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	<title>Gebäudetechnologie Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<description>Fakten und Lösungen für Profis, Wohnungswirtschaft, Fachmagazin</description>
	<lastBuildDate>Tue, 18 Oct 2022 18:21:48 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Gebäudetechnologie Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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		<title>„High-Tech ist ein ordentlicher Batzen in den Betriebskosten“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 21:44:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebskosten]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäudetechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[High-Tech]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Stromverbrauch]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Baugenossenschaft Wien-Süd hat ein Händchen für Kunst am Bau, für Schwimmbäder am Dach und für einzeln ausgeschriebene Gewerke. Und wie sieht es mit der technischen Dimension des Bauens aus? Ein Gespräch mit dem neuen Vorstandsvorsitzender und Obmann Andreas Weikhart.WOJCIECH CZAJA High-Tech oder Low-Tech? Weder noch. Ich bin für Norm-Tech. Einerseits mache ich die Beobachtung, [&#8230;]</p>
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<p>Die Baugenossenschaft Wien-Süd hat ein Händchen für Kunst am Bau, für Schwimmbäder am Dach und für einzeln ausgeschriebene Gewerke. Und wie sieht es mit der technischen Dimension des Bauens aus? Ein Gespräch mit dem neuen Vorstandsvorsitzender und Obmann Andreas Weikhart.<br>WOJCIECH CZAJA</p>



<p><em>High-Tech oder Low-Tech?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Weder noch. Ich bin für Norm-Tech. Einerseits mache ich die Beobachtung, dass ohnehin schon jedes einzelne Haus, das wir heute errichten, aufgrund von digitalen Planungsmethoden, optimierten Baustellenprozessen, hocheffizienten Baustoffen und nicht zuletzt immer komplexer werdenden Haustechnik-Anlagen eh schon hochtechnologisch ist. Andererseits überfordert es mich ehrlich gesagt, wenn ein Wohnhaus im geförderten Bereich noch mehr Maschine ist als ohnehin nötig.</p><cite>Weikhart</cite></blockquote>



<p><em>Was sagen die Mieter dazu?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Viele davon sind bereits mit Fußbodenheizung und Bauteilaktivierung überfordert. Das hängt davon ab, wie man konditioniert ist, wie man früher gelebt hat, welche Wohnerfahrungen man im Laufe seines Lebens gemacht hat. Wer noch nie eine Fußbodenheizung gehabt hat, muss sich erst einmal an die Trägheit des Systems gewöhnen. Hier braucht es Geduld und Information.</p><cite>Weikhart</cite></blockquote>



<p><em>Wie schaut es mit anderen Haustechnik-Systemen aus?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Wir bauen in vielen unserer Wohnhausanlagen – wie viele andere Bauträger auch – kontrollierte Lüftungen ein. Das System ist clever und effizient. Aber ich habe noch nie jemanden darüber sprechen gehört, was eine Beund Entlüftung in der Wartung und Instandhaltung bedeutet. </p><p>Wir lassen unsere Lüftungsleitungen im Schnitt alle drei Jahre durchputzen. Und Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viel Grind sich hier in so einer verhältnismäßig kurzen Zeit da drin ansammelt. Technik braucht Pflege. Das ist ein ordentlicher Batzen in den Betriebskosten. Das haben viele nicht am Radar.</p><cite>Weikhart</cite></blockquote>



<p><em>Gibt es zwischen Planung, Errichtung und Verwaltung diesbezüglich Interessenkonflikte?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Selbstverständlich! Die Planer denken in einem Zeitraum von zwei Jahren, die Errichter denken in einem Zeitraum von zwei Jahren, die Verwalter denken in einem Zeitraum von vielen Jahrzehnten. Konflikte sind vorprogrammiert. Dialog und Diskussion lautet die Lösung.</p><cite>Weikhart</cite></blockquote>



<p><em>Gibt es irgendeine Investition in Haustechnik, die sich in einem Ihrer Projekte nicht bewährt hat?</em></p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>Die ersten Flachdächer, die ersten Fußbodenheizungen, die ersten Fotovoltaik-Anlagen sind immer eine Katastrophe. Das ist der Fluch der Pioniere. Wir haben viel Lehrgeld gezahlt. Das gehört zum Job. Mit der Zeit lernt man dazu und wird klüger. Auch das gehört zum Job. Unser wahrscheinlich größtes Lehrgeld haben wir mit einem innovativen Heizungssystem bezahlt, das wir vor knapp 20 Jahren in einer Reihenhausanlage installiert haben. 2015 mussten wir das komplette System austauschen. Und wir sprechen hier von fünf Kilometern Rohrleitungen. Das tut weh. Nächste Frage!</p><cite>Weikhart</cite></blockquote>



