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	<title>Schwammstadt Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<description>Fakten und Lösungen für Profis, Wohnungswirtschaft, Fachmagazin</description>
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	<title>Schwammstadt Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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		<title>Supergrätzl als Blaupause für die urbane Transformation?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 14:03:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Städte sind der Kristallisationspunkt, an dem die gesteckten Klimaziele gesellschaftlich wie baulich verhandelt und umgesetzt werden müssen. Entscheidungsträger stehen in der Pflicht, die Folgewirkungen eines Projekts faktisch zu untersuchen, den öffentlichen Diskurs zu suchen und gezielt Fragen zu stellen, um negative Effekte im Vorfeld zu reduzieren. Wie wirkt sich das Projekt auf das lokale Klima [&#8230;]</p>
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<p>Städte sind der Kristallisationspunkt, an dem die gesteckten Klimaziele gesellschaftlich wie baulich verhandelt und umgesetzt werden müssen. Entscheidungsträger stehen in der Pflicht, die Folgewirkungen eines Projekts faktisch zu untersuchen, den öffentlichen Diskurs zu suchen und gezielt Fragen zu stellen, um negative Effekte im Vorfeld zu reduzieren. Wie wirkt sich das Projekt auf das lokale Klima aus? Wird neuer Verkehr erzeugt? Wie wird der öffentliche Raum verteilt?<br>STEFAN SEER, NIKOLAS NEUBERT</p>



<p>Die Stadtplanungskonzepte der letzten Jahre organisieren den städtischen Raum und die Mobilität auf menschlicher Ebene radikal neu. Sie erobern den öffentlichen Raum zurück und schaffen gleichzeitig innovative Flächennutzungsmaßnahmen zur Klimawandelanpassung. Trotz einer Vielzahl von nachhaltigen Ansätzen mit nachweisbarem Potenzial, wie beispielsweise der Schwammstadt, bleibt deren Umsetzung meist vereinzelt oder wird von wirtschaftlichen oder politischen Interessen zerfahren. Wird sich das Konzept des Supergrätzls dort einreihen?</p>



<h2>Transformative Flächenpotenziale</h2>



<p>Das Konzept ist „in“, ob Superblock (Barcelona), Superbüttel (Hamburg) oder Kiezblock (Berlin). Auf den ersten Blick unterscheidet das Konzept nicht viel von Verkehrsberuhigungsagenden der 1980er. Doch die Ausgangslage heute ist weitaus herausfordernder – der Pkw-Verkehr hat zugenommen, Onlineshopping schlägt sich in Lieferverkehren wieder und zugleich werden öffentliche Räume für den sozialen Zusammenhalt und ein verbessertes Stadtklima gefordert. Betrachtet man die Umsetzungen der Supergrätzl, wird deutlich, ein einheitliches Konzept oder eine Definition gibt es nicht. </p>



<p>Der Deal ist bestechend wie einfach: Man tausche Verkehrsflächen für den motorisierten Individualverkehr gegen öffentlichen Raum mit mehr Lebensqualität im direkten Wohnumfeld. Dabei werden Verkehrsflächen zwischen mehreren Wohnblöcken in Aufenthalts- und Langsamverkehrsflächen umgewandelt und der Durchgang des motorisierten Individualverkehrs unterbunden.</p>



<p>Um die Anwendbarkeit der Supergrätzl in Europa zu beschleunigen, erforscht das AIT Austrian Institute of Technology (AIT), wie das Konzept als politische und planerische Strategie für eine transformative städtische Anpassung validiert, internationalisiert und erweitert werden kann. So hat man am Beispiel der Stadt Wien geeignete Quartiere für ein Supergrätzl identifiziert. </p>



<p>Es wurde aufgezeigt, welche Reduktion des Energieverbrauchs und der mobilitätsbezogenen Treibhausgasemissionen zu erwarten sind und welche transformativen Flächenpotenziale zur Umgestaltung des öffentlichen Straßenraums zur Steigerung der Lebensqualität zur Verfügung stehen. Daran arbeiten beim AIT multidisziplinäre Teams aus Stadt- und Mobilitätsexperten, Freiraum- und Klimaplaner sowie Verhaltensforscher und Moderatoren.</p>



<h2>Gebauter Klimaschutz</h2>



<p>Konsequent umgesetzt sind Superblocks gebauter Klimaschutz. Für solche komplexen Transformationsprozesse braucht es politischen Mut und multidisziplinäre Expertise. Viele der Ziele bedeuten neben wahrgenommenen Verbesserungen auch konkrete Verhaltensänderungen und damit Konflikte&#8230;</p>



