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	<title>Pro und Contra Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<description>Fakten und Lösungen für Profis, Wohnungswirtschaft, Fachmagazin</description>
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	<title>Pro und Contra Archive - Wohnungswirtschaft-dev</title>
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	<item>
		<title>Klimaschutz steht im Zentrum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Dec 2019 21:29:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Dämmen]]></category>
		<category><![CDATA[Klimaschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmedämmung]]></category>
		<category><![CDATA[Wärmeverbundsysteme]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Thema Dämmen führt immer wieder zu Diskussionen. Sind Wärmedämmverbundsysteme für leistbares Wohnen wirklich unvermeidbar, weil kostengünstig? Wie (un)ökologisch und (un)ästhetisch sind sie, und was sind die Alternativen? Wir haben zwei Positionen aus der Praxis eingeholt, von Seiten einer ausführenden Firma und eines Architekten.GISELA GARY, MAIK NOVOTNY Markus Engerth „Die Zukunft wird sein, dass Fassaden [&#8230;]</p>
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<p>Das Thema Dämmen führt immer wieder zu Diskussionen. Sind Wärmedämmverbundsysteme für leistbares Wohnen wirklich unvermeidbar, weil kostengünstig? Wie (un)ökologisch und (un)ästhetisch sind sie, und was sind die Alternativen? Wir haben zwei Positionen aus der Praxis eingeholt, von Seiten einer ausführenden Firma und eines Architekten.<br>GISELA GARY, MAIK NOVOTNY</p>



<h2>Markus Engerth</h2>



<p>„Die Zukunft wird sein, dass Fassaden auch Energie produzieren. Wenn es endlich zu einer Langzeitbetrachtung eines Gebäudes kommt, wird auch klar werden, dass sich diese Investitionen rasch rechnen.“</p>



<p>Zum Glück steigt das Bewusstsein für Klimaschutz und damit parallel natürlich auch für das Thema Dämmen. Die in den Medien immer wieder als `Wahnsinn Wärmedämmung´ bezeichneten Klimaschutzmaßnahmen halte ich für Unsinn. Wird ein Wärmedämmverbundsystem, kurz WDVS, state-of-the-art verbaut, sind auch die Risiken aus Brandschutzsicht gering. Die Kosten-Nutzen-Rechnung des WDVS ist im Neubau wie auch in der Sanierung unschlagbar – noch immer. </p>



<p>Wir müssen aber Gebäude endlich langfristig betrachten. Zurzeit stehen immer nur die Errichtungskosten im Zentrum, die betragen aber in Wahrheit nur ein Drittel der gesamten Lebenszykluskosten. Korrekterweise müsste man neben den Betriebskosten auch die Kosten für Abbruch sowie die Entsorgung einbeziehen. Das wird immer noch nicht gemacht. Es gibt schon interessante Alternativen zu WDVS wie vorgesetzte Fassaden, Lösungen mit Fassadenplatten oder die bei Architekten beliebten Glasfassaden. </p>



<p>Aber auch hier stellt sich bei einer Gesamtbetrachtung von der Erstellung bis zum Abbruch die Frage der Nachhaltigkeit. Solange diese Alternativen wesentlich teurer sind – wir sprechen hier von einem Faktor von 3-20 – sind sie gerade für den Bereich des leistbaren Wohnens nicht brauchbar. Serielles Bauen ist aus unserer Sicht der Lösungsansatz für kostengünstiges Bauen und letztlich leistbaren Wohnraum. </p>



<p>Im Fertigteilbau haben wir auch schon alternative Sandwichlösungen bei der Wärmedämmung ausprobiert, doch wir sind mit den Ergebnissen noch nicht zufrieden&#8230;</p>



<h2>Jakob Dunkl</h2>



<p>„Es geht darum, was der Gesellschaft das Wohnen wert ist, und die Gleichung ´leistbares Wohnen = WDVS´ ist der falsche Ansatz. Wohnqualität betrifft nicht nur den Innenraum, sondern auch die äußere Erscheinung.“</p>



<p>Vollwärmeschutz ist einfach ein trauriges Material. Warum? Vor allem, weil es nicht schön altert, es bekommt keine Patina. In der Wiener Innenstadt oder in Venedig werden die Häuser durch Patina schöner, aber ein Haus mit WDVS-Fassade wird vom ersten Tag an immer schiacher. Ich finde es auch traurig, dass es immer heißt, im Wohnbau müsse man eben das günstigste Material für die Fassade verwenden. </p>