<p>Dann die Gegenfrage: Manche Wohnhäuser in der Schweiz und in Vorarlberg funktionieren nach dem von Baumschlager Eberle entwickelten Prinzip „2226“ und kommen ohne Heizung und Lüftung aus. Würden Sie so ein Projekt wagen? &#8230;</p>



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		<title>High-Tech versus Low-Tech</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 21:30:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäudetechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[High-Tech]]></category>
		<category><![CDATA[Low-Tech]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die technischen und rechtlichen Anforderungen an den Wohnbau werden immer mehr. Vor allem die klimagerechte Energieeffizienz verlangt stetige Innovation. Doch für viele Bauträger ist die Grenze schon erreicht: Eine immer komplexere, anfällige und wartungsintensive Haustechnik belastet die Kosten, immer neue Normen erhöhen den Druck zusätzlich. Vielversprechende Ansätze deuten in die entgegengesetzte Richtung: Zurück zum Massivbau [&#8230;]</p>
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<p>Die technischen und rechtlichen Anforderungen an den Wohnbau werden immer mehr. Vor allem die klimagerechte Energieeffizienz verlangt stetige Innovation. Doch für viele Bauträger ist die Grenze schon erreicht: Eine immer komplexere, anfällige und wartungsintensive Haustechnik belastet die Kosten, immer neue Normen erhöhen den Druck zusätzlich. </p>



<p>Vielversprechende Ansätze deuten in die entgegengesetzte Richtung: Zurück zum Massivbau und zum einfachen Bauen oder zur Umnutzung des Bestands. Gleichzeitig eröffnen Digitalisierung und innovative Energiekonzepte neue technologische Möglichkeiten. Wir zeigen die Potenziale auf beiden Seiten auf.</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/High-Tech-versus-Low-Tech.pdf">zum Thema als PDF</a><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/High-Tech-versus-Low-Tech.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
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		<title>Einfach kompliziert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 21:28:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäudetechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2021]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Haustechnik im Wohnbau wird immer komplexer und immer teurer. Ist der Plafond erreicht? Pilotprojekte zeigen Lösungen auf, sowohl in radikaler Reduktion als auch in technologischer Intelligenz.MAIK NOVOTNY Behaglichkeit, Komfort, Leistbarkeit, Flexibilität, Licht, Luft, Sonne: Die Wünsche und Anforderungen ans Wohnen sind vielfältig, manche permanent, manche sind Moden unterworfen. Kaum jemand dürfte jedoch bestreiten, dass [&#8230;]</p>
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<p>Die Haustechnik im Wohnbau wird immer komplexer und immer teurer. Ist der Plafond erreicht? Pilotprojekte zeigen Lösungen auf, sowohl in radikaler Reduktion als auch in technologischer Intelligenz.<br>MAIK NOVOTNY</p>



<p>Behaglichkeit, Komfort, Leistbarkeit, Flexibilität, Licht, Luft, Sonne: Die Wünsche und Anforderungen ans Wohnen sind vielfältig, manche permanent, manche sind Moden unterworfen. Kaum jemand dürfte jedoch bestreiten, dass diese Anforderungen eher mehr als weniger werden. Dies hat vor allem rechtliche Gründe, die wiederum klimatische Gründe haben, wie die OIB-Richtlinie 6 (Energieeinsparung und Wärmeschutz), die den Passivhausstandard bei neuen Wohnbauten vorschreibt, oder die seit der Wiener Bauordnungsnovelle 2020 geltende Solarpflicht. Wärmedämmung und Kühlung, Heizung und Lüftung, Warmwasserzu- und Abwasseraufbereitung sowie immer mehr elektronische Bauteile, um all diese Prozesse zu überwachen: Kaum ein Bereich des Bauens ist in den letzten Jahren so angeschwollen wie die Haustechnik. </p>



