranke Obdachlose zu verhindern.</p>



<p>Heuer gab es dafür den Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der ArchitektInnen. Damit wird nicht nur gesellschaftliches Engagement gewürdigt, sondern auch die trotz prekärer Umstände herausragende Architektur. Die Errichtung der kleinen Siedlung aus Holzhäusern unter Bäumen nächst einem zum gastlichen Gemeinschaftshaus umgewandelten Wirtschaftsgebäude wurden dank Spenden und von Firmen geschenktem Baumaterial sowie tatkräftiger Hilfe von Schülern der HTL Mödling möglich. Bei ihrer Gestaltung und Positionierung wurde alles bedacht, was in Wohnanlagen oft vergessen wird: Gedeckte Wege und auskragende Dächer schützen den Zugang zu den Wohneinheiten, keine Eingangstür liegt einer anderen gegenüber, aus keinem Fenster gibt es Einblick in ein anderes&#8230;</p>



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