<p>Häuser sind die Möbel der Stadt, und wir verdienen Möbel, die uns würdig sind. Wir sind eine reiche Gesellschaft, also warum werden so viele Dinge wie Autos besser, aber die Wohnungen immer kleiner und billiger? Warum kostet ein Kinderzimmer so viel wie ein Tiefgaragenstellplatz? Warum findet sich keine Wärmedämmfassade an Bürobauten, sondern aufwändige Glasfassaden? Weil sie doppelt so teuer sind. Aber warum muss das so sein? Könnte man hier nicht einen Ausgleich schaffen? Es geht darum, was der Gesellschaft das Wohnen wert ist, und die Gleichung „leistbares Wohnen = WDVS“ ist der falsche Ansatz. Wohnqualität betrifft nicht nur den Innenraum, sondern auch die äußere Erscheinung. </p>



<p>Uns als Architekten hilft dabei oft der Blick von außen, wenn wir Projekte im Ausland realisieren. Im Wohnbau in Frankreich etwa sind die Installationen oft billig, aber die Fassade nicht&#8230;</p>



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		<title>Mit Vollgas in die Stromtankstelle</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Sep 2019 20:41:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[EMobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Strom]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 3-2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ersten Pilotprojekte sind bereits unter Dach und Fach. Die ersten Evaluierungen und Empfehlungen liegen am Tisch. Doch wie alltagstauglich und finanzierbar ist Stromtanken für Bewohnerautos tatsächlich? Ein Bauträger und ein Jurist werfen ein Auge auf ihre persönlichen Erfahrungen und auf die WGG-Novelle 2019.WOJCIECH CZAJA „Damit das an die Bewohner gerichtete Angebot auch angenommen wird, [&#8230;]</p>
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<p></p>



<p>Die ersten Pilotprojekte sind bereits unter Dach und Fach. Die ersten Evaluierungen und Empfehlungen liegen am Tisch. Doch wie alltagstauglich und finanzierbar ist Stromtanken für Bewohnerautos tatsächlich? Ein Bauträger und ein Jurist werfen ein Auge auf ihre persönlichen Erfahrungen und auf die WGG-Novelle 2019.<br>WOJCIECH CZAJA</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>„Damit das an die Bewohner gerichtete Angebot auch angenommen wird, bedarf es flankierender Maßnahmen, etwa in der Förderung eines Umdenkens des Nutzerverhaltens an sich, sei es durch Sharing-Modelle oder den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.“</p><cite> Andreas Weikhart </cite></blockquote>



<p>Glaubt man der Mehrheit der Wissenschaftsbeiträge, muss die Zukunft der Energieversorgung in der Elektrizität liegen, sofern man eine Abkehr von fossilen Brennstoffen erlangen will. Im Wohnbau betrifft dies neben der Versorgung mit Wärme (natürlich) auch die Mobilität der Bewohner. E-Mobilität ist deshalb eines der Schlagwörter. Die Bauordnungen und Förderrichtlinien sehen daher entsprechende Anforderungen vor. </p>



<p>Wie gut und alltagstauglich diese dann umgesetzt werden, ist die Aufgabe der Stunde, der sich Bauträger zu stellen haben. Ungeachtet der Wichtigkeit, die dieser Teilaspekt im Gesamtkontext Klimawandel einnehmen mag, darf man aber nicht vergessen, dass die Ausstattung von Wohnbauten mit der notwendigen Infrastruktur einen weiteren Kostenfaktor darstellt – sowohl für die Bau- und Wohnkosten an sich als auch für die Anschaffung eines E-Autos&#8230;</p>



<blockquote class="wp-block-quote"><p>„Der Einbau und die Herstellung der E-Ladepunkte bei vorhandenen<br> Kfz-Stellplätzen in Wohnhäusern werden rechtlich gesehen weiterhin<br> als Verbesserungsmaßnahme gemäß § 14b WGG definiert.“</p><cite>Andreas Sommer</cite></blockquote>



<p>Zwar liegt das Hauptaugenmerk der erst dieser Tage in Kraft getretenen, inhaltlich sehr umfangreichen Novelle 2019 zum Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetz (WGG) auf den Kapiteln (a) Schutz der gemeinnützigen Vermögensbindung, (b) erleichterter Zugang zur nachträglichen Wohnungseigentumsbegründung und (c) nachhaltige Sicherung leistbarer Mietwohnungsbestände. Die Neuregelungen haben jedoch auch ökologie- und klimarelevante Facetten. Einerseits werden die Rahmenbedingungen für die Errichtung von Systemen zur Erzeugung erneuerbarer Energie – wie beispielsweise Photovoltaik-Anlagen zur Versorgung mit Mieterstrom – neugestaltet. </p>