<p>Nicht alle Bauträger sind darüber glücklich: Immer wieder muss aufwendig korrigiert und nachjustiert werden, die Bewohner geschult werden, Sensoren regelmäßig ersetzt werden. Muss das Wohnhaus wirklich mit immer mehr Technik vollgestopft werden, um den Anforderungen zu entsprechen? Oder sind nicht vielmehr bewährte, dauerhafte und einfach benutzbare Low-Tech-Lösungen das Modell der Zukunft? Dies ist nicht zuletzt eine Kostenfrage. </p>



<p>Laut einer Modellrechnung der GBV über einen Zeitraum von 35 Jahren ergibt sich ein Mehrkostenanteil von 100 Euro pro Quadratmeter Wohnnutzfläche und 300 Euro pro Wohnung und Jahr bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern. Auch bei Abschöpfung aller Fördermittel ist so eine Kostenneutralität für die Bewohner nicht zu erreichen. Eine Studie der WKO ermittelte 2019 die größten Kostentreiber im Wohnbau: Der Passivhausstandard schlug mit 18 Prozent zu Buche, der Schallschutz im Massivbau mit 9,8 Prozent.</p>



<h2>Übermaß an Komplexität</h2>



<p>Doch welche Berechnungsmethoden führen eigentlich zu diesen Zahlen? „Meist werden nur Herstellungskosten herangezogen, die sich um maximal fünf Prozent erhöhen, wenn ein Gebäude energetisch höchst effizient erbaut wird“, sagte Architektin Ursula Schneider bei einer Diskussion der Architektenkammer im Jahr 2016. „Die Kosten in der Betriebsphase und die Auswirkungen auf die Umwelt, die auf volkswirtschaftlicher Ebene relevant sind, werden hier allerdings nicht berücksichtigt. Die Beurteilung der durch ein Gebäude erzeugten Kosten ist nur über dessen Lebenszyklus und gesamthaft möglich – primärenergetisch höchsteffiziente Gebäude verursachen unter dieser Betrachtung die geringsten Kosten.“ </p>



<p>Doch zuerst die Frage: Was genau ist nun High-Tech und Low-Tech? Antworten auf Letztes lieferte 2020 das Salzburger Kompetenzzentrum Bauforschung mit seinem Forschungsprojekt „Low- Tech – Bauen mit Hausverstand“. Dafür wurden 24 Experten – Bauträger, Baufirmen, Architekten und Haustechniker – zu ihren Erfahrungen befragt. Auch sie klagten über ein Übermaß an Komplexität, auch hier wurde die Gebäudetechnik mit 30 Prozent am meisten genannt, und auch die neun Landesgesetze mit zehn verschiedenen Energieausweisverordnungen in Österreich trügen nicht zur Erleichterung bei.</p>



<p>„Das gemeinsame Ziel aller gemeinnützigen Wohnbauträger ist die Schaffung von leistbarem Wohnraum. Die Ausgaben für Wartungs- und Instandhaltungskosten sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Es braucht neue Gebäudekonzepte und die entsprechenden Rahmenbedingungen, die die Umsetzung robuster und wartungsarmer Gebäude auch zulassen“, so Christian Wintersteller, bis 2020 kaufmännischer Geschäftsführer der Gemeinnützigen Salzburger Wohnbaugesellschaft, GSWB.</p>



<h2>Massivbau-Renaissance</h2>



<p>Ein gebautes Beispiel für Low-Tech im Wohnbau ist die 2020 fertiggestellte Wohnanlage 2226 Graf in Dornbirn. Für die freifinanzierten acht Wohnungen adaptierten Baumschlager Eberle Architekten ihr vielbeachtetes Energiekonzept für das Bürohaus 2226 in Lustenau, das inzwischen als „2226-Bauweise“ in Serie geht&#8230;</p>



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		<title>Mehr oder weniger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 20:51:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäudetechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu viel oder zu wenig Gebäudetechnik? Was ist für das Klima besser? Was wollen die Bewohner? Fragen, denen sich ein Bauträger und ein Gebäudetechniker stellen.GISELA GARY Michael Gehbauer„Die Antwort kann nur Low-Tech heißen. Wir müssen versuchen, unsere Gebäude technisch so einfach wie möglich auszugestalten.“ So einfach wie möglich Wir stellen fest, dass die Erhaltung im [&#8230;]</p>
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<p>Zu viel oder zu wenig Gebäudetechnik? Was ist für das Klima besser? Was wollen die Bewohner? Fragen, denen sich ein Bauträger und ein Gebäudetechniker stellen.<br>GISELA GARY</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="273" height="239" src="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/Mehr-oder-weniger-1.jpg" alt="" class="wp-image-38057"/></figure>