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<p>  </p>
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		<title>Wasser, Luft und Radwege</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2022 12:33:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Schwammstadt, Raumordnung und smarte Mobilität: Es gibt viele Methoden, um die Vorherrschaft von Asphalt und Versiegelung zu beenden, das Klima zu schützen und den Menschen möglichst viel öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen.MAIK NOVOTNY Simone de Beauvoir bekommt ein Facelifting: Der nach ihr benannte Platz im Seeparkquartier der Seestadt Aspern wurde seit seiner Fertigstellung arg [&#8230;]</p>
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<p>Schwammstadt, Raumordnung und smarte Mobilität: Es gibt viele Methoden, um die Vorherrschaft von Asphalt und Versiegelung zu beenden, das Klima zu schützen und den Menschen möglichst viel öffentlichen Raum zur Verfügung zu stellen.<br>MAIK NOVOTNY</p>



<p>Simone de Beauvoir bekommt ein Facelifting: Der nach ihr benannte Platz im Seeparkquartier der Seestadt Aspern wurde seit seiner Fertigstellung arg gezaust: zu viel Asphalt, zu wenig Grün, eine sengende Hitzeinsel im Sommer. Nicht ganz zu Unrecht, denn der siegreiche Wettbewerbsentwurf stammte aus einer Zeit, in der die Klimadebatte noch nicht die heutige Dringlichkeit angenommen hatte. Jetzt wird der noch neue Bodenbelag teilweise wieder aufgestemmt und die „große Hitzeinsel entschärft und begrünt“, wie es Anfang Februar aus dem Büro der zuständigen Stadträte hieß. 25 neue XXLBäume, 1.000 Quadratmeter neue Stauden- und Gräserbeete, ein großes Wasserspiel und 13 neue Wasserquellen werden das Mikroklima und die Optik auffrischen. </p>



<p>Dabei war die Seestadt Aspern eigentlich ein Musterschüler des städtischen Mikroklimas, denn hier wurde von Anfang an auf das Schwammstadtprinzip gesetzt (siehe Infokasten), das von den Landschaftsplanern 3:0 für Aspern maßgeschneidert wurde. Dieses Prinzip gibt den Stadtbäumen einen großen Wurzelraum, in dem Regenwasser gespeichert wird, damit sie sich auch bei großer Hitze und langer Trockenheit ausreichend mit Wasser versorgen können.</p>



<h2>Gekühlte Hitzeinseln</h2>



<p>Die Bodenversiegelung zu minimieren und Freiräume nicht mehr als Nebenschauplatz des Bauens zu betrachten: Dies ist heute nahezu selbstverständlich geworden. Auch bei hochverdichteten Projekten im geförderten Wohnbau. So wird der Lebenscampus Wolfganggasse auf dem Areal der ehemaligen Badner-Bahn-Remise in Wien- Meidling (Bauträger Neues Leben und WBV-GPA, Planung von Gerner Gerner Plus Architekten, M &amp; S Architekten, Yewo Landschaftsarchitekten) eine „Remisenpromenade“ mit begrünten Gartenterrassen, Hochbeeten, Liegewiese und Kleinkinderspielplatz aufweisen, eine begrünte Fassade soll die urbane Hitzeinsel kühlen.</p>



<p>Nicht nur in Wien, auch in kleineren Gemeinden ist der Umgang mit der Ressource Boden inzwischen ganz oben auf der Agenda. In den Planungen für den öffentlichen Raum fließen neueste Erkenntnisse zur Mobilität und Ökologie ein. Die vier mit dem Land- Luft-Baukultur-Gemeindepreis 2021 ausgezeichneten Gemeinden Mödling, Feldkirch, Götzis und Thalgau verfolgen alle eine nachhaltige Ortsentwicklung, und auch die mit dem Sonderpreis „Boden g’scheit nutzen“ ausgezeichneten Initiativen haben clevere Methoden gegen den Flächenfraß gefunden. </p>



<p>Der Verein Bodenfreiheit in Vorarlberg kämpft mit dem Ankauf kleiner Grünlandstreifen gegen ausufernde Gewerbegebiete, die von mehreren Bürgermeistern gestartete Initiative vau | hoch | drei revolutionierte eigenhändig die Vorarlberger Raumplanung: Seit März 2019 hat neues Bauland ein Ablaufdatum, ein Bodenfonds und die Widmungskategorie „Vorbehaltsflächen für gemeinnützigen Wohnbau“ wurden eingerichtet. „Der Anlass war die zunehmende Bodenhortung durch einige Ländle-Oligarchen und ein zu geringes Maß an Mobilisierung von Bauflächen“, erklärt Raumplaner und V3-Mitglied Markus Aberer.</p>



<h2>Flächenfraß stoppen</h2>



<p>Dass diese Signale ganz oben angekommen sind, zeigt eine wichtige Weichenstellung auf Bundesebene, die im Oktober 2021 erfolgte. Die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) beschloss das Raumordnungskonzept 2030, welches die Raumplanung der nächsten zehn Jahre definieren wird, wie auch die erste österreichweite Bodenschutzstrategie. Ziel ist, dass die Strategie binnen eines Jahres im Rahmen der ÖROK im Einvernehmen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden zur politischen Beschlussfassung vorgelegt wird&#8230;</p>



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