<p>Andererseits soll es den Gemeinnützigen aber auch möglich sein, immer lauter werdenden Mieterwünschen nach (billigerem) Stromtanken in unmittelbaren Wohnungsnähe leichter nachzukommen. Nicht nur im Neubau, sondern auch im Altbestand. Im Zuge umfassender Sanierungen können die Kosten für die vorbereitende Leitungsinfrastruktur gebäudebezogen zugunsten aller tatsächlich vorhandenen Kfz-Stellplätze gemäß § 14a Abs. 5a WGG als qualifizierte Erhaltungsmaßnahme verrechnet werden. Einbau und Herstellung der E-Ladepunkte selbst werden rechtlich gesehen weiterhin als Verbesserungsmaßnahme gemäß § 14b WGG definiert&#8230;</p>



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		<item>
		<title>Die Quadratur des Kreises</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2019 20:35:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[bezahlbares Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 1-2019]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klimaschutz ist eine wichtige Sache. Doch wie werden wir den geforderten Zielen gerecht, ohne dabei auf immer strengere Vorschriften und auf die hohe Tugend des leistbaren Wohnens zu verzichten? Und wessen Verantwortung ist es, das alles unter einen realistischen Hut zu bringen? Zwei Positionen. WOJCIECH CZAJA Pro Robert Lechner „Die Gemeinnützigen waren solange besser als [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Klimaschutz ist eine wichtige Sache. Doch wie werden wir den geforderten Zielen gerecht, ohne dabei auf immer strengere Vorschriften und auf die hohe Tugend des leistbaren Wohnens zu verzichten? Und wessen Verantwortung ist es, das alles unter einen realistischen Hut zu bringen? Zwei Positionen.<br />
<strong>WOJCIECH CZAJA</strong></p>
<h5>Pro</h5>
<p><strong>Robert Lechner</strong><br />
<em>„Die Gemeinnützigen waren solange besser als alle anderen unterwegs, solange die Wohnbauförderung eine klare Lenkung hin zum Klimaschutz hatte. Geht dieses Ziel verloren, dann werden wir viele schon erreicht geglaubten Erfolge verlieren.“</em></p>
<p>Die weltweiten Folgen des Klimawandels sind exorbitant, auch in Österreich. Die unbequeme Wahrheit: Wenn wir nicht aufhören, Ressourcen und fossile Energie zu verschwenden, ist die Sache bald gelaufen. Bei den Pensionen wird immer vom Generationenvertrag gesprochen, beim Klimaschutz ist dieser gar nicht erst vorhanden. Da regiert das Motto: Hinter mir die Sintflut! Die Folgegenerationen werden auf uns zu Recht sauer sein. </p>
<p>Hitzeperioden, für die Landwirtschaft bedrohliche Dürre, Stürme und Überschwemmungen, Artensterben und unglaubliche Kosten fürs simple Überleben will man von niemanden mit Anlauf verordnet bekommen. Genau das tun wir aber. Und wir können keine einzige gesellschaftliche Gruppe aus der Verantwortung ziehen. Weder Politik und Verwaltung, noch Wirtschaft und Bevölkerung. Der Beweis dafür: Das dritte Jahr in Folge steigen in Österreich die Treibhausgasemissionen. Im Weiterkommen für den Klimaschutz staut es an allen Ecken und Enden. Im Bereich des Wohnbaus hapert es an widersprüchlichen, kontraproduktiven Zielvorgaben&#8230;</p>
<h5>contra</h5>
<p><strong>Alexandra Schalegg, Christian Jeitler</strong><br />
<em>„Die Anforderungen an den gemeinnützigen Wohnbau sind hoch: Klimaschutz, ökologischer Fußabdruck, Energieautonomie 2050, Baugesetz, Bautechnikverordnung, Neubaubauförderungsrichtlinien und zudem noch Leistbarkeit für alle.“</em></p>
<p>Die Alpenländische, Geschäftsstelle Feldkirch, war die erste, die ab 1998 kontrollierte Gebäudelüftungen und später auch die erste Passivhausanlage errichtet haben. Wir bemühen uns, unsere Objekte so zu errichten, dass diese klima:aktiv zertifiziert werden können. Derzeit betreiben wir zusammen mit dem Energieinstitut Vorarlberg ein Wohnbauforschungsprojekt, bei dem verschiedene Gebäudehüllen und Haustechnik-Varianten unter Berücksichtigung der damit verbundenen Lebenszykluskosten untersucht werden. Zudem sind wir in ein Forschungsprojekt unter dem Titel „Low cost nZEB“ involviert. </p>