<p><strong>Michael Gehbauer<br></strong>„Die Antwort kann nur Low-Tech heißen. Wir müssen versuchen, unsere Gebäude technisch so einfach wie möglich auszugestalten.“</p>



<h2>So einfach wie möglich</h2>



<p>Wir stellen fest, dass die Erhaltung im Rahmen der bestehenden finanziellen Rahmenbedingungen (EVB) immer schwieriger zu bewerkstelligen ist. Es gibt Kollegen, die davor warnen, dass bestimmte Gebäude, z.B. Hochhäuser, in Zukunft nur mehr schwer mit Hilfe der vereinnahmten Mittel erhalten werden können. </p>



<p>Tatsächlich geben wir immer mehr Geld für die Wartung von haustechnischen Anlagen aus. Auch für den Brandschutz müssen laufend hohe Beträge aufgebracht werden. </p>



<p>Die Antwort kann also nur Low-Tech heißen. Wir müssen versuchen, unsere Gebäude technisch so einfach wie möglich auszugestalten. Dabei gelangen wir jedoch an Grenzen. Den Brandschutz können wir aus Sicherheitsgründen nur sehr schwer reduzieren, müssen ihn jedoch überdenken und vereinfachen. Aufzüge stehen aufgrund der notwendigen Barrierefreiheit nicht zur Diskussion. Bei Garagen besteht in bestimmten Fällen die Möglichkeit zur natürlichen Belichtung und Belüftung. </p>



<p>Einen großen Brocken stellen die Heizungs- und Wärmeversorgungsanlagen dar. Ihre Umstellung in Richtung CO²-Reduktion wird, in welcher Form auch immer sie erfolgt, nicht technologisch einfacher und wartungsärmer sein. Oft sind Gebäudeleitzentralen erforderlich, um effizient zu funktionieren. Dasselbe gilt für Solaranlagen, und um Niedrigtemperaturnetze zu managen, braucht es mehr Steuerungstechnik als bei bestehenden Netzen. Hier hilft High-Tech auf jeden Fall. Eine Chance bietet jedoch die Umstellung von Einzelgasthermen auf zentrale Anlagen. Sie sollten langfristig nach der Umstellung wartungsfreier und kostengünstiger gewartet und erhalten werden können. Die Frage High-Tech oder Low- Tech wird wohl nicht eindeutig beantwortet werden können. Grundsätzlich gilt: je weniger Technik verbaut wird, desto günstiger ist die Erhaltung. High-Tech kann jedoch sehr viel bei der effizienten Nutzung von Energie beitragen und ist für die Energiewende unverzichtbar.</p>



<p><strong>KommR Mag. Michael Gehbauer</strong> ist seit 2004 Geschäftsführer der Wohnbauvereinigung für Privatangestellte, WPV-GPA und seit 2019 Obmann des Vereins für Wohnbauförderung, vwbf.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="273" height="240" src="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/Mehr-oder-weniger-2.jpg" alt="" class="wp-image-38058"/></figure>



<p><strong>Christian Steininger</strong><br>„Unser gemeinsames Ziel muss weniger sein, weniger CO₂-Ausstoss, weniger Ressourcenverbrauch, weniger – High-Tech.“</p>



<h2>Klar geht mehr, aber wozu?</h2>



<p>Die ambitionierten Klimaschutzziele zwingen die Baubranche zu Innovationen. Das Thema Kühlen dominiert die Forschung und bringt neue Ansätze, die in Richtung energieautarke Gebäude und den Aufbau von Anergienetzen geht. Der Trend geht in Richtung Plusenergiehäuser, mit dem Ziel, seine Energie selbst bzw. auch über den Bedarf zu erzeugen. Entscheidend sind die Wärmedämmung, eine dichte Gebäudehülle und eine kompakte Bauweise. Die Gebäudetechnik spielt natürlich eine wesentliche Rolle. Viele Bauherren wünschen ein Abspecken&#8230;</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/Mehr-oder-weniger.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/Mehr-oder-weniger.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
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		<item>
		<title>Zufrieden mit Low-Tech?</title>
		<link>https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/zufrieden-mit-low-tech/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=zufrieden-mit-low-tech</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2021 20:31:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Gebäudetechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Low-Tech]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2021]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gebäude werden immer komplexer – was uns die eigene Erfahrung jeden Tag deutlich macht, ist auch objektiv betrachtet schwer von der Hand zu weisen. Höhere Energieeffizienzanforderungen, steigende Ansprüche an Behaglichkeit, immer weiter zunehmende Sicherheitsstandards bringen immer aufwendigere Haustechnik mit sich, gleichzeitig steigt der Wunsch der Nutzer nach der Möglichkeit einzugreifen.ROBERT TEMEL Während einerseits die Bedeutung [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Gebäude werden immer komplexer – was uns die eigene Erfahrung jeden Tag deutlich macht, ist auch objektiv betrachtet schwer von der Hand zu weisen. Höhere Energieeffizienzanforderungen, steigende Ansprüche an Behaglichkeit, immer weiter zunehmende Sicherheitsstandards bringen immer aufwendigere Haustechnik mit sich, gleichzeitig steigt der Wunsch der Nutzer nach der Möglichkeit einzugreifen.<br>ROBERT TEMEL</p>