<p>Doch auch wir müssen immer wieder Rückschläge hinnehmen, die selten im technischen als vielmehr im wirtschaftlichen Bereich zu finden sind. Überbordende, in kurzen Abständen überarbeitete Normen, strenge OIB-Richtlinien und das enge Korsett von wechselnden Neubauförderungs-Richtlinien erschweren unsere Arbeit zunehmend. Neben der bekannt schwierigen Akquisition tauglicher Baugrundstücke ist die aktuell sehr hohe Auslastung der baugewerblichen Anbieter der derzeit größte Kostentreiber in unserer Region – die Preise explodieren&#8230;</p>
<p><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2019/03/Die-Quadratur-des-Kreises.pdf">Die-Quadratur-des-Kreises</a></p>
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		<item>
		<title>Smarte Bilanz beim Pionier</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2018 21:11:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2018]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungsbau]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WohnenPlus und die Wohnen Plus Akademie luden zum Praxischeck beim Pionier des Wiener Smart-Wohnbauprogramms im Sonnwendviertel, dem „Wohnregal“. Zwei Jahre ist das Projekt nun bewohnt – ein guter Zeitpunkt, um dem Smart-Konzept auf den Zahn zu fühlen. MAIK NOVOTNY Sechs Jahre ist es her, dass die Stadt Wien ihr Smart-Wohnbauprogramm ins Leben rief. Ziel der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>WohnenPlus und die Wohnen Plus Akademie luden zum Praxischeck beim Pionier des Wiener Smart-Wohnbauprogramms im Sonnwendviertel, dem „Wohnregal“. Zwei Jahre ist das Projekt nun bewohnt – ein guter Zeitpunkt, um dem Smart-Konzept auf den Zahn zu fühlen.<br />
<strong>MAIK NOVOTNY</strong></p>
<p>Sechs Jahre ist es her, dass die Stadt Wien ihr Smart-Wohnbauprogramm ins Leben rief. Ziel der Initiative war „geförderter Wohnraum, der sich durch geringe Kosten und neue planerische Ansätze auszeichnet“, und das zu fixen Konditionen: ein niedriger Eigenmittelbeitrag von 60 Euro pro Quadratmeter und eine Miete von 7,50 Euro pro Quadratmeter. Inzwischen sind Smart-Wohnungen ein fixer Bestandteil des geförderten Wiener Wohnbaus geworden. Heute sind knapp 1.500 Wohneinheiten fertiggestellt, rund 3.000 in Bau, über 2.300 in Planung. Zeit also für eine erste Bilanz.</p>
<p>Welcher Ort wäre dafür besser geeignet als das „Wohnregal“ in der Alfred-Adler-Straße im Sonnwendviertel, Ergebnis jenes allerersten Bauträger-Wettbewerbs, bei dem Smart-Wohnungen ein Teil des Programms waren. Errichtet von der gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Heimbau und geplant vom Büro Geiswinkler Architekten, umfasst das achtgeschossige Wohnregal 148 Wohneinheiten, davon 116 Smart-Typen sowie diverse gemeinschaftliche Flächen. Bei einer ausführlichen Begehung, einer Projektvorstellung durch Heimbau-Geschäftsführer Peter Roitner und die Architekten Markus Geiswinkler und Kinayeh Geiswinkler-Aziz sowie der abschließenden Podiumsdiskussion kamen die bisherigen Erkenntnisse aus dem Smart-Programm sehr konkret zur Sprache.</p>
<h5>Neuland betreten</h5>
<p>Die Teilnahme am ersten Smart-Bauträgerwettbewerb sei damals mit einem hohen Maß an Unsicherheit für den Bauträger verbunden gewesen, erinnerte sich Peter Roitner. „Ich war einer der wenigen, die anfangs sehr skeptisch waren.<br />
Es gab finanziell nur wenig Luft für die Bauträger – und der Anteil von zwei Dritteln Smart-Wohnungen war enorm hoch. Es ist aber dann alles gutgegangen.“ Heute ist ein Smart-Anteil von einem Drittel die Regel. Man habe aber zum Start des Programms bewusst ein substanzielles Volumen in den Markt hineinbringen wollen, erklärte Dieter Groschopf, stellvertretender Geschäftsführer des wohnfonds_wien.</p>
<p>Das Wohnregal bewertete Groschopf durchwegs positiv: „Abgesehen von den Smart-Qualitäten ist es insgesamt ein erfreulicher Beitrag, auch was die Qualität der Ausführung betrifft.“ Die Erwartungen der Jury seien voll und ganz umgesetzt worden. Robert Korab, Geschäftsführer von raum&#038;kommunikation, war Mitglied der Jury im Bauträgerwettbewerb und erinnerte sich an „heftige fachliche Diskussionen“, was die Definition von „smart Wohnen“ betraf: „Das Thema war damals definitiv Neuland.“</p>
<h5>Erfolge und Risiken</h5>
<p>Nicht wenige befürchteten zu Beginn des Smart-Programms, die kompakteren Grundrisse gingen auf Kosten der Qualität. Seitdem sind in den Bauträgerwettbewerben eine Vielzahl von Lösungsmöglichkeiten entwickelt worden. Mit unterschiedlichem Erfolg, laut dem Wohnbauexperten Joachim Brech. „Hier beim Wohnregal ist es mit großer Empathie gelungen. Man sieht keinen Qualitätsunterschied zu den anderen Wohnungen, vor allem, weil die Grundrisse beidseitig orientiert sind. Bei einer Mittelgang-Erschließung ist das schwieriger. Ich habe schon Grundrisse gesehen, bei denen die Grenzen der Qualität unterschritten wurden.“ Hier sehe man, dass an vielem eben nicht gespart wurde.</p>
<h5>Qualität sichern</h5>
<p>Allerdings bestätigte auch Peter Roitner die Vermutung, dass dieses Nicht-Sparen heute kaum noch finanzierbar sei. Robert Korab stellte die Frage in den Raum, ob Smart-Wohnungen heute außer über lange Finanzierungszeiträume noch leistbar seien, oder ob es andere Förderschienen und andere Konditionen brauche. Die Zielgruppe der Bedürftigen müsse genau angesprochen werden, ohne dass man in den Billigwohnbau verfalle. Dies werde sicher ein Thema der nächsten Jahre sein, bestätigte Dieter Groschopf – spätestens, wenn der erste smarte Zehn-Jahres-Zyklus zu Ende sei. Politisch sei es zwar schwierig, die Konditionen für Smart-Wohnungen zu verschärfen, ebenso schwierig sei es aber, sie über zehn Jahre „einzufrieren“&#8230;</p>
<p><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2018/12/Smarte-Bilanz-beim-Pionier.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a></p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fertigteil oder Maßanzug</title>
		<link>https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/fertigteil-oder-massanzug/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fertigteil-oder-massanzug</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2018 19:58:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Baukosten]]></category>
		<category><![CDATA[Modulares Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 4-2018]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Zeiten von steigenden Baukosten und zunehmender Ökonomisierung in der Baubranche nimmt auch die Debatte rund um Fertigbau und modulare Bauweise zu. Zwei konträre Positionen zeigen die Vielfalt des Themas. WOJCIECH CZAJA PRO Erich Benischek „Trotz des hohen Grades an Standardisierung werden viele Fertighäuser von Architekten geplant.“ Das Fertighaus ist Synonym für modernes zukunftsorientiertes Bauen [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Zeiten von steigenden Baukosten und zunehmender Ökonomisierung in der Baubranche nimmt auch die Debatte rund um Fertigbau und modulare Bauweise zu. Zwei konträre Positionen zeigen die Vielfalt des Themas.<br />
<strong>WOJCIECH CZAJA</strong></p>
<p><em>PRO</em><br />
Erich Benischek<br />
„Trotz des hohen Grades an Standardisierung werden viele Fertighäuser von Architekten geplant.“</p>
<p>Das Fertighaus ist Synonym für modernes zukunftsorientiertes Bauen mit hoher Qualität und Convenience. Die Qualität bezieht sich einerseits auf Herstellung und Errichtung: Die Vorfertigung im Werk erlaubt die kontrollierte Produktion der Bauteile, unabhängig von Wind und Wetter. Somit werden die Outdoor-Arbeiten auf ein Minimum reduziert. Laufende Qualitätskontrollen, sowohl im Werk als auch auf der Baustelle, sorgen für hohe Zufriedenheit. Und andererseits bezieht sich die Qualität auf die Planung: Vielfach bewährte Grundrisse ermöglichen beste Raumausnutzung, was wiederum für kleinere Häuser und somit geringere Baukosten spricht. Gerade bei knapperen Budgets ist diese Bauweise ein großer Vorteil, genauso wie die Schnelligkeit des Bauprozesses, der die Doppelbelastung (Miete bis zum Einzug) erheblich reduziert. </p>