<p>Während einerseits die Bedeutung von langlebigen Materialien, Resilienz und Robustheit beim Bauen steigt, wird die Technik, auf die Gebäude angewiesen sind, immer weniger langlebig und robust. Wie Margarete Huber von wohnbund:consult formuliert: „In den letzten Jahren gab es eine Entwicklung zu übertechnisierten Gebäuden – da sind Nutzer rasch überfordert.“ Doch es gibt auch eine Gegenbewegung, die „Low-Tech“ statt „High- Tech“ in der Gebäudetechnik fordert. </p>



<p>In Österreich steht dafür exemplarisch das Bürohaus 2226 von Baumschlager Eberle in Lustenau. Gleichzeitig wird zunehmend deutlich, dass beim Bauen zukünftig die Lebenszykluskosten wichtiger sein werden als die Errichtungskosten, es geht also auch darum, Betriebskosten zu senken, etwa durch weniger aufwendige Anlagen. </p>



<p>Ein aktuelles Forschungsprojekt unter dem Titel „Nutzerkomfort durch Low-Tech-Konzepte in Gebäuden“, finanziert durch das deutsche Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), untersucht den Zusammenhang zwischen Technisierungsgrad und Zufriedenheit. Ziel ist es, anhand der Analyse einiger Fallbeispiele eine Bewertungsmatrix zu entwickeln, mit der die technische Ausstattung in Bezug zur Nutzungszufriedenheit gesetzt werden kann. In der Studie zeigte sich das Paradoxon, dass High-Tech-Anlagen, die höchsten Komfort garantieren sollen, nicht unbedingt mit hoher Zufriedenheit einhergehen. </p>



<p>Diese Anlagen sind in der Nutzung sehr herausfordernd. Es dauert sehr lange, bis sie sinnvoll eingestellt sind, und manchmal gelingt das gar nicht zufriedenstellend. Die Nutzer sind in etlichen Fällen überfordert, das Facility Management ist schwierig, man bleibt als Eigentümer abhängig von Systemherstellern und -betreibern, und Nutzer verlangen direkte Eingriffsmöglichkeiten, die wiederum mit der komplexen Einstellung interagieren.</p>



<h2>Nicht ohne Technik</h2>



<p>Die erste Schwierigkeit des Projekts waren bereits die zentralen Begriffe. „Das High-Tech-Gebäude gibt es nicht, ebenso wenig wie das Low-Tech-Gebäude“, meint Huber. „Vielmehr gibt es Prinzipien, die man als Low-Tech bezeichnen könnte.“ Low-Tech-Gebäude sind nicht generell ohne Technik, sondern sie verwenden robuste, langlebige Technik und es wird bei jedem Technikelement hinterfragt, ob dieses nötig ist. </p>



<p>Es geht um sinnvolle Technikreduktion, nicht um Gebäude, die technikfrei sind. Im Gegensatz zu High-Tech ist es bei solchen Gebäuden manchmal notwendig, dass die Nutzer in den Betrieb eingreifen, etwa wenn man die Nachtlüftung durch manuelles Fensteröffnen starten muss. Viele Low-Tech-Prinzipien erinnern an gründerzeitliche Bauten, so der Einsatz von Speicher&#8230;</p>



<div class="wp-block-file"><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/Zufrieden-mit-Low-Tech.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2021/12/Zufrieden-mit-Low-Tech.pdf" class="wp-block-file__button" download>Herunterladen</a></div>
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