<p>Ein weiteres Argument ist die Flexibilität von Fertighäusern. Viele Anbieter berücksichtigen bereits in der Planung mögliche zukünftige Erfordernisse, und so können zu einem späteren Zeitpunkt bauliche Änderungen vorgenommen werde – beispielsweise ein Zusatzzimmer durch Integration der Terrasse oder etwa der Einbau eines Aufzugs. Trotz des hohen Grades an Standardisierung werden viele Fertighäuser von Architekten geplant. Somit profitiert man von den Vorteilen der Vorfertigung, ohne dabei auf individuelle Ästhetik verzichten zu müssen. Je nach Präferenz haben die Kunden die Wahl zwischen Holzrahmen-, Holzmassiv-, Ziegelelement- oder Wohnbetonkonstruktion.</p>
<p>Der Besuch eines Fertighauszentrums und die darin sichtbare Vielfalt an Musterhäusern lassen die eigenen Vorstellungen erstmal reifen. Im Gespräch mit den Anbietern vor Ort kristallisiert sich ein bevorzugter Partner heraus, der das Traumhaus mit bequemem Alles-aus-einer-Hand-Service umsetzt.</p>
<p>Erich Benischek ist Gründer, Eigentümer und Geschäftsführer der Blauen Lagune. Der Fertighauspark bei der Shopping City Süd ist der größte seiner Art in ganz Europa.</p>
<p><em>CONTRA</em><br />
Bettina Götz<br />
„Der architektonische Qualitätsanspruch scheint das nicht vermittelbare Grundproblem zu sein.“</p>
<p>Fertighäuser haben durchaus Architekturgeschichte geschrieben: Nicht nur das berühmte Haus von Charles und Ray Eames, sondern eine ganze Reihe moderner Architekten wurden in den 1950er Jahren von John Entenza mit Entwürfen für die sogenannten „case study houses“ betraut. Entworfen für eine serienmäßige Produktion wurden Prototypen errichtet, die zwar auf großes Publikumsinteresse stießen, eine Serienproduktion kam trotzdem nie zustande. Das gleiche Schicksaal erlitt das experimentelle Dymaxionhaus von Richard Buckminster Fuller. Jean Prouvé mit seiner „Architektur aus der Fabrik“ ist da schon deutlich weitergekommen: Seine modularen Systeme aus industriell gefertigten Einzelteilen ermöglichten eine Vielzahl an räumlichen Kombinationen. Wirtschaftlich war dieses Unterfangen allerdings auch kein Erfolg.</p>
<p>Der architektonische Qualitätsanspruch scheint das nicht vermittelbare Grundproblem zu sein. Dieser Eindruck verstärkt sich, wenn man sich die Anzahl der Fertighäuser außerhalb der urbanen Zonen anschaut. Möglichst konform wird die Gegend verschandelt: Einfamilienhäuser, soweit das Auge reicht. Der enorme Landschaftsverbrauch und die damit verbundenen ohnehin schon hohen Kosten für die notwendige Infrastruktur werden durch die bescheidenen Qualitäten dieser Siedlungen ohne jeden Anspruch an den öffentlichen Raum und an die Architektur- und Materialqualität der Objekte in keinster Weise legitimiert.</p>
<p>Das in erster Linie ökonomisch motivierte Fertighaus für den Einfamilienhausmarkt mit der Konsequenz, durch geringe Kosten den Landschaftsverbrauch erst recht zu forcieren, statt verdichtete Bauformen mit höheren architektonischen Qualitäten anzuregen, ist in raumplanerischer und gesellschaftspolitischer Hinsicht abzulehnen. Einfamilienhäuser müssen Ausnahmen in der Siedlungsstruktur sein – nicht der Standard.</p>
<p>Bettina Götz leitet mit Partner Richard Manahl das Büro ARTEC Architekten. Sie ist Vorstandsmitglied der Wiener Secession und Architekturprofessorin an der Universität der Künste Berlin.</p>
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		<title>Der Wohnbauträger als Energieversorger?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jweidemann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2018 13:35:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pro und Contra]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS]]></category>
		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[WohnenPLUS AG 3-2018]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auch die Wohnbaubranche muss auf den drohenden Klimawandel reagieren. Beispielsweise, indem sie ihre Wohnhäuser zu Kraftwerken ausbaut. Doch der Weg zum Ziel birgt so manch technische und rechtliche Hürde. Zwei differenzierte Antworten auf ein und dieselbe Frage. WOJCIECH CZAJA PRO &#8211; Wolfgang Amann „Wir alle stehen in der Pflicht, den kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch die Wohnbaubranche muss auf den drohenden Klimawandel reagieren. Beispielsweise, indem sie ihre Wohnhäuser zu Kraftwerken ausbaut. Doch der Weg zum Ziel birgt so manch technische und rechtliche Hürde. Zwei differenzierte Antworten auf ein und dieselbe Frage.<br />
<strong>WOJCIECH CZAJA</strong></p>
<h5>PRO &#8211; Wolfgang Amann</h5>
<blockquote><p>„Wir alle stehen in der Pflicht, den kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.“</p></blockquote>
<p>Wir alle stehen in der Pflicht, den kommenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. Ohne Energiewende geht das nicht. Diese kann nur gelingen, wenn jede Möglichkeit genutzt wird, unseren Energiehunger auf regenerative Quellen umzustellen. Dies muss umso selbstverständlicher sein, wenn solche Maßnahmen wirtschaftlich darstellbar sind. Bei Photovoltaik auf den Dächern unserer Wohnhäuser trifft das zu – und bald auch auf fassadenintegrierte Solarpaneele. </p>
<p>Die Zielvorgaben im Regierungsprogramm – 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energiequellen bis 2030 – sind ohne rasches und entschlossenes Handeln im gemeinnützigen Wohnungssektor nicht zu erreichen. Aktuell verbrauchen Frau und Herr Österreicher etwa 70 Terawattstunden Strom, also 70 Milliarden KWh pro Jahr. Bis 2030 wird der Verbrauch auf etwa 100 TWh steigen. Um die Ziele zu erreichen, müssen die erneuerbaren Kapazitäten bis dahin um etwa 35 TWh ausgeweitet werden. Heute installierte PV-Anlagen schaffen nicht mehr als etwa ein TWh pro Jahr. Das heißt: 2030 sollte es etwa 15-mal so viel sein wie heute. Dafür müsste jedes Jahr die gesamte bisherige Anschlussleistung neu installiert werden&#8230;</p>
<h5>CONTRA &#8211; Peter Holzer</h5>
<blockquote><p>„Es erscheint mir falsch, die Umsetzung von dezentral kombinierten Energieversorgungsanlagen zwingend den Wohnungsunternehmen zuzumuten.“</p></blockquote>
<p>Der Klimawandel hat nicht zuletzt auch mit den Energieanwendungen in unseren Gebäuden zu tun. Müssen wir künftig also auf fossile Brennstoffe verzichten? Ja! Müssen wir umdenken und das Haus in Zukunft als Kraftwerk verstehen? Ja. Und müssen wir unsere Gebäude energie- und ressourcenschonend sowie mit einem Fokus auf energetische Standortqualität betreiben? Ebenfalls ja! Doch das heißt nicht zwingend, dass Wohnungsunternehmen deswegen zum Energieversorger mutieren müssen. Das aktuelle Ökostrom-Novellenpaket 2017 und die Novelle des ElWOG mit ihrer Ermöglichung von PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern sind ein großer Erfolg. Doch die Energieversorgung ist eine technisch wie auch rechtlich hochkomplexe Materie. Daher erscheint es mir falsch, die Umsetzung von dezentral kombinierten Energieversorgungsanlagen zwingend den Wohnungsunternehmen zuzumuten. Es sind die Energieversorgungsunternehmen, die das notwendige Wissen über Planung, Errichtung und Betrieb von Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen mitbringen&#8230;</p>
<p><a href="https://dev.wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2018/09/Der-Wohnbauträger-als-Energieversorger.pdf">zum vollständigen Artikel als PDF</a></p